Review: Aalto – Buchla inspirierter Softsynth für den Mac

Aalto

Madrona Labs debütieren mit Aalto auf dem überbordenden Software-Synth Markt. Der modulare Synthesizer bietet einige neue Features, die ihn interessant machen für auch den vollsten VST-Ordner. Ähnlich wie Ableton Live ist das Interface modern und schlicht gehalten, nur das es dank Buchla-Styling dazu auch noch hübsch aussieht. Die Funktionialität ist hervorragend: normalerweise steppe ich bei Softsynths nur Presets durch und schalte die nervigen Chorus und Delayeffekte aus, doch hier ziehe ich Strippen, baue Patches von Grund her auf und lerne das Instrument kennen. Es lädt zum Spielen ein, ähnlich Reaktor nur weitaus simpler.

Klanglich gefällt mir Aalto sehr gut – es lassen sich schnell wirklich neue Klänge abseits des Dark Pad und Moog Lead erzeugen und auf sinnlose Aufhübscher (Chorus, Delay, Amp Sim) wurde verzichtet (vom angenehmen Reverb abgesehen). Hier stand das große Vorbild, der Buchla Modularsythesizer Pate, von dem z.B. das Oszillator Design abstammt. Der sehr direkte Ton des Synths macht sich gut im Mix.

Der tolle Klang hat allerdings seinen Preis – schon bei 2 Stimmen geht mein weißes Intel MacBook in die Knie. Mit kommenden Updates soll daran gearbeitet werden, ebenso wie neue Features hinzukommen (z.B. Sequenzer Sync mit Host und Stimmungen). Ein echter Installer wäre auch notwendig, denn bisher muss man das Plugin von Hand in den AU Order schmeissen. Dabei funktionierte zumindest bei mir die Preset Folder Generierung unter Live nicht auf Anhieb. Abstürze waren jedoch nicht zu Verzeichnen.

Für 99$ ist Aalto dank tollem Sounds und funktionaler Oberfläche eine Kaufempfehlung für echte Synthesizer-Heads!

Madrona Labs

DasDAS

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6 Antworten auf “Review: Aalto – Buchla inspirierter Softsynth für den Mac”


  1. 1 Mark 16. September 2010 um 13:27 Uhr

    Na dann check dochmal U-he Ace aus.

    http://www.acesynth.com/

    Klingt auch richtig derbe..fast wie analog. Zwingt dadurch aber auch gute rechner in die Knie. Allerdings wenn man etwas aufpasst, geht es, zb reicht der mittlere Qualitätsmodus aus, dann gehts klar auf jedenfall.

  2. 2 Mark 16. September 2010 um 13:33 Uhr

    Ihr habt die u-he Sachen auch als einzige im Shop in ganz Deutschland, die würde ich ja mal viel mehr puschen , besorg dir mal ne NFR usw..wurde damals ja auch gut angenommen mit Weihnachtsaktion usw..das Zeug is echt geile Sch.. , benutz ich nurnoch im Grunde.

    Zebra/Uhbik/ACE/Filterscape/MFM2

  3. 3 DasDAS 17. September 2010 um 0:56 Uhr

    Ich teste gerade die Uhbik Plugins – sehr sehr interessant! Review folgt. ACE wahr mir einst das Interface nicht klar, aber ich werde in Ruhe nochmal einen zweiten Blick wegen. Das kann aber etwas dauern.

    Hast du mal ACE mit AALTO verglichen?

  4. 4 Mark 21. September 2010 um 0:11 Uhr

    Nein ich habe Aalto leider nicht und auch grad nich die Kohle nen Spontankauf zu machen :D

    ACE ist vom Prinzip her auch nur ein Teil des großen Bruder Berlin Modular, wer das U-He Forum auf KVR mitverfolgt weiß was ich meine. Soll quasi ein modulares Synth System werden, indem ACE und Bazzille (noch Alpha Status,gibts zum antesten auf KVR) unter anderem als eigenständige Synths eingefügt werden.

    http://www.kvraudio.com/forum/viewtopic.php?t=258683

    Wenn man das Handbuch vom ACE aber mal anliest, eröffnet das einem schon die Augen auf sehr spezielle Sachen die möglich sind und es so auch noch nicht als Software gibt. Prinzipiell muss man nicht ein Kabel ziehen, weil der Grundweg hart gepatcht ist , das kann man dann mit den Kabeln aufbrechen und wild umhermodulieren.Wenn man den Weg verstanden hat ist es eigentlich recht einfach und suchtgefährdent.. :)

    ps. Ja von den Uhbiks bin ich auch schwer angetan, zum einen weil absolut surround fähig und den Klangverlauf kann man auch ohne panning von Box zu Box schicken ;) Und die Klangqualität ist auch überragend imo..dann der Preis, soviel für 150$ geht absolut klar. Mit etwas Glück kommt dieses jahr auch noch ein weiteres Plugin zu den Uhbiks dazu, nennt sich Uhbik-X und wird quasi ein kleines Rack sein in dem bis zu 4 Uhbiks Platz haben und dann Crossmoduliert werden können via Modulationsmatrix. Also das dann noch in Surround…naja, ich fang schon wieder an zu sabbern ;)

    Lohnt sich auf jedenfall ! :D

    tschööö

  5. 5 Mark 21. September 2010 um 0:24 Uhr

    urgs, voll die Rechtschreibschwäche heute abend..sorry ;)

  6. 6 Jan 25. September 2010 um 20:54 Uhr

    Meine Empfehlung: Alchemy von Camel Audio.

    Und als Effektplugin: Roger Linn’s SYNC Plugin.

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