Archiv der Kategorie 'The Biz'

Das Blog, das das neue DAS Blog ist.

Ja, richtig gelesen!
Es gibt ein neues DAS Blog – in Zukunft findet ihr dort den alltäglichen Wahnsinn aus der Pro-Audio-Welt und deren Umfeld. Neuer Server, neues System, neues Design, Facebook-Anbindung und und und…es wird heiß!

Als Eröffnungs-Special haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht: Das SpektaKEL – den ultimativen Mikrofon Group Buy.
Das SpektaKEL

Durch den Umzug über ca. 500 Versionen war unsere Datenbank leider nicht so recht kompatibel, deshalb haben wir nur mal die letzten wichtigen Einträge mit in das neue Blog genommen – aber, keine Angst, dieses Blog hier bleibt bestehen! Wer also gerne in älteren Posts stöbern möchte, kann das hier nach wie vor tun.

Wir sehen uns drüben!

Trent Reznor: Wie man als unbekannter Künstler Erfolg haben kann

Reznor

Trent Reznor, der mit Nine Inch Nails seine größten Erfolge feierte, gibt neuen Künstlern einen Masterplan an die Hand, wie man heutzutage noch bekannt werden und eventuell ein kleines Einkommen erwirtschaften kann. Seine Kernthesen:

Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.

Constantly update your site with content – pictures, blogs, whatever. Give people a reason to return to your site all the time. Put up a bulletin board and start a community. Engage your fans (with caution!) Make cheap videos. Film yourself talking. Play shows. Make interesting things. Get a Twitter account.

Be interesting. Be real.

Submit your music to blogs that may be interested. NEVER CHASE TRENDS. Utilize the multitude of tools available to you for very little cost of any – Flickr / YouTube / Vimeo / SoundCloud / Twitter etc. The role of an independent musician these days requires a mastery of first hand use of these tools (Twitter, Flickr, Youtube, Myspace und all die anderen Self-Promotion Tools). If you don‘t get it – find someone who does to do this for you. If you are waiting around for the phone to ring or that A & R guy to show up at your gig – good luck, you‘re going to be waiting a while.

Der ganze Text ist hier. Insgesamt ein sehr ausgewogener, realitätsnaher Antwortenkatalog, der auch die letzte rosa Brille durch Gleitsichtgläser ersetzen dürfte.

Wer noch Fragen hat, wie man „cheaply but great“ Platten aufnehmen kann, der sei an unsere Kollegen im Shop verwiesen – die 040 471134811 ist immer für euch da! ;-)

DasDAS

Die Wellenkammer – das digital audio service Tonstudio

So schauts bei den anderen aus.

Jedes Autohaus hat gefühlte 50 Vorführwagen rumstehen, mit denen der geneigte Interessent das Objekt seiner Begierde mehr oder weniger ausgiebig testen kann. Interessanterweise hat kaum ein Audio-Systemhaus ein eigenes Studio, in man mal WIRKLICH testen kann, was ein Speaker / Mikro / Masteringkompressor (fill in you favourite gear) drauf hat, oder wie extrem der Einfluss einer guten Raumakustik ist. Der gern zitierte „Demoraum“ vieler Kollegen bringt einen da selten wirklich weiter, wie uns viele von euch immer wieder bestätigt haben. Wir bieten euch deswegen schon seit langem die Möglichkeit, Equipment in euren eigenen vier Wänden zu testen, damit ihr eine eigene Entscheidung fällen könnt. Jetzt gehen wir noch eine Schritt weiter und haben ein Studio gebaut!

Die Wellenkammer

Wellenkammer

Akustisch optimal sollte es sein. Perfekt dämmen auch, nach aussen wie von aussen. Cool aussehen, ja, das Auge mischt ja mit. Musikproduktion, klar, aber bitte auch Post, Edit und am besten auch Mastering, weiß ja keiner was, in 5 Jahren kommt und schliesslich bauen wir Studios für alle drei Bereiche. Investmentschutz in schnellebigen Zeiten. Ach ja, bezahlbar sollte es auch noch sein, bringt ja nichts, wenn alles toll ist und jeder beim Gespräch über die Kosten dieses irre Zucken im Mundwickel kriegt.

