Archiv für Oktober 2010

Moving Fader Shaker

Shake it like a fader automation 01V!
DasDAS via Erik H.

D.A.S. Installation: Studio Hamburg Post Production – Konsole Galore

Studio Hamburg

Wir freuen uns mit Christoph Metke und Matthias Plischke, sowie dem gesamten Studio HH Post-Team über die Inbetriebnahme der zweiten Euphonix System 5 MC.
Nach Studio 2 ist jetzt auch die grössere Regie 1 mit einer 48 Fader S5MC für Film / Kino / Surround und TV ausgestattet.

Studio Hamburg Euphonix

Mehr zu Euphonix und unseren Installationsangeboten erfahrt ihr hier.

Brainworx bx_XL, oder: Das neue LAUT

Zugegeben: Als ich den ersten Teaser-Text in der Anzeige für Brainworx neuen M/S Limiter bx_XL gelesen habe, musste ich erst einmal schmunzeln.

bx_XL is a low latency M/S mastering limiter. Its main purpose is to help you get your mixes loud and clear. “As loud” as any major label production and less “squashed” (aka distorted) than many of them.

Da der Sieger des „Loudness War“ scheinbar immernoch nicht fest steht und die Truppenzentrale kürzlich bemerkt hat, dass man über die Mid/Side-Flanke auch noch zu wenige Angriffe gestartet hat, steht Brainworx damit nicht allein auf dem Schlachtfeld – Mid/Side-Bearbeitung scheint (wieder) in Mode zu kommen – und das nicht nur auf Software-Basis.

Nun, heute ist mal wieder Software dran, weil ich gemütlich auf einen Tee (Earl Grey) vor Cubase sitze und mein E-Mail Client mich anschreit, dass nun doch schon seit einer Minute eine E-Mail von Brainworx ungeöffnet im Postfach liegt – Oje, schnell – ich könnte ja was verpassen. Es folgte das oben beschriebene Schmunzeln und gleich darauf der Download der freien Public Beta des bx_XL. Das PlugIn ist nach der Installation auch OHNE iLOK 14 Tage voll nutzbar. Sehr schön!

Der erste, subjektive Eindruck meinerseits: Hellyeah!
Da ich mehr aus der elektronischen Ecke komme, zähle ich mich zu den Menschen, die getrost mal ein hämisches Grinsen aufsetzen dürfen, wenn sich in der Nähe diese kleinen Loudness War Diskussionsgrüppchen bilden. Nicht, dass ich die Problematik nicht verstehen würde, aber ich behalte mir vor, harte Kompression und rechteckige Wellenformen auch mal als Stilmittel einzusetzen, wenn’s passt. Nun gut, nicht abschweifen, Jochen – weiter geht’s.

Das Interface:

Brainworx bx_XL

Der bx_XL kommt, wie alle Brainworx PlugIns im dunkelgrauen Metall-Look daher, auch Potis, Buttons und Meter kennt der Brainworx-Nutzer schon – zu Hause!
Ich gehe mal von oben nach unten durch: Wir finden oben eine Leiste mit mehrere Buttons für Grundfunktionen – sehr nützlich sind hierbei ein „Undo“– und „Redo“-Button, welche übrigens 32 Steps im Speicher behalten, und die Labels „A“ bis „D“ für das Speichern von vier verschiedenen Settings zum Vergleich.
Gleich darunter neben dem Firmenlogo findet sich eine Metering-Sektion. Vier „beleuchtete“ Anzeigen im Analog-Look kümmern sich (1) um die Balance zwischen tiefem und hohem Mittensignal (Mid Lo/Mid Hi), (2) um die Balance zwischen Mitten- und Seitensignal allgemein, (3) um die Phasenkorrelation und (4) die Balance Links/Rechts – Ergo: Alles da!

Im Weiteren ist der bx_XL vertikal in fünf Spalten geteilt, die sich wie folgt zusammen setzen:

01 Mid Lo & 02 Mid Hi
Der bx_XL trennt das eingehende Signal nicht nur in die Mitten- und Seitenanteile, sondern trennt auch noch automatisch das Mittensignal in „Mid Lo“ und „Mid Hi“, also tiefe und höhere Frequenzanteile. Jedes „Band“ kann somit individuell limitiert werden. Hierzu stehen jeweils neben drei Potis für Attack (0,1ms – 1,5ms), Release (0,1ms – 999ms) und XL-Modus (Zumischen von k3 und k5 / Sättigung) die Buttons „Active“ (Bypass), „Solo“, „Fader Link“ (Verbindet die Fader für Threshold und Gain Boost entgegengesetzt) und „Sidechain“ (Aktiviert den Sidechain für den jeweiligen Kanal).
Unter den beiden Mid-Kanalzügen findet sich noch ein Regler für die Crossover-Frequenz der beiden Mitten-Anteile und der von Brainworx in mehreren PlugIns verbaute, sehr praktische „Mono-Maker“, welcher unter der eingestellten Grenzfrequenz alle Signale in Mono wandelt.
Der LED-Meter zeigt für jedes Band jeweils In- und Output und läasst dazwischen noch ein wenig Platz für die Anzeige des Triggersignals bei aktiviertem Sidechain. Praktisch!

03 Side
Der „Kanalzug“ für das Seitensignal gleicht denen der Mittensignale. Darzunter befindet sich noch eine kleine Kiste für die Sidechain-Funktion, welche sehr durchdacht aufgebaut ist. Zunächst haben wir einen Fader, welcher an zwei Auswahlfelder gekoppelt ist – in der Abbildung mische ich mir also ein Sidechain-Signal aus „Mid“ und „Side“, wobei das Mischungsverhältnis bei 66% Seite und 33% Mitte liegt. Das Schöne: Ich kann für jedes der beiden Signale folgende Parameter definieren: Mid Lo, Mid Hi, Mid, Side, Ext. – Unbegrenzte Sidechain-Freude vom leichten Absenken der Gitarre durch die Snare bis zum pumpenden Synthbass ist alles drin.

04 Master
Vor der Master-Sektion werden die bearbeiteten Einzelsignale intern wieder zu einem L/R Signal zusammen gemischt. Als Einstellungen bleiben ein globaler „XL-Regler“ inkl. Bypass, welcher als Remote für alle drei vorigen Sättigungsregler der Einzelsignale gilt, ebenso ein globaler Gain-Boost und ein globaler Threshold. Außerdem Solo-Buttons für L, R, M, S und Sidechain-Signal und einen Auto-Solo, welcher auf Mausklick den gerade in Bearbeitung befindlichen Kanal Solo schaltet, bis die Maustaste losgelassen wird – Für mich extrem praktisch.
Das Meter zeigt übrigens für Links und Rechts Peak, RMS und Dynamic Range nach Limiter gleichzeitig an.

05 I/O & Summing Amp
Die letzte Spalte gehört zum einen den wenigen nötigen Input-Settings inklusive Gain für jeweils L und R plus Link-Funktion und Panning für Mid- und Side-Signal und zum anderen dem „Summing Amp“, welcher für die Rückwandlung der M/S-Signale in ein L/R-Signal zuständig ist. Dieser kommt auch mit nur zwei Reglern, für Mid-Gain und Side (Width) aus. Wer es also gerne breit hat, kann hier nochmal auf die Kacke hauen.
Zu guter letzt hätten wir noch den Master Out-Regler, welcher das Signal aus der Master-Sektion nochmals um +-6db zu regeln vermag – manchmal wurd ja gerne auf 0db limitiert und danach auf -0,2db reduziert, um nochmals 100%ig sicher zu gehen, dass nichts clippt und knackt.

So, damit haben wir das Interface abgehakt, meine subjektiven Eindrücke vom Sound sind immernoch sehr sehr gut, gewohnt gute, Langenfelder Programmierarbeit. Ich gehöre somit zu den Leuten, die lange auf genau dieses Tool gewartet haben und warte nunmehr in den kommenden 11 Tagen auf eine E-Mail mit dem Preis für dieses Schätzchen – VÖ ist am 20.10.2010.

Update: Einführungspreis 199,00 Euro / Brainworx-Kunden 149,00 Euro. Fein!
Mark your calendars!
Das Madi

Pro Tools HD Native

PTHD

Gerade hat uns folgende Ankündigung erreicht:

Introducing Pro Tools|HD Native

Get the same trusted toolset, powerful workflows, and unrivaled audio quality of Pro Tools|HD now in a completely native PCIe-based solution, running off the power of your host CPU. With the new Pro Tools|HD Native, you can create, record, edit, and mix music or sound for picture with better performance, reliability, and lower latency than any other native DAW. Tackle bigger projects with up to 192 tracks and 64 channels of I/ORecord, edit, and mix with ease using Pro Tools®HD software. Achieve the ultimate in audio quality with aPro Tools HD Series interface. Get exceptionally low latency, Automatic Delay Compensation, surround mixing, and moreUse Pro Tools or third-party DAW software with your hardware for more flexibility

Wenn es mehr zu Preisen und Verfügbarkeiten gibt könnt ihr hier davon lesen.

Die neue Native-Version wird ab dem 05.11.2010 zum Preis von 3.547,- EUR (UVP inkl. MwSt.) erhältlich sein. Ein Bundle bestehend aus Pro Tools HD Native und Pro Tools HD OMNI I/O soll 6.070,- EUR (UVP inkl. MwSt.) kosten.

Grüße
DasStef

Reactable Mobile für iPad und iPhone

Reactable

Nach zahllosen Nachahmern gibt es jetzt den Original Reactable als iPad/iPhone App. Was im Original mit Hilfe verschiedener Würfel auf einem großen Tisch an Klang entstand, wird hier mittels der Touchoberfläche in den zweidimensionalen Raum überführt. Und so geht’s:

Ich hab mir die App gezogen und werde gleich mal damit rumspielen! Mehr dann hier in Kürze.
Tabledancing,
DasDAS

Lucidity – das Video des Jahres

Normalerweise zeige ich hier keine Musikvideos, die „regulär“ sind (also keine Muppets enthalten), doch das Video zu Lucidity von Tame Impala ist so fantastisch, das es hier sein muss. Eine Kamera wird an einen Wetterballon gehängt und ins All geschickt, während die Band den Song videofaked. Klingt unspektakuär, ist es aber nicht. Unbedingt bis zum Ende ansehen, das ist ganz ganz groß!

Freu,
DasDAS