Archiv der Kategorie 'Produkt-Review'

EDAX VTP 100 Review

EDAX VTP 100

Mexico war bisher noch nicht als Land aufgefallen, aus dem hochwertige Studiotechnik kommt – EDAX Audio ändern das auf einen Schlag! Mit einer Reihe von hochwertigen Röhrengeräten, die hervorragend verarbeitet sind und eine ansprechende Optik und Haptik bieten, hat sich EDAX in den USA schon als feste Größe etabliert. Wir haben die ersten Geräte exklusiv in Deutschland und haben sie ausführlich getestet.

Thomas Römann

Thomas meint:

Der Edax VTP-100 Mikrofonvorverstärker überzeugt schon vom ersten Eindruck an: das Gerät ist optisch sehr ansprechend gestaltet und solide verabeitet. Der Gainschalter bietet guten Widerstand und der Regelweg der übrigen Regler ist angenehm weich und wertig. Das große VU-Meter mit seinen vielen Anzeigeoptionen ist ein echter Hingucker und im Gegensatz zu Metern so mancher Retro-Geräte ein wirklich nutzbares Recording-Tool. Die Feature-Liste ist für ein Gerät dieser Preisklasse überzeugend: stimmbarer Hi-Pass Filter, Kopfhörerverstärker und Phase-Reverse sind sonst kaum zu finden, zumindest bei Vollröhrengeräten. Die ersten einfachen Klangtests mit Mikrofon und Stimme zeigen sofort eine der Stärken des Preamps: der Rauschabstand ist sehr hoch, selbst bei maximalen Gainsettings. Der Klang ist angenehm offen bei Sprachaufnahmen und nach einer etwas längeren Aufwärmzeit der Röhren (ca. 30 min -1 Stunde) stellt sich auch der begehrte, samtige Röhrenklang ein. Der Klang erinnert insgesamt an den edlen, dezent luxeriösen Sound der Avalon-Vorverstärker.
Fazit: in dieser Preisklasse gibt es keinen anderen derart gut ausgestatteten und wohlklingenden Röhrenvorverstärker.

Lennart Meyn

Lennart meint:

Ein schönes Gerät, dass sich dank des integrierten Kopfhörerverstärkers auch für Projektstudios und VO-Aufnahmen anbietet. Unschlagbarer Preis und jede Menge Features: Ay ay ay es bueno!

Gerne könnt ihr unsere 10 Tage Gratis Testen Möglichkeit nutzen und daheim im eigenen Studio prüfen, was dieses feine Gerät alles kann.
Jetzt bestellen

Update: 750EUR incl. Mwst.
Update 2: Review 2. Teil

Abbey Road Brilliance Pack

Abbey Road Plugins

Diese feinen Originale aus dem Abbey Road Studio gibt es jetzt für uns alle als Plugin:

Abbey Road Originale

About

The Brilliance Pack provides authentic emulations of the EMI RS127 and RS135 EQ units, which were built in the early 1960s to supplement the EQ on the legendary REDD mixing consoles. These ‚presence boxes‘ were used on countless seminal recordings at Abbey Road during the ’60s, including almost every album by The Beatles.

The plug-ins retain the operation and response curves from the original hardware and provide control of frequencies which can improve the presence and definition of recordings and help instruments stand out in a mix. The software is compatible with all popular DAW applications and can be used on mono, stereo and multichannel tracks.

Three plug-in modules are included: the RS127 Rack is modelled on the original rackmount Brilliance Control and the RS135 recreates the 8kHz boost unit. The RS127 Box plug-in was created by modelling the standalone Brilliance Control with an EMI transformer used to connect it to modern consoles. The plug-in features an exaggerated response or ‚transformer effect‘ at some settings, which is due to an interaction between the RS127 and the transformer.
Key Features

* Three plug-in modules: RS127 Rack, RS127 Box and RS135
* EQ curves from vintage Abbey Road hardware
* Exact replication of original design and controls
* Automation and control surface support
* Provided in TDM, RTAS, Audio Unit and VST formats

System Requirements

Pro Tools 7.x or any AU/VST host
Mac OS X or Windows XP
iLok Smart Key and ilok.com account

Preis: 199$
Demo Download

Urteil: Must have!
Kaufen!

TELEFUNKEN M80 – das ultimative dynamische Mikrofon?

telefunken

Telefunken USA haben schon so einige Schmankerln im Programm – seien es die M16/AK47 Großmembranmikrofone oder die Hi-Price U47/ELA 251 Wiedergeburten, das gesamte Programm überzeugt durch fantastischen Klang.
Jetzt gibt es mit dem M80 ein dynamisches Mikrofon, welches die Tugenden eines SM58 (robust, Einstreuungsunanfälligkeit) mit den Vorteilen eines Telefunken verbindet (Klang!). Besonders dank des TAB/Funkenwerk Ausgangstransformators klingen Stimmen groß und kontrolliert, ohne ins Dröhnen zu geraten. Das Mic verträgt zudem eine Menge an Gain, bevor es ins Feedback geht. Selten hat ein Mic auf der Bühne so gut geklungen!

Und das Beste: das Mic wird wohl unter 250EUR kosten!

Wer sich selbst von Qualitäten überzeugen mag, wir haben ein exklusives Vorserienmodell hier, welches wir gern zum Testen herausgeben.

1-2-3-Check,
DasDAS

Neumann TLM 67

Neumann TLM 67

Neumann U67 – wer einmal dieses Mic verwendet hat, dem werden jetzt Tränen in die Augen steigen und unbeherrschte Zuckungen zum Geldbeutel plagen: Neumann re-issued das 67 als TLM (Transformer-less) Version!

The TLM (transformer-less microphone) 67 will be on show at AES Europe alongside the Solution-D microphones, KMD miniature mics, and other products drawn from the Neumann portfolio.

A TLM 67 will be awarded to one entrant in each of the three categories that test participants‘ knowledge of musical history since the mid-20th century. The competition relating to music in the 1950s is already underway at the dedicated 80th anniversary website (www.80yearsneumann.com), with challenges concerning the 1970s and today’s music scene set to open on 2nd June and 1st August, respectively.

„Eighty years of our company’s history also stands for eighty years of famous songs and singers from all over the world using our microphones,“ Neumann Berlin’s president marketing/sales, Wolfgang Fraissinet, says. „We want people to think about their first love songs and songs they liked when they were younger – the kind of things you remember when you think about nice music from within your lifetime.“

Regarding the TLM 67 – making its formal debut at AES Europe – Fraissinet reveals that it „basically has the shape of the old U67 but with a different content. The U67 was a tube microphone, but this new TLM has a special circuit which creates the typical sound of the old U67 tube mic. It also features a special colour so that it can be easily distinguished from a regular U87 or U67, and carries a special metal emblem showing Georg Neumann [to reflect] the company’s 80 years.“

Among the other products on display will be the Solution-D family of digital mics – recently joined by the TLM 103 D – and the KM D series of miniature digital mics.

„It will be a very nice approach for an 80-year-old company to show that it is still looking forward and standing for technological leadership as far as the microphone world is concerned,“ concludes Fraissinet.

Natürlich hat es technisch wenig mit dem Original-67 gemein, so fehlt die Röhre und der der Transformer. Inwieweit das intrigate Kapseldesign sich auch in diesem Mic wiederfindet, ist noch nicht bekannt. Etwas cheezy ist der Georg Neumann Kopf auf dem Mic, der mich an alte Deutschmark erinnert.

Auf www.80yearsneumann.com gibt es drei TLM 67 zu gewinnen – ich bin schon dabei!

Alfred E. Neumann,
DasDAS

Spectrasonics Omnisphere und die Geschichte des Arpeggiators

Omnisphere

Über den gewaltigen Aufwasch, den Spectrasonics zu ihrem Zukunftssynthesizer Omnisphere macht, hatten wir ja schon berichtet. Das aus der mittlerweile vierteiligen Videoserie auch Nutzen über Produktinformation hinaus ensteht, hätte ich nicht gedacht. Die vierte Folge bietet eine feine Geschichte des Arpeggiators von Moog bis Virus, die dank Originalsynths sehr anschaulich und gearslutty ist. Man spürt förmlich das Glück des Moderators Eric Persing, wenn er die Roland Arpeggiatoren spielt.

Tatsächlich bin ich jetzt sehr an Omnisphere interessiert – der kommt sofort auf unsere Demo-Station, wenn denn die Bäume ihre Blätter verlieren.

dudududududididididudududidiid,
DasDAS

via Skyence

Prototyp 1

VuMeter
ETA: Herbst 2008

Das braucht man heute: Highly Liquid Midi Decoder

MPA

Nachdem wir diese Woche schon sehr DIY unterwegs sind, passt diese kleine Brett von Highly Liquid perfekt ins Programm! Mit dem MPA läßt sich alles midifizieren, was Regler hat – ideal für z.B. Voltage Controlled Vintage- Synthesizer!

Applications

  • MIDI control for filter & oscillator circuits
  • MIDI-to-trigger and MIDI-to-DIN Sync conversion

Features

  • 4 x Independent 128-step variable resistance output
  • 8 × 5V digital logic output
  • Control via MIDI notes, controller, program change & other messages
  • Fully programmable via MIDI SysEx command
  • Dual MIDI THRU ports
  • Power and activity LEDs
  • Operates on 7.5-12 VDC from batteries or wall adapter (not included)
  • Regulated 5 VDC output for powering additional circuitry
  • Optional screw clamp terminals for easy external wiring
  • Measures only 76 × 73 mm (3.0 × 2.9″)
  • Fits SERPAC enclosure models 051, 151, 251, 052, 152, 252, 053, 153, 253 (available at Mouser and Digikey)

Midify, Midify-hy me-he!
DasDAS

Via Arne K.

IK Multimedia ARC – Review

ARC

IK Multimedias ARC Raumakustiktool liegt in der Liste der meistnachgefragten Produkte bei uns ganz weit vorn. Jeder möchte wissen, ob es wirklich so einfach funktioniert, wie es beworben wird: einfach einmal Messen, das Plugin auf den Masterbus packen und schon ist Raum aus dem Mixen heraus! Also alle Reflektionen, Moden und stehende Wellen sind verschwunden.

Wir waren skeptisch und insbesondere unser Akustikguru Thomas, der aus Prinzip alle Raumprobleme durch Module und bauliche Veränderungen löst und nie einen EQ zur Raumkorrektur verwenden würde, zweifelte an dem Konzept.

Grund genug für mich, ARC einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der erste Eindruck war positiv: in der etwas überdimensionierten Box fanden sich neben der Installations-CD eine ausführliche Anleitung und ein gutes Messmikrofon. Letzteres soll sich auch für Aufnahmen eignen, doch da ich unsere Testversion gleich wieder weitergeben mußte, kann ich dazu keine Aussage treffen. Die Anleitung gibt mehrere mögliche Messpositionen vor, die sich für große Regien, Kinos und das Homestudio eignen. Amüsant ist der Vorschlag, für die Klientencouch Messungen durchzuführen, die dann als Extra-Preset zu speichern und dann zum Vorführen umzuschalten. In der Theorie eine gute Idee, doch will ich wirklich meine Klienten wissen lassen, dass die Raumakustik in meinen Studio suboptimal ist? Da mein (bis auf ein Bücherregal im Rücken) akustisch unbehandeltes Heimstudio mit 13m2 den meisten Homerecording-Bedingungen entspricht und so einige Probleme im Bassbereich aufweist, wählte ich die Messposition für kleine Regien. Die Messungen an sich gingen schnell und problemlos vonstatten und waren innerhalb einer halben Stunden erledigt. RTFM und Konzentration sind allerdings Pflicht, da Fehler, die bei den Messungen entstehen, sich später nicht korrigieren lassen. Schönerweise (oder eher schrecklicherweise) konnte ich die störenden Überhöhungen im Raum bei den durchlaufenden Frequenzsweeps deutlich wahrnehmen.

Nach der Durchführung von 30 Messungen in einem Radius rund um meinen Regiestuhl bekam ich einen leider etwas kleinen und optisch sehr gemittelt wirkenden Frequenzkorrekturplott, der neben den offensichtlichen Schwächen im Bassbereich für mich überraschende Korrekturen im Mittenbereich zeigte. Das Programm bietet die Möglichkeit, ein Lautsprecher Icon zur besseren Erinnerung an das Preset zu wählen, wobei das erste vorgeschlagene genau meinen ADAM P11 entsprach – nur Zufall? Jedenfalls war ich mehr als gespannt, wie denn mein aktueller Mix (Elektro-Pop) mit den Raum-Korrekturen klingt.

Schnell Cubase 3 geöffnet, den Mix einmal ohne ARC Plugin abgespielt, dann das Plugin auf den Masterbuss gelegt und mein Messpreset aufgerufen – und erstmal befremdet sein. Wegen der massiven Absenkugen bei 160 und 230 Hz wirkte der Mix zunächst kalt und distanziert. Doch plötzlich hörte ich in den Gitarren störende Klingelfrequenzen und im Zusammenspiel Bassdrum-Bass eine Überlagerung, die sich jetzt schnell beheben lies. Nach mehrmaligen hin-und herswitchen bemerkte ich, was die Raumkorrektur alles macht: der Bassbereich wirkt aufgeräumter, die Mitten sind linearer und „Ausreißer“ lassen sich sofort erkennen. Nachdem ich die Korrekturen am Mix durchgeführt hatte, nahm ich das Plugin aus dem Bus und machte einen Mixdown. Der direkte Vergleich der Mixe vorher und nachher zeigte, das der Mix unter Zuhilfenahme des ARC ausgewogener Klang und sich im Club auch lauter drehen lies, ohne zu Klingeln oder zu Dröhnen.

Fazit: ARC ist jetzt bei mir im Dauereinsatz, wobei ich es erst während der Mix-Phase einschalte und dann auch immer wieder hin-und herswitche, als wäre es ein zweites Paar Boxen. Das liegt auch daran, dass ich seit Jahren an meine Boxen und den Raum gewöhnt bin und ihren Klang weitestgehend kenne. ARC ist aber ein hervorragende Mixhilfe, die mich wesentlich schneller zum Ergebnis kommen läßt. Definitiv eine Empfehlung für Projekt-und Homestudios!

Kaufen!

DasDAS

P.S.: Wer ARC bei sich ausprobieren möchte, kann gerne unsere Testversion ausleihen – damit läßt sich 14 Tage ausprobieren, was das Programm alles leistet. Ich mochte es nicht wieder hergeben.