Geht das?
Ja, geht.
Dank zehn Jahre Erfahrung mit der technischen Entwicklung moderner Medienproduktion haben wir umfangreiche Erfahrung mit dem Bau von professionellen Produktionsumgebungen. Studio, Workflow, Equipment: das d.a.s.-Team weiß, wo die Patchbay steht.

Wellenkammer 3

In der Wellenkammer in Hamburg finden schon jetzt und in der Zukunft noch mehr Workshops, One-on-one Präsentationen und Schulungen statt.

Wellenkammer 2

Wer sich ein Bild von userer Arbeit, Philosophie und unserem Equipment machen möchte, ist herzlich eingeladen, sich unser neuen Demostudio anzusehen. Termine gibt´s wie immer bei t.roemann@digitalaudioservice.de. In nächster Zeit werden wir ein bischen aus dem Nähkästchen plaudern und einiges vom Bau der Wellenkammer hier im Blog zeigen – stay tuned!

Euer Thomas Römann

Filmton: Die Realitäten des Business

Persönlich habe ich wenig Kontakt mit Filmtonproduktion, doch Begegnungen wie die obige kenne ich aus Musikproduktionen zur genüge. Ein großer Spass!

Its 4k,
DasDAS via BB

Motto des Tages

Music

Wort!

DasDAS

Cases für imaginäre Instrumente

Sax so funny
in groß
Die brazillianische Sound Production Company Saxsofunny ist ein Garant für genial Marketing-Einfälle. Neben obigen Bild haben sie auch diese Werbekampagne produziert:

Die Schreibmaschine ist mein Favorit!
DasDAS

News: AVID kauft Euphonix

Diese Pressemitteilung hat jüngst für einiges Aufsehen gesorgt:
Euphonix wird somit zu einem Teil von Avid. Obwohl bisher nur wenige konkrete Informationen beider Seiten zur weiteren Entwicklung vorliegen, sind unsere Erwartungen als Euphonix Pro-Distributor an diese Fusion sehr groß: So lässt sich dieser Schritt von Avid als klares Zeichen für eine deutliche Öffnung gegenüber anderen Herstellern werten.
Insbesondere eine tiefere Integration von Avid-Systemen in Euphonix´ EUCON-System dürfte ein zu erwartender und von vielen Usern mehr als gern gesehener Schritt sein.
Gleichzeitig rechne ich damit, das die schiere Grösse und das damit verbundene Entwicklungspotzenzial Avid´s Euphonix massiv zu gute kommen wird.
Avid und Euphonix haben nun die großartige Chance, Gräben zu überwinden und enorme Potenziale freizusetzen. Auf jeden Fall haben sich beide Hersteller einiges zu geben und wir freuen uns über den Zusammenschluss zweier so starker Partner!

Prison Breakbeats

Prison music studio

Das hier abgebildete Studio macht nicht viel her? Zu wenig Gear, zu wenig Lavalampen? Mag sein, doch die Street Credibility ist enorm, da es im bald eröffnenden norwegischen Halden Gefängnis liegt.

Halden Prison

Das Hi-End Gefängnis sportet dazu noch Banksy-artige Streetart von Dolk und eine natürliche Beleuchtung von Phillips. Man erkennt den Stand einer Gesellschaft eben doch an seinen Gefängnissen. Mehr Bilder gibt’s hier auf Gizmodo

