Archiv für September 2010

Review: Native Höhen/Boost EQs

Siemens Sitral

Als ich das erste Mal einen Siemens Sitral EQ auf einer Akustikgitarren-Subgruppe gehört habe, war mir klar, was mit dem Techniker-Schnack von „da geht die Sonne auf“ gemeint ist: durch einen ordentlichen Höhenboost bekommt das Signal eine ganz andere Präsenz und Schimmer, ohne scharf oder schneidend zu wirken. In der Welt der DAWs hab ich schon seit langem verschiedene EQs ausprobiert, um diesen Effekt, der mit guter Hardware (z.B. Brent Averill oder Neve) leicht zu realisieren ist, nachzubauen. In Ermangelung einer UAD-Karte habe ich mich auf native Plugins (AU und VST) beschränkt und hatte immer mal wieder einen Favoriten, doch nichts, was mich wirklich begeistert hat. Deswegen nahm ich mir jetzt die Zeit, einen großen Vergleichstest zu machen, um endlich den für meine Ohren besten nativen Boost-EQ zu finden.

Der Test

Im Test waren das Abbey Road Brilliance Pack, Softube Passive EQ, URS Channel Strip Pro, PSP MasterQ, Stillwell 1973 und der Tritone Digital ClassicTone PEV. Als Testmaterial dienten mir Aufnahmen (Klavier, Drums, Male Vocals) aus einer aktuellen Produktion, die ich hier leider aus rechtlichen Gründen nicht publizieren kann. Das Analyseinstrument meiner Wahl waren meine Ohren und das Levelmeter, damit ich nicht vom „lauter ist besser“ Effekt beeinflußt wurde. Also, alles rein subjektiv, keine Analyzer, kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Bei allen EQs habe ich zuerst getest, was ein Boost von 8dB bei 10KHz (oder vergleichbare Werte, einige Plugins bieten diese Option nicht an) mit dem Signal macht, bevor ich mich an das Mittenband bei 4-5KHz mit 8dB heranwagte. Wie gesagt, es geht hier nur um „Sweetening“, die Veredlung eines Signals und die Präsenzanhebung. Der MasterQ und der Channelstrip Pro sind noch weitaus umfangreicherer Werkzeuge mit einem breiteren Anwendungsfeld, das hier unter den Tisch fällt.

Wie klingt’s?

Stillwell 1973

Stillwell 1973: modern und direkt, aber auch etwas körnig trotz Oversampling. S-Laute treten scharf hervor.

URS Channel Strip

URS Channel Strip Pro: am besten gefiel mir die Einstellung mit „1951″ als Höhen-EQ bei Höhencut @18KHz- recht sanfter, tief ansetzender Boost. Angenehm besonders in Verbindung mit den verschiedenen Sättigungsmodi. Wer sich reintüftelt und experimentiert, wird viel Spass mit ihm haben.

PSP Master Q

PSP MasterQ: scharf im Klang, was am internen Clipping liegen mag. Die Konkurrenz nutzt wohl einen Softsat-Limiter, um Übersteuerungen innerhalb des Plugins zu vermeiden. Besser ist er, um chirurgisch einzugreifen und abzusenken.

Abbey Road Brilliance Pack

Abbey Road Brilliance Pack: hier hört man, das Vintage Equipment emuliert wird – das Signal bekommt eine deutliche Färbung und wird auf manchmal mehr, manchmal weniger passende Art und Weise „vintagefiziert“. Gerade auf Signalen, die weiter hinten in den Mix rutschen sollen und trotzdem Präsenz bewahren müssen, funktioniert diese klangliche Verschlechterbesserung hervorragend.

Softtube

Softube Passive EQ: Guter Klang, ähnlich dem Stillwell ohne dessen Körnigkeit. HiFi-mässig, wie schon das Äußere suggeriert.

Classic Tone PEV

Tritone Digital ClassicTone PEV: zum ersten Mal bekam ich das Gefühl, dass ich Eingangs mit dem Siemens EQ beschrieben habe: der Boost hebt das Signal angenehm an, verbessert die Lesbarkeit und lässt es fast 3D erscheinen. Im Vergleich klingen alle anderen EQs mehr oder minder ähnlich, auch als ich meine Assistentin (OK, meine Freundin) bat, die EQs für mich zu wechseln: ich konnte in diesem Blindtest die anderen EQs nicht eindeutig unterscheiden, doch jedes mal, wenn der PEV anging, erkannte ich ihn. Beim weiteren Experimentieren und Vergleichen kam ich auch zu dem Schluß, dass der PEV auch besser Höhen beschneidet als die anderen EQs, was ihn im Mix noch viel wertvoller macht.

Ergebnis:

Meine Wahl fällt auf den Neumann EQ-Klon Tritone Digital ClassicTone PEV – 85$ sind mehr als angemessen für soviel Klang! Der PEV kann es mit Hardware aufnehmen, auch wenn ich den Boost eines 1084 bei der Aufnahme immer bevorzugen würde. Ich freue mich, wenn die Jungs ihre ganze Produktpalette von der verstorbenen Pluggo-Umgebung auf AU/VST umgesetzt haben. Leider ist er momentan nur für den MAC erhältlich und das wird wohl auch so bleiben.

It needs to soar,
DasDAS

The Bit 52’s vs. The B52’s

I, for one, welcome our new robotic overlords!

Fred’s Vocals – TI99/4a computer, speech synthesizer and terminal emulator ii module
Kate and Cindy’s Vocals – Two HP Scanjet 3C scanners, UBunto and sjetplay written by GanjaTron
The Guitar, Keyboard, Cow Bell, Cymbal and Tambourine are all controlled by various types of push/pull solenoinds for a total of 23. The Solenoids are powered by four ULN2803 darlington drivers and everything is controlled by two PIC16F84A microcontrollers.“

DasDAS via MS

DIY Gedankenkontrolle für Synthesizer – Update: FAKE

Das Mattel Mindflex ist ein Spielzeug, mit dem sich Gehirnaktivität messen lässt. Robert Schneider von der Band Apples in Stereo hat das Gerät so gehackt, dass er seinen Radio Shack Moog MG-1 damit steuern kann. Eine genaue Anleitung zum Bau des „Teletrons“ findet sich hier:

Ich bin schwer begeistert! Im Club Filtersweeps mit meinen Gedanken zu steuern erscheint mir schöner als jeder noch so große Knopf!

DasDAS via Matrixsynth

Update: wie Mart in den Comments bemerkte, das Mindflex ist leider ein Fake: Link. Der Hack mag zwar funktionieren, d.h. das Mindflex steuert den MG-1, doch die Gehirn nicht das Mindflex.

I am sailing

Eine fast hypnotische Wirkung entfaltet der Oldie von Rod Stewart in Verbindung mit den Bildern einer Überwachungskamera auf einem Kreuzfahrtschiff, das sich durch eine schweres Unwetter bewegt.

I am sea sick,
DasDAS via BB

Kokain, Blur and the damage done

Eine harte Doku über die Folgen des Kokainkonsums für dessen Ursprungsland, Kolumbien. Der Blur-Bassist und jetzt Bauer Alex, der laut eigener Aussage eine Million Pfund für Kokain und Champagner ausgab, begibt sich nach Kolumbien und sieht, was die Droge dort anrichtet.

Park Life it ain‘t,
DasDAS

Frohlocken, mit jeder Zelle

Ok, das Video ist aaaaaalt, doch ist mir der „Körperzellen-Rock“ von Mosaro bisher zu meiner Freude entgangen. Dieses „neue Liedgut“, dieses „deutsche Mantra“ läßt sich hervorragend für akustische Folter einsetzen. Ich wünsche mir einen Noise-Remix davon!

Voll gut drauf,
DasDAS

Waves September Specials

Waves September Special

Waves September Specials

– 35 % auf ein SSL 4000 Bundle (Native & TDM)

– 35 % auf die API Collection (Native & TDM)

– 35 % auf das V-Series Bundle (Native & TDM)

– 35 % auf die Classic Studio Collection (Native & TDM)

You wanna be a Rockstar ?

Casio hatte in den 80ern alles was nötig ist um aus jedem einen Rockstar zu machen…fragt sich nur ob Haarfrisur und die geile Sonnenbrille dem CZ101 beilagen oder ob es sich um 3rd-party-products handelt.

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter…
Arne