Archiv für Mai 2010

Die Wahrheit über Plug Ins !

Oszi
Die Wahrheit über Plug Ins ? Na ja nicht wirklich aber ein ganz interessanter Ansatz um sich mal vor Augen zu führen was da so alles passiert im Rechner.

Anlass ist dieser Artikel auf Gearslutz.com. Der ist zwar schon etwas älter aber das macht ihn nicht minder interessant. Was geht da vor sich ? Ein Kollege hat sich mal einen VST-Signalgenerator plus VST-Analyser besorgt und einige Plug Ins auf Herz und Nieren geprüft. Warum auch nicht, im richtigen Leben machen die einschlägigen Audiomagazine das mit der Hardware ja auch. Der Mann fand in seinen Messergebnissen diverse Anhaltspunkte die in der dann folgenden Diskussion als Pro/Contra zu bestimmten Plug Ins oder zu Software vs. Hardware im Allgemeinen gehandelt wurden. Vorab sei gesagt das das dort keine wissenschaftliche Betrachtung ist, die Messmethoden sind grenzwertig. Allerdings hat der Autor auch keinen anderen Anspruch erhoben. Der Thread ist riesig und ich will ihn hier nicht wiedergeben sondern nur kommentieren und zwar grob. Wer sich alles durchließt kann die Kernaussage auf drei Punkte runterbrechen:

1. Manche Plug Ins erzeugen harmonische Oberwellen
2. Manche Plug Ins erzeugen sog. Seitenbänder
3. Manche Plug Ins haben mit Aliasing zu kämpfen

Was lernen wir daraus ?
Harmonische Oberwellen werden von den Entwicklern mit Absicht eingebunden. Der Grund ist einfach: Das ganze klingt „echter“, „lebendiger“ bzw. falls es sich um ein nach einem realen Vorbild gemodelten Plug In handelt wird dessen Verhalten mehr oder weniger exakt nachgebildet. Gerade das hinzufügen von harmonischen Oberwellen ist oftmals eine wesentliche Eigenschaft der beliebten Klassiker.

Zweitens, die Sache mit den Seitenbändern: dabei handelt es sich um Signale unterhalb und oberhalb des eigentlichen Nutzsignals die durch Modulation der Amplitude entstehen. Fachchinesisch, aber ich versichere Euch das will man nicht haben, es sei denn man bastelt sich gerade einen Radiosender. Schlampig programmiert könnte man jetzt sagen, ist aber nicht so. Eher Fehlbedienung. Die Messsignale werden im Beispiel oft durch Kompressoren mit wahnsinnig schnellen Attackzeiten gejagt – Ergebnis ist das die Wellenform verbogen wird. Dadurch kommen die Seitenbänder zustande. Unangenehmer Effekt, klingt nicht schön. Wer die Sache etwas ruhiger angehen läßt kann das vermeiden.

Bleibt noch das Aliasing. Produziert das Plug In viele Oberwellen und/oder hat man auch noch die Seitenbänder am Hals kann das übel ausgehen. Laut Dr. Nyquist (schlauer Mann und Physiker) muss in einem digitalen System die Samplefrequenz doppelt so hoch sein wie die höchste zu verarbeitende Frequenz des Nutzsignals. Also ist bei 44.1kHz dann Schluss bei 22.05 kHz. Alles was darüber liegt wird leider vom System nicht automatisch ignoriert sondern taucht in Form einer Teilfrequenz wieder im Nutzsignal auf. Mit Pech sind unsere netten analogen Oberwellen und die schlampigen Seitenbänder dann am Start und verhageln uns das Signal. Klingt extrem mies, wer die Anfangszeit der digitalen Welt noch miterlebt hat kennt den Effekt. Eklig. Vermeiden können den Effekt eigentlich nur die Entwickler, die sollten eigentlich sicherstellen das die Software auch auf 44.1KHz vernünftig funzt. Der Anwender kann sich im Falle des Falles noch in 88.2 kHz oder höher flüchten mit allen Nachteilen wie mehr CPU-Last, höhere Speicherbedarf. Ist aber eh praxisfremd wenn man gerade anfängt zu mixen und alles schon im Kasten ist. Oder man verzichtet von vornherein auf Plug Ins die viel Oberwellen-Action machen, was aber auch langweilig sein kann, da steriler. Der Punkt das Softwarehersteller das Aliasingproblem auch schon in der Entwicklung beseitigen können wird im Übrigen mit höherer Rechenleistung und allerhand Filtern erkauft. Ersteres nervt den Anwender durch schlechtere Performance des Rechners, letzteres kann zu anderen nicht minder üblen klanglichen Problemen (Phasengang, Verzerrungen) führen.

Was nun ? Alles Mist ? Nein. Jedes Verfahren der Audiobearbeitung hat seine Vor- und Nachteile. Man kann nicht etwas bekommen ohne etwas dafür zu geben (das kann nur das Finanzamt), alles ist in der Summe ;-) immer ein Kompromiss.
Das gilt im Übrigen auch für analoge Hardware – die Probleme sind dort nur ganz andere. Was hilft ist die Ohren aufzusperren, öfter mal Bypass zu drücken und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Ausserdem sind Messungen auch immer nur die halbe Wahrheit.

