Archiv für Januar 2010

NAMM 2010: Leaks & Gerüchteküche

gerüchteküche

Bevor es mit konkreten Neuheiten weitergeht, hier mal für zwischendurch ein paar Leaks, Gerüchte und Kurzvorstellungen:

Gerücht: AVID / Digidesign plant wohl eine totale Umstrukturierung. Anfangs konnte man das als Foren-Hate-Posts abtun aber inzwischen liest man immer mehr darüber. Vielleicht nur stille Post. Die wüstesten Kombis werden angeboten: Pro Tools LE geht zu M-Audio, M-Powered wird gestrichen und HD heisst dann AVID. Szenario 2 : LE wird gestrichen, M-Powered bleibt, HD geht zu M-Audio (!!), AVID kommt mit neuem, nicht abwärtskompatiblen DSP-System. Szenario 3: Alles quatsch.

Neu : Neues Stage-Piano von Clavia namens Nord Piano.

Leak : Relab bringt Lexicon 480L Emulation als PlugIn, später soll auch eine Version des AMS RMX16 folgen. Sehr interresant, allerdings ist die Homepage von Relab nicht besonders informativ.

Gerücht: Neues Amp-Plug In von IK Multimedia ?

Leak: Manley Massive Passive für UAD-2 Karten steht kurz bevor.

Neu : E-MU bringt neue Keyboards, diesmal mit Klangerzeugung, angesiedelt oberhalb der beliebten X-Board-Serie.

Gerücht : Neue Softube PlugIns, nichts genaues weiß man nicht.

Gerücht : Steinberg Wavelab 7 ? Auch für Mac ? evtl. sogar Nuendo 5 ? Gespannt sind wa…

Neu : Radial MicPre im 500er-Format, gefolgt von einem Kompressor ebenfalls 500.

Neu : McDSP goes AU ! Na endlich ! Ausserdem neuer Kompressor, angeblich totaler Alleskönner namens 6030 Ultimate

So weit so gut, ein bißchen dünne wirds dieses Jahr wohl. Der Spaß geht am 14.01.2010 los, mal sehen was es dann gibt .

kitchen stories,
Arne

NAMM 2010 : JDK R22

JDK R22

JDK (aka Arsenal Audio aka API) bringt zur NAMM einen neuen Stereokompressor – damit der erste Kmpressor der die patentierte THRUST-Schaltung an Bord hat ohne das API-Logo zu tragen. Wem der 2500 immer schon eine zu große Investion war sollte sich den R22 mal genauer anschauen. Zwar ist das Teil sicherlich nicht so wahnsinnig felxibel wie sein großer Halbbruder, auch fehlt der Sound der API2520 OP-Amps aber andererseits hat sich JDK als solide Mittelstandsmarke inwzischen durchgesetzt. Die Teile halten das was sie versprechen, sind erstklassig verarbeitet und „reasonably priced“ wie der Ami sagt. Preis wird vermutlich so um die 1000 Euros liegen, damit hat der JDK sicherlich die besten Voraussetzungen das Feld der VCA-Kompressoren ordentlich aufzumischen.
Test und weitere Infos in Kürze.

Im grünen Bereich,
Arne

NAMM 2010: Telefunken AR-51

ar51

Neues von Telefunken zur WinterNAMM 2010: Das AR-51 bereichert die R-F-T-Serie von Telefunken um ein weiteres Vintage-Großmembranmicrophon. Wie gewohnt in Röhrentechnik aufgebaut bietet das AR-51 eine gute klangliche Alternative zu seinen Kollegen AK47 und M16. Das Schaltungsdesign wurde von ELA M251E übernommen und damit ist das 51er erstamlig eine Gelegenheit dieses teure vintage-design auch mit dem schmalen Geldbeutel zu erwerben. Genauere Specs und Test demnächst hier. Vorbestellungen werden gerne angenommen.

Telefunken R-F-T AR-51

Tlfnkn,
Arne

I can‘t dance…

…aber die Ross Sisters können! Oder konnten, in den Vierzigern. Gebt dem Film eine Minute, bevor die Exorzistenperformance wirklich beginnt.

Only thing about me is the way I walk,
DasDAS via bb (nie wieder Genesis, versprochen)

Dr.DAS : Wozu Bändchenmikrophone ?

AEAribbon vogel

Frage : Was macht ein Bändchenmikrophon aus ? Wo liegen die Unterschiede zu herkömmlichen Mikros ?

Antwort: Das Bändchenmikrophon fristete lange Zeit ein Schattendasein. Obwohl schon in den 1920er Jahren entwickelt geriet es nach anfänglich begeisterter Resonanz in Hintertreffen – die Konkurrenz der herkömmlichen dynamischen und der Kondensatormikrophone war irgendwann billiger und robuster. Das Bändchenmikrophon unterscheidet sich zu anderen Typen dadurch das es keine Membran besitzt sondern mit einem hauchdünnen Aluminiumstreifen (Bändchen) kommt, welcher zwischen zwei Magneten aufgehängt schwingen kann und so Schallwellen in elektrische Spannung umsetzt. Der große Vorteil dieser Konstruktion ist, dass das Bändchen von der Masse her den Schallwellen wesentlich weniger Widerstand entgegenbringt als eine Membran. Deshalb ist das Mikrophon insgesamt detail-treuer, neigt wesentlich weniger zu Verzerrungen und gibt das Signal im Grunde naturgetreuer wieder. Der Frequenzgang ist zwar alles andere als Linear, allerdings kommt die Charakterisitk dem menschlichem Hörempfinden sehr entgegen, so das der klang im direkten Vergleich als angenehmer empfunden wird. Gerade im Höhenbereich haben Bändchenmikropone einen smoothen Roll-Off der für ein schönes Klangbild sorgt. Optimalerweise empfiehlt sich eine Kombination aus Bändchen und Kondesatormikrophon um die speziellen Eigenschaften des Bändchens mit der Neutralität der herkömmlichen Mikros zu verbinden. Dies schafft Optionen im Mix, die mit EQs meistens nur schwer hinzubekommen sind ohne das man mit Phasenproblemen bezahlen muss. Nachteile hat das Bändchenmikro wie alle anderen Konzepte auch: Mechanisch sind die Mikros relativ empfindlich, da das Bändchen leicht reissen kann. Dies kann auch bei sehr hohen Schalldrücken passieren. Weiterhin gibt es einen heftigen Nahbesprechnungseffekt – eine Basscut im Mic-Pre ist unerläßlich. Frühe Bändchenmikrophone neigten sehr stark zu Rauschen, modernere Konstruktionen haben das Problem aber dank aktiver Elektronikern (z.B AES A-Serie) im Griff. Absolut tabu ist Phantomspeisung. das Bändchen hält die 48V nicht aus und verbrennt – gilt nicht für alle Modelle, die AEA A-Serie benötigt aufgrund der aktiven Bauweise sogar 48V. Im Zweifel immer ins Handbuch schauen, das spart viel Geld !
Fazit : Wer mit akustischen Instrumenten arbeitet und schon das ein oder andere gute Kondensatormikro sein eigen nennt, kann mit einem Bändchenmikrophon die Palette an Sounds einfach erweitern ohne stundenlang rumzuschrauben. Dank der Renaissance der Bändchen ist das Angebot heute so groß wie nie, quer durch alle Preisklassen, bei Fragen sprecht uns wie immer direkt an, wir beraten gerne.

Bändchenmikrophon in der Übersicht

Alles Klar ?

Dr.DAS

Habt Ihr eine Frage an Dr. Das?
Einