Archiv der Kategorie 'Pimp your Studio'

Das Blog, das das neue DAS Blog ist.

Ja, richtig gelesen!
Es gibt ein neues DAS Blog – in Zukunft findet ihr dort den alltäglichen Wahnsinn aus der Pro-Audio-Welt und deren Umfeld. Neuer Server, neues System, neues Design, Facebook-Anbindung und und und…es wird heiß!

Als Eröffnungs-Special haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht: Das SpektaKEL – den ultimativen Mikrofon Group Buy.
Das SpektaKEL

Durch den Umzug über ca. 500 Versionen war unsere Datenbank leider nicht so recht kompatibel, deshalb haben wir nur mal die letzten wichtigen Einträge mit in das neue Blog genommen – aber, keine Angst, dieses Blog hier bleibt bestehen! Wer also gerne in älteren Posts stöbern möchte, kann das hier nach wie vor tun.

Wir sehen uns drüben!

Pimp your Studio : Die Last mit der Impedanz

pimp
Aus allgemeinem Anlass mal ein paar Worte zum Thema Impedanz und den damit verbundenen Problemen. Immer wieder kommen einem zu dem Thema haarsträubende Halbwahrheiten und gnadenloser Nonsens zu Ohr, sei es in Internetforen, auf Messen oder im Bus. Zeit, damit aufzuräumen und über ein paar Fakten zu sprechen:

Impedanz ? Was ist das ?
Als Impedanz bezeichnet man den Wechselstromwiderstand einer elektrischen Schaltung. In manchen Zusammenhängen ist auch von Innenwiderstand die Rede, das ist aber bei Audio nicht korrekt. Es ist dabei egal, ob die Schaltung aus einem oder mehreren Bauteilen besteht und auch ob sie aktiv oder passiv ist. Sofern die Schaltung einen elektrischen Ein- und Ausgang besitzt wird zusätzlich zwischen Eingangs- und Ausgangsimpedanz unterschieden. Impedanzen werden in Ohm angegeben. Zu allem Überfluss werden, wenn zwei Schaltungen miteinander verbunden werden die Worte Eingangsimpedanz und Ausgangsimpedanz gerne durch Quellimpedanz und Lastimpedanz ersetzt. Zusammenfassend: Die Eingangsimpedanz ist der Widerstand auf den das Audiosignal trifft wenn es die Schaltung „betritt“. Der Ausangswiderstand ist der Widerstand der direkt mit der nachfolgenden Schaltung verbunden wird. Wenn man das Wort „Schaltung“ durch „Gerät“ ersetzt wird das ganze plastischer.

Spannungsanpassung Vs. Leistungsanpassung
Es gibt zwei Möglichkeiten elektrischen Strom von A nach B zu befördern. Entweder man legt Wert auf die Leistung oder man legt Wert auf die Spannung. Im Audiobereich legt man wert auf die Spannung, da sich diese analog zu dem Schallereignis verhält um das es ja schließlich geht. Deswegen findet die Übertragung als Spannungsanpassung statt. Das bedeutet : Die Impedanz der Quelle (A) muss wesentlich kleiner sein als die Impedanz des Empfängers (B). Diese Kombination sorgt dafür das die Quelle nicht sehr stark belastet wird, was zur Folge hätte das die Spannung zusammenbrechen würde. Klingt jetzt schizophrehn ist aber so. Man könnte denken das „weniger stark belasten“ heißt man müsste im Empfänger eine möglichst kleine Impedanz haben. Ist aber genau umgekehrt: Kleine Impedanz des Empfängers = Quelle wird satrk belastet. Große Impedanz des Empfängers = Quelle wird leicht belastet. Ist ja dann auch doch wieder logisch wenn man bedenkt das wir uns mit sinkendem Widerstand dem Kurzschluss nähern und den hat ja niemand gern.