Bis denne
Arne

Autotune the Jihad

Auch Terroristen lieben Autotune – Asadullah Alshishani veröffentliche seine Homage an Osama bin Laden in einem englischsprachigen Jihad-Forum mit folgender Message incl. Herzen (im Original pink):

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥
Bin Laden
♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥
„Please forgive this poor quality. This nasheed was sung the same day it was written, May 15th of 2009. I recorded it on my hand held tape recorder when I was high on a Mountain Top. This is the Original version. *** link

Und wie klingt’s? So:
Derbe auch die Gangsta-Gunshots zu Beginn. FAIL.

DasDAS via Danger Room

6 degrees of Black Sabbath

Meine neue Lieblingsspielerei ist „6 degrees of Black Sabbath“ – man gibt zwei Künstlernamen ein und das Programm erstellt eine Verbindung, und das sehr zuverlässig und schnell, zumindest mit Popmusik! Das Programm läuft über Echo Nest, eine ziemlich mächtige Musiksuchmaschine.
Check it out

DasDAS
P.S.: auch toll ist Charting

Giorgio Moroder im Studio

nerdgasm!
DasDAS via ai

Amplitube iRig

IK iRig

Mit unserem iPhone ordentlich Gitarrensound machen, das wollten wir doch schon immer mal!

Ich bin sehr gespannt, was die Software kann!!!

Zu haben sein wird Free, LE und eine Full Version.

Hier die Infos bei IK-Multimedia.

Workshops im Juni 2010

Wellenkammer

Neues Studio, neue Möglichkeiten. Wer sich gewundert hat was diese ominöse „Wellenkammer“ ist : Es ist unser nach allen Regeln der Kunst aufgebautes und ausgestattetes Demo-Studio am Stadtrand von Hamburg. In Kürze gibt es hier an dieser Stelle auch noch einen ausführlichen Bericht vom Bau, Einzelheiten zum Equipment und zur Konstruktion. Da uns sämtliche unserer Partner nach in Augenscheinnahme des Studios die Bude mit Workshops einrennen muss hier ausnahmsweise mal der zweite Schritt vor dem Ersten sein. Zur Übersicht hier noch mal die Termine im Juni:

3.06. 18h Nuendo 5 Worldtour (3. Termin aufgrund der hohen Nachfrage)
4.06. 17h Brauner Mikrophonworkshop (Meet Dirk Brauner himself)
9.06. 14h Digidesign Venue Workshop (Hands-On Venue)
19.06. 14h / 15h / 16h Manger „Studio“ Listening Session (exklusive Vorstellung der neuen Manger MSM C1 Active)
20.06. 14h / 15h / 16h Manger „Hifi“ Listening Session (exklusive Vorstellung der neuen Manger MSM C1 Active)

Am Rande der Workshops könnt Ihr natürlich auch unsere Key-Produkte im Live-Einsatz auschecken:

- Flaxakustik Module
- Euphonix S5MC
- Audiokern Ultra-Silent DAW
- Studiokern 4000 Channelstrip

Sämtliche Workshops sind kostenlos, aber mit begrenzter Teilnehmerzahl. Deshalb bitten wir um vorherige Anmeldung unter tr@digitalaudioservice.de oder telephonisch unter 040471134820

Wir zählen auf Euch !

Universal Audio Workshop in Hamburg am 2. Juni 2010

2. Juni 2010, 18.30 Uhr, Eintritt frei

Universal Audio in Hamburg

Universal Audio Workshop, Home Studios Hamburg, 02.06.2010

Special Guests: Kaspar „Tropf“ Wiens (Produzent und Mixing-Engineer), phre‘Quincy (Hip Hop-Produzent)

History, Hardware, UAD-2 Powered Plug-Ins

In mehr als 50 Jahren hat Universal Audio die Geschichte der Auf- nahmetechnik maßgeblich beeinflusst – mit legendären Mikrofon- vorverstärkern, Kompressoren und Kanalzügen, die sich zu beliebten Standards in den renommiertesten Tonstudios der Welt entwickelt haben. Mit den Powered Plug-Ins für die UAD-2 Plattform überträgt der Hersteller den Sound legendärer Analogklassiker originalgetreu auf die digitale Ebene…

In unserem Workshop am 2. Juni 2010 liefern wir einen Überblick über die einmalige Geschichte der Kultfirma aus Kalifornien. Im Anschluss gewähren die beiden bekannten Hamburger Produzenten Kaspar „Tropf“ Wiens (Produzent und Mixing-Engineer für Jan Delay, Dynamite Deluxe, Beginner, …) und phre‘Quincy (Hip Hop-Produzent, u.a. Booba, LL Cool J, Azad, …) Einblicke in ihre Arbeit und geben zahlreiche Tipps und Tricks für den Einsatz der UAD-2 Powered Plug-Ins beim Produzieren, Mischen und Mastern.

