Review: Echo Audiofire 4 im Dauertest

Audiofire 4

Seit zweieinhalb Jahren hat mich Echos Audiointerface Audiofire 4 quer durch die Republik begleitet und mir treue Dienste bei Produktionen und Liveauftritten geleistet. Es zählt für mich nach dieser Zeit zu den besten und problemlosesten Interfaces in der Klasse unter 300EUR. Hier ist wieso:

1. Tourtauglichkeit

Eigentlich zu hübsch um stabil zu sein, hat mich gerade die Tourtauglichkeit überrascht: ich habe das Audiofire meist ohne Case in den Rucksack geschmissen, in Bierpfützen fallen lassen, Kerzen draufgestellt (Romantik pur) und generell sehr schlecht behandelt. Das Gerät nahm alles hin und war dank seines äußerst geringen Gewichts ein unauffälliger Begleiter. Die dicken symmetrischen Klinkenausgänge sind zwar nicht Neutrik, doch bleiben auch nach zweieinhalb Jahren stabil. 100 Roadie Punkte!

2. Klangqualität

Die Qualität der AD/DA Wandlung ist sehr gut und on par mit dem Allroundchampion, dem RME Fireface 400. Der Klang bleibt im Studio und auch an großen PAs druckvoll und ausgewogen. An der reinen Wandlung gibt es also nichts zu meckern. Die Preamps klingen bei leichter Verstärkung und an Kondensatormikrofonen noch unauffällig bis ok, doch gain-hungrigere Mikrofone wie das Sennheiser 441 oder ein SM 57 bleiben vergleichsweise matt und langweilig. Hier ist ein externer Preamp Pflicht, was das Straßengewicht natürlich erhöht. 100 Vovoxkabel für die Wandlung, ein Packen Drähte für die Preamps!

3. Treiber

Sehr stabil, keine Soundkarten-verbundenen Crashs sowohl auf PC als auch Mac, doch man sollte keine Latenzwunder erwarten. Hier kann ein Fireface wesentlich mehr. 50 Bufferpunkte!

4. Zusammenfassung

Ein tolles Interface für Recording und Wiedergabe mit stabiler Funktion auch im Livebetrieb, dass ich in jedes Roadsetup dank solider Anschlüsse und robuster Bauweise gut einpasst. Wem die Anschlüsse reichen, dem sei es hiermit herzlich empfohlen!
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