Im Hungerturm,
DasDAS

Klark Teknik & Midas by Behringer

Midas

Behringer, der allseits geliebte wie geächtete Hersteller von cheap & dirty Equipment hat sich zwei Sahnestücke der Livesound-Industrie einverleibt: unter dem Label „Music Group“ firmieren nun der Livekonsolenhersteller Midas sowie Klark Teknik, deren EQs in jedem Liverack von Panama bis Wuppertal stehen. Für Behringer ist das ein Sprung aus dem beinahe untersten Qualitätsniveau in die Pro-Klasse (die sie sonst nur im Produktnamen durch das zufügen von „Pro“ behauptet haben). Hoffentlich tut die Fusion der Qualität der einverleibten keinen Abbruch, sondern vielleicht verbindet sich die Produktionskraft von Behringer, die eine eigene Firmenstadt in China haben, mit dem Know-How von Midas und Klark. Spannend wird auch, welche Hi-End Hersteller noch von Behringer aufgekauft werden, besonders da die Krise immer noch wütet.

Robert Mulatz, Senior Vice President of BOSCH Communications Systems, states: “The MIDAS and KLARK TEKNIK brands have always epitomized the highest possible performance and reliability in the mixing console and signal processing markets. Within the professional audio business of BOSCH, this niche market has not been defined as a core business area due to its size and specific requirements. With the MUSIC Group, we believe we have found both the passion and the financial ability needed to grow MIDAS and KLARK TEKNIK. Of all potential buyers that were screened, we have selected the MUSIC Group as the best fit.”

Uli Behringer, Chairman of the MUSIC Group, comments: “I am thrilled and honored to join with John Oakley and his team in taking these legendary brands forward. I have immense respect for the dedication to quality, performance and customer service that this team has shown consistently over the years. While we plan to invest considerable resources and support to these brands, we also look forward to learning from the achievements of their engineers and working with them to take BEHRINGER and all of the MUSIC Group brands to a new level.”

MUSIC Group CEO Michael Deeb adds, “MIDAS and KLARK TEKNIK are at the very pinnacle of their market segment. They address a very unique client base and have a different sales channel from our current core business. The brands will continue to operate autonomously under the leadership of John Oakley while benefiting from the synergies of our combined efforts. All brands will take advantage of the MUSIC Group’s extensive resources and industry-leading competencies including product development, lifecycle management, supply chain and logistics.

The final word comes from Alex Cooper, MIDAS Director of Console Engineering, who says: “For over twenty years I have devoted my life to designing the finest quality audio products possible. It has always been our goal to achieve the very best performance while continuing to broaden our market presence and expand our customer base. I am convinced that working with the MUSIC Group will provide us with advantages that will help us maintain our high standards and grow the business for the long term.”

It takes a whole lotta money to look this cheap,
DasDAS

Kanadische Musikindustrie Unterschlägt Milliarden

Duck

Wie die IT-News Plattform zdnet.de berichtet, rollt eine Milliardenklage auf den kanadischen Musikindustrieverband CRIA zu. Die Kläger werfen dem Verband vor seit Ende der 80er-Jahre keinerlei Lizenzgebühren für Veröffentlichungen von einzelnen Titeln auf Samplern sowie für die Nutzung von Live-Aufnahmen ausgezahlt zu haben. Es geht um eine Gesamtsumme von 60 Milliarden Dollar und der CRIA räumte auch schon tatsächlich ein, dass es einen Zahlungsrückstand gebe, setzte die Summe aber wesentlich niedriger an. Mitglieder des Verbandes sind unter anderem Sony, Warner, EMI und Universal Music. Es gibt Hinweise darauf das die Gelder aus einem ganz profanen Grund nicht ausgezahlt wurden: Der Verwaltungsaufwand sei zu groß. Bitter, besonders wenn man sich vor Augen hält das es sich hier um eine Urheberrechtsverletzung handelt – auf derselben Grundlage verklagt die Industrie Nutzer und Betreiber von illegalen Downloadportalen. Der Aufwand ist wohl geringer.

We Are Only In It For The Money,
Arne

R.I.P. : Klein & Hummel 1950 – 2009

K&H

Die Hannoversche Allgemeine berichtete unlängst, dass sich der Mikrophon-Gigant Sennheiser dazu entschlossen hat die Traditionsmarke Klein & Hummel in die Kiste zu schicken. Schade kann ich da nur sagen. Offizielle Begründung ist, das der Umsatz hinter den Erwartungen zurückblieb. Rätselhaft, denn im selben Artikel ist die Rede davon das der Umsatz 2008 um 20% gesteigert werden konnte. In Zeiten der allgegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise wären manche Firmen froh solche Zahlen zu haben. Ob man aus der Schließung von K&H deswegen Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Situation von Sennheiser schließen kann, wer weiß… Immerhin sterben nicht die Produkte, die Beschallungssparte geht zu Sennheiser, die Studiomonitore werden in Zukunft von Neumann weiter vertrieben. Warum die Marke K&H verschwindet und dafür jetzt das Label Neumman auf die Produkte kommt ist ein weiteres Rätsel, schließlich ist der Berliner Mikrophon-Hersteller für alles mögliche bekannt aber eben nicht für Monitorlautsprecher. Mit dem Namen verschwindet auch ein gutes Stück Tradition : 30 Jahre lang stellte K&H eine Referenz im Studiobereich dar. 1979 fiel die Entscheidung Lautsprecher und Verstärker sowie EQs ausschließlich für den Profimarkt anzubieten. Modelle wie der O 96 Aktivmonitor gelten als Klassiker, die aktuelle Produktpalette um die O300 ist nach wie vor die Referenz in fast allen Preisklassen.
Das alles wegzuwerfen wird sich eines Tages rächen, vielleicht empfehlen wir ja 2011 dann das Sennheiser U87 zusammen mit den Sennheiser O300 als front- und backend – hergestellt wird das dann aber bei Behringer in China.

„Die Wiedergabe muss so gut sein, dass sie besonders in der Klangfarbe der Originaldarbietung entspricht. Deshalb reden wir von Wiedergabetreue.“ Walter Hummel

Tschüß,
Arne

The Biz: Digidesign und die einsame Insel

Digidesign Island

Digidesign, die Firma hinter ProTools und Gründungsväter der computergestützten Audio-Produktion verlor ihm Juni einen ihrer besten Köpfe, Dave Lebolt. 15 Jahre lang war Lebolt “, der zuletzt Senior Vice President und Chief Technology Officer war, „Mr. Digidesign“ – das Gesicht der Firma. Sein Ausstieg war die Krönung eines Exodus von Digidesign-Personal, der sich die unter Feuer stehende Firma ausgesetzt sah. Die Börsenkurve der Mutterfirma Avid ähnelt einer Talfahrt in den Alpen, minus der guten Aussicht.

Lebolt verlies Digidesign und wechselte zu der Boomcompany schlechthin, Apple. Nach eigenen Angaben wollte er nicht wie der letzte „Dinosaurier“ in der Firma bleiben, was nach einiger Zeit im selben Job seiner Aussage wohl passiert. Spannend ist jedoch folgenden Aussage aus einem Interview mit prosoundnews.com:

“Open standards will drive customer interoperability. Avid, Apple and other companies have customers that want their [projects] to work together. The days of total islanding are over; that doesn‘t work very well for customers. That’s a good trend to look at together with an overall consolidation in our business.”

Hier stellt er ein Problem von Digidesign dar: „Total Islanding“, die absolute Verinselung ist etwas, dass Digidesign ja zur Genüge betrieben hat, ja die Grundlage des Businessmodells ist. Allein die Tatsache, dass Audiointerfaces „M-powered“ sein müssen, um Pro-Tools LE zu verwenden, verhinderte Öffnung der Plattform. Im Zeitalter von flexiblen, plattformübergreifenden Sequenzern wie Ableton Live (bald auch mit MAX Integeration) und Apples „Alle-müssen-mit“ Logic-Angeboten wirkt das anachronistisch. Offene Formate sind das neue Mantra der Branche und Systeme wie ProTools, die auf eigener Hardware und eigenen Plugin-Formaten beruhen, tun sich mit dem Wechsel schwer.

Wie ein Brancheninsider meinte: „Seems that the Digi island is getting a lonely place!“

DasDAS