Zeitlicher Ablauf

18.30 Uhr Einlass (Eintritt frei)
19.00 Uhr UA History & Übersicht UA Hardware
19.30 Uhr UAD-2 Workshop mit Kaspar „Tropf“ Wiens
20.30 Uhr UAD-2 Workshop mit phre‘Quincy

Location

Home Studios
Bogenstraße 52
20144 Hamburg
www.home-studios.com

Wer Lust hat mit uns zusammen dort hinzugehen, fragt uns gern!

Stravinsky im Knast

Stravinsky

Dieses hübsche Foto von Stravinsky wurde aufgenommen, als dieser wegen unerlaubter Harmonisierung von „Star Spangled Banner“, der amerikanischen Nationalhymne verhaftet wurde.

On April 15, 1940, Stravinsky’s unconventional major seventh chord in his arrangement of the Star-Spangled Banner led to his arrest by the Boston police for violating a federal law that prohibited the reharmonization of the National Anthem.

Auf Amazon kann man in die kriminelle Aufnahme reinhören (CD 2).

DasDAS via bb

Edgar Allen Poe vs. Daft Punk

Daft Punk Poe

Schönes Wochenende!
DasDAS

Die Evolution des PC Sounds anhand von Monkey Island

Mmpf, da fehlt der Amiga 500 und der Atari ST – auf dem Amiga klang’s am besten!

Behind you, a three-headed
DasDAS

Freeware: Notationssoftware

Seid ich vor ca. 2 Jahren von Nuendo/Cubase komplett auf Ableton Live umgestiegen bin, habe ich immer wieder mal Notenausdrucke gebraucht. Da Ableton keinen Scoremodus hat (und ihn bitte auch nie bekommt), griff ich auf Cubase zurück, was mir aber immer etwas hacklig in der Bedienung erschien. Jetzt bin ich gerade dabei, verschiedene Freeware-Programme auszuprobieren, da ich kein Cash für die Big Player wie Sibelius oder Finale habe (eine x0xb0x liegt morgen im Briefkasten, juchu!). Untergekommen sind mir bisher auf OSX:

Musescore (0.9.5)

Mit Musescore konnte ich schnell in Live erstellte Midispuren importieren und sie ohne große Einarbeitungszeit druckfertig machen. Die gut gemachten Tutorials mußte ich dafür nicht ansehen, das spricht sehr für die Bedienbarkeit. Ein übersichtliches, praktisches Programm, dass sich gut in den Produktionsalltag integrieren läßt.

Lilypond

Über CDM bin ich auf Lilypond gestoßen, dass sich Schönheit im Ausdruck zum Ziel gesetzt hat. Dafür wird eine eigene Noten-Kurzschrift eingeführt und das Ergebnis dann im Notensatz kompiliert. Man arbeitet hier also an einem Textfile, nicht im Notenblatt. Deswegen kein Midi-Import/Export. Lilypond eignet sich am besten zum Transkribieren am Klavier – da ist man nach kurzer Einarbeitungszeit schneller als mit Notengeschiebe im Sequenzer. Außerdem ist die Arbeit damit angenehm konkret – man versinkt mehr in das Schreiben, ähnlich wie beim von Hand notieren.

Welche Notationssoftware benutzt ihr? Habt ihr noch weitere Tipps? Schreibt es uns in die Comments.

You might want to sing it note for note,
DasDAS

Was ist ein Theremin? Speedrun Edition

In nur knapp 3:30 erklären G4TV die Funktion und den Zusammenbau eines Theremins – nichts für Fortgeschrittene, doch wer seinen Lebenspartner davon überzeugen muss, warum es unbedingt ein Theremin anstatt Kurzurlaub sein muss, hat hier eine schnelle Hilfe.

DasDAS via CDM

Ozzy Osbbourne: Crazy Train (Smooth Jazz Version)

Die Smooth Jazz Version von Crazy Train gefällt mir noch viel besser als Metallica eingesoftet.
Going off the Rails,
DasDAS

Filmtipp & Party : Dicke Hose

Leute, schaltet Euer Tonstudio mal einen Moment lang ab und wagt Euch unter Leute. Raus aus der Bude, an die frische Luft und ins Kino. Am 24.05. ist Weltpremiere des Films „Dicke Hose“ im Abaton. In den Hauptrollen Marc „Sleepwalker“ Wichmann (bekannt als Producer von u.a. Samy Deluxe, Beginner, Dendemann) und Adam Bousdoukos (bekannt aus „Soul Kitchen“). Der Film ist ein großartig schräge Hommage an den Hamburger Stadtteil Altona und dreht sich um den Aufstieg des Pizzaboten Sleepy zum Topproduzenten. Der Film ist wirklich grandios, davon konnten wir uns im Vorfeld schon überzeugen. Wem das noch nicht reicht, der sei herzlich zur Party zum Film eingeladen, am 22.05 geht´s los im Grünen Jäger.

Also :
22.05. Dicke Hose Party im Grünen Jäger, Neuer Pferdemarkt 36, 20359 Hamburg
24.05. Premiere Dicke Hose im Abaton, Grindelhof 14, 20146 Hamburg

Nicht verpassen !
Arne

Die 10 Gebote des Roadielebens

via boingboing

God gave Rock and Roadies to you,
DasDAS