Wer jetzt behauptet das die Ausgangsimpedanz gleich der Eingangsimpedanz sein muss, der redet von Leistungsanpassung. Das hat nichts, aber auch rein gar nichts mit analoger Audiotechnik zu tun, wird aber trotzdem in zig Foren kolportiert. Leistungsanpassung braucht man bei langen Signalwegen (lang = Kilometer) und bei HF (z.B. Radio). Die gesamte Nachrichtentechnik lebt davon. Da Audiotechnik aus der Nachrichtentechnik entstand, galt das Prinzip der Leistungsanpassung hier einen Moment lang auch, wurde aber irgendwann abgesägt, als man festellte das die Kabelwege im Tonstudio nicht sehr lang sind. Im modernen Tonstudio begegnet einem die Leistungsanpassung nur noch bei digitalen Verbindungen, das ist nämlich auch HF. Da müssen dann Eingangs- und Ausgangsimpedanzen, sowie die Wellenwiderstände der Kabel alle gleich sein.

Praxis
Wenn wir unsere Quelle zu stark belasten (d.h. also die Lastimpedanz klein machen)beeinträchtigt das wie gesagt die Spannung, sprich unser Audiosignal . Diesen Effekt nennt man Dämpfung. Da die Spannung in unserem Fall ein Audiosignal ist entspricht die Dämpfung einem Lautstärkeverlust.

Beispiel:
Wir schließen ein dynamisches Mikrophon an einen Preamp an. Das Mikrophon hat eine Ausgangsimpedanz von 200 Ohm. Wir nehmen einen Preamp mit 2000 Ohm Eingangsimpedanz. Die Formel erspare ich Euch hier mal, das Ergebnis ist 0,82 dB Dämpfung. Da geht also schon fast ein ganzes dB über den Jordan. Hört sich viel an, aber ohne Verluste kann man leider kein Signal übertragen. Schrauben wir die Eingangsimpedanz unseres Preamps mal herunter: 1000 Ohm ergeben 1,58 dB Dämpfung, 600 Ohm würden 2,49 dB verdampfen lassen. Da wirds dann schon eklig. Ganz los wird man den Effekt nie, selbst bei 100.000 Ohm Eingangswiderstand ist noch eine Dämpfung messbar. Man kann den Eingangwiderstand auch nicht beliebig anheben, da bekommt man dann andere Probleme. Faustregel: Die Eingangimpedanz muss mind. 10x höher sein als die Ausgangsimpedanz. Das ergibt zwar nach meinem Beispiel einen Verlsut von 0,82 dB – aber was soll´s. 200 Ohm sind typisch für dynamische Mikros. Kondensatormics haben eher zwischen 50 und 150 Ohm.

Warum haben denn viele Micpres neuerdings wählbare Eingangsimpedanzen ? Keine Ahnung. Na ja die Dämpfung über die ich eben berichtet habe ist nicht für alle Frequenzen gleich (das liegt daran das auch die Impedanz an sich frequenzabhängig ist), das heißt wenn man die Impedanz am Micpre runterschaltet ändert sich auch der Frequenzgang des Mikros. Es wird muffig. Wer das gut findet kann sich den Effekt natürlich zu nutze machen. Bei Line-Verbindungen ist das alles fast genauso, die typischen Ausgangsimpedanzen sind andere (50 – 75 Ohm, HIFI auch gerne 150 Ohm). Endstufen haben Ausgangwiderstände im Bereich von 0,1 Ohm – entsprechend niedrig sind die Impedanzen der Speaker : 4, 6, 8 oder 16 Ohm. An die Ausgänge der Verstärker schreiben die Hersteller gerne die optimale Impedanz der anzuschließenden Boxen dran. Also nicht verwirren lassen. Gitarren: kritisch, stark schwankend und noch viel extremer von Frequenzen abhängig, Pickups sind archaische Bauteile. Deswegen gibt es Hochimpedanzeingänge (Hi-Z) dafür, geht los bei mehreren zehntauend bis millionen Ohm (kOhm und MOhm), Nachteile : mehr Rauschen, HF-Einstreuungen (sprich: Radio). Geht aber nicht anders, ausser mit aktiven Pickups aber das will ja auch wieder keiner.

Glossar
Da das meiste Equipment aus dem englischsprachigen Raum kommt, oder zumindest so tut als käme es da her, hier noch ein paar Übersetzungen:

Low-Z = Low Impedance = kleiner als 600Ohm
Medium Impedance = 600Ohm – 10.000Ohm (10.000Ohm = 10kOhm)
Hi-Z = High Impedance = höher als 10.000 Ohm

Impedance Matching = Leistungsanpassung
Impedance Bridging = Spannungsanpassung

guten abend,
Arne

Die Wahrheit über Plug Ins !

Oszi
Die Wahrheit über Plug Ins ? Na ja nicht wirklich aber ein ganz interessanter Ansatz um sich mal vor Augen zu führen was da so alles passiert im Rechner.

Anlass ist dieser Artikel auf Gearslutz.com. Der ist zwar schon etwas älter aber das macht ihn nicht minder interessant. Was geht da vor sich ? Ein Kollege hat sich mal einen VST-Signalgenerator plus VST-Analyser besorgt und einige Plug Ins auf Herz und Nieren geprüft. Warum auch nicht, im richtigen Leben machen die einschlägigen Audiomagazine das mit der Hardware ja auch. Der Mann fand in seinen Messergebnissen diverse Anhaltspunkte die in der dann folgenden Diskussion als Pro/Contra zu bestimmten Plug Ins oder zu Software vs. Hardware im Allgemeinen gehandelt wurden. Vorab sei gesagt das das dort keine wissenschaftliche Betrachtung ist, die Messmethoden sind grenzwertig. Allerdings hat der Autor auch keinen anderen Anspruch erhoben. Der Thread ist riesig und ich will ihn hier nicht wiedergeben sondern nur kommentieren und zwar grob. Wer sich alles durchließt kann die Kernaussage auf drei Punkte runterbrechen:

1. Manche Plug Ins erzeugen harmonische Oberwellen
2. Manche Plug Ins erzeugen sog. Seitenbänder
3. Manche Plug Ins haben mit Aliasing zu kämpfen

Was lernen wir daraus ?
Harmonische Oberwellen werden von den Entwicklern mit Absicht eingebunden. Der Grund ist einfach: Das ganze klingt „echter“, „lebendiger“ bzw. falls es sich um ein nach einem realen Vorbild gemodelten Plug In handelt wird dessen Verhalten mehr oder weniger exakt nachgebildet. Gerade das hinzufügen von harmonischen Oberwellen ist oftmals eine wesentliche Eigenschaft der beliebten Klassiker.

Zweitens, die Sache mit den Seitenbändern: dabei handelt es sich um Signale unterhalb und oberhalb des eigentlichen Nutzsignals die durch Modulation der Amplitude entstehen. Fachchinesisch, aber ich versichere Euch das will man nicht haben, es sei denn man bastelt sich gerade einen Radiosender. Schlampig programmiert könnte man jetzt sagen, ist aber nicht so. Eher Fehlbedienung. Die Messsignale werden im Beispiel oft durch Kompressoren mit wahnsinnig schnellen Attackzeiten gejagt – Ergebnis ist das die Wellenform verbogen wird. Dadurch kommen die Seitenbänder zustande. Unangenehmer Effekt, klingt nicht schön. Wer die Sache etwas ruhiger angehen läßt kann das vermeiden.

Bleibt noch das Aliasing. Produziert das Plug In viele Oberwellen und/oder hat man auch noch die Seitenbänder am Hals kann das übel ausgehen. Laut Dr. Nyquist (schlauer Mann und Physiker) muss in einem digitalen System die Samplefrequenz doppelt so hoch sein wie die höchste zu verarbeitende Frequenz des Nutzsignals. Also ist bei 44.1kHz dann Schluss bei 22.05 kHz. Alles was darüber liegt wird leider vom System nicht automatisch ignoriert sondern taucht in Form einer Teilfrequenz wieder im Nutzsignal auf. Mit Pech sind unsere netten analogen Oberwellen und die schlampigen Seitenbänder dann am Start und verhageln uns das Signal. Klingt extrem mies, wer die Anfangszeit der digitalen Welt noch miterlebt hat kennt den Effekt. Eklig. Vermeiden können den Effekt eigentlich nur die Entwickler, die sollten eigentlich sicherstellen das die Software auch auf 44.1KHz vernünftig funzt. Der Anwender kann sich im Falle des Falles noch in 88.2 kHz oder höher flüchten mit allen Nachteilen wie mehr CPU-Last, höhere Speicherbedarf. Ist aber eh praxisfremd wenn man gerade anfängt zu mixen und alles schon im Kasten ist. Oder man verzichtet von vornherein auf Plug Ins die viel Oberwellen-Action machen, was aber auch langweilig sein kann, da steriler. Der Punkt das Softwarehersteller das Aliasingproblem auch schon in der Entwicklung beseitigen können wird im Übrigen mit höherer Rechenleistung und allerhand Filtern erkauft. Ersteres nervt den Anwender durch schlechtere Performance des Rechners, letzteres kann zu anderen nicht minder üblen klanglichen Problemen (Phasengang, Verzerrungen) führen.

Was nun ? Alles Mist ? Nein. Jedes Verfahren der Audiobearbeitung hat seine Vor- und Nachteile. Man kann nicht etwas bekommen ohne etwas dafür zu geben (das kann nur das Finanzamt), alles ist in der Summe ;-) immer ein Kompromiss.
Das gilt im Übrigen auch für analoge Hardware – die Probleme sind dort nur ganz andere. Was hilft ist die Ohren aufzusperren, öfter mal Bypass zu drücken und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Ausserdem sind Messungen auch immer nur die halbe Wahrheit.

Bis denne
Arne

5 Fakten zu Kabeln und Steckern

Pimp

Pimp your Studio! Immer wieder tauchen Fragen auf zu grundsätzlichen Überlegungen: was unterscheidet Gerätetyp A von Gerätetyp B, welche Specs sagen was aus, welche nicht. Was ist sinnvoll und was ist Voodoo ? Es soll hierbei nicht um wissenschaftliche Betrachtungen mit all Ihren Formeln gehen, sondern um handfeste, erprobte Tipps zum Thema Studiotechnik. Heute: Kabel und Stecker.

1. Goldkontakte in Steckern und Buchsen

Klanglich gesehen keine Verbesserung. Obwohl Gold elektrischen Strom besser leitet als das normalerweise verwendete Nickel ist ein Unterschied weder mess- noch hörbar. Großer Vorteil allerdings : Gold oxidiert nicht, Nickel schon. Oxidierte Kontakte verursachen Störungen in Form von Geknister oder Ähnlichem. Gute Nickelstecker halten zwar lange, Goldkontakte dagegen nahezu ewig. Haken : Man sollte die beiden Typen nicht mischen. Das Ergebnis ist Kontaktkorrosion, die immer auftritt, wenn ein edles auf ein unedles Metall trifft. Die Goldkontakte bringen Ihre Nickel-Kollegen schnell in Verlegenheit, so dass letztere sich langsam auflösen.

Fazit: Wer gerne in haltbare Ware investiert, greift zu Gold. Klangliche Vorteile sollte man aber nicht erwarten

2. Sauerstofffreie Kabel (OFC-Cables)

Ok – das ist ein HIFI-Klassiker. Allerdings sichte ich ab und an schon Profi-Kabel die mit dem Branding OFC werben, teilweise mit fiesen Aufpreisen (es gibt zum Glück auch Ausnahmen). Was soll das ? Die These ist, dass Kabel, welche in den meisten Fällen aus Kupferdrähten hergestellt werden, zum Oxidieren neigen, sollten sie Sauerstoff enthalten.
Chemisch gesehen einleuchtend – wo ist das Problem ? Es entsteht Kupferoxyd. Jetzt muss man noch wissen, dass aus Kupferoxyd Halbleiter hergestellt werden, Bauteile die unter anderem dazu eingesetzt werden, um Wechselstrom in Gleichstrom umzuformen. Audiosignale sind Wechselstrom und die Wellenform wird übelst beschnitten, wenn sie innerhalb einer elektronischen Schaltung auf einen Halbleiter trifft. Verzerrer leben von diesem Effekt . Aber Kabel?? Es wird behauptet, dass durch das Vorhandensein von Sauerstoff im Kabel sich dort über kurz oder lang ein Haufen Halbleiter bilden würden, die zu Verzerrungen führen. Beweise gibt es keine. Niemand hat es je geschafft, ein Kabel zu präsentieren welches Verzerrungen produziert. Kabel können tatsächlich schlechte klangliche Eigenschaften haben, Verzerrungen gehören aber nicht dazu. Wenig bekannter Vorteil von OFC ist allerdings, daß das entsprechende Kupfer mechanisch stärker belastbar ist. Wer oft auf seinen Kabeln herumtrampelt oder diese auch sonst schlecht behandelt, kann profitieren. Länger haltbar sind OFC-Kabel theoretisch auch noch.

Fazit: klanglicher Effekt gleich Null. Wenn es nicht unverschämt teuer ist oder man die Kabel auf der Bühne benutzt wo oft Leute
drauftreten kann man es mitnehmen. Ansonsten kann man sich den Aufpreis sparen

3. Markenstecker Vs. No-Names

Wir empfehlen gerne Stecker eines bekannten liechtensteiner Herstellers. Das machen wir nicht, weil der uns regelmäßig einen Müllwagen voll Geld vor die Tür stellt oder weil die klangliche Qualität in irgendeiner Form besser wäre als bei No-Names. Trifft beides nicht zu. Mechanische Qualität ist der Punkt. Ich bekomme regelmäßig Geräte zur Reparatur in deren Klinkenbuchsen abgerissene Köpfe von Billigklinken stecken. Wir sind immer wieder in Studios, die mit rätselhaften Störungen kämpfen – verursacht durch miese Stecker. Markenstecker sind teilweise um ein Vielfaches teurer, allerdings spart der Anwender auf lange Sicht bares Geld für Servicetermine / Reparaturen, die schlicht vermeidbar sind.

Fazit: Billig ist am Ende oft teuer

4. kryogenische Superkabel

Klingt unheimlich nach Science Fiction, ist aber Realität! These : Die Molekularstruktur des Kabelmaterials wird per Kryogenik (Buzz-Word für Einfrieren) verdichtet und „geordnet“, was die Leitfähigkeit erhöhen soll. Toll. Die Leitfähigkeit von Metallen ist tatsächlich temperaturabhängig, doof nur das das Material sich das nicht merken kann. Taut man das Kabel wieder auf ist alles wieder beim Alten. Und selbst wenn dem nicht so wäre, bei einem Kupferkabel haben wir es mit Widerständen im Milliohm-Bereich zu tun. Das verändert sich beim Einfrieren auch entsprechend nur im Milliohm-Bereich. Wo da der klangliche Vorteil liegen könnte ist unklar bzw. nicht beweisbar.

Fazit: Utter Nonsense !

5. optimierte Kapazität

Wann immer sich zwei stromführende Leiter zu Nahe kommen, benehmen sie sich wie ein Kondensator. Nicht immer ist das erwünscht, es läßt sich aber auch nicht vermeiden.
Kondensatoren als solche können zur Dämpfung von hohen Frequenzen eingesetzt werden, z.B in Filtern oder EQs. Im Kabel will man das natürlich nicht haben. Wie sehr sich ein Kabel so verhält, kann man messen, das Ergebnis wird in PikoFarad (pF) ausgedrückt. Je höher die Kapazität desto mehr können hohe Frequenzen vom Kabel geschluckt werden. Die Länge des Kabels spielt auch eine Rolle ebenso wie die verwendeten Quellen und Empfänger. Alles was mit sehr niedrigen oder sehr hohen Impendanzen betrieben wird ist generell anfälliger für diesen Effekt. Gitarre an Verstärker oder Mikrophon an Preamp sind die Hauptopfer. Alles was mit Line-Pegel arbeitet weniger. Es lohnt sich klanglich wirklich sehr bei Mikrophon- oder Gitarrenkabel auf niedrige Kapazität und kurze Wege zu achten. Niedrige Kapazität ist bei den meisten Kabelherstellern leider keine Selbtsverständlichkeit, viele Hersteller geben diese wichtige Spezifikation noch nicht mal an. Es geht auch anders und ist auch nicht unbezahlbar.

Fazit: Für Gitarren und Mics wirklich von Vorteil. Sinvolle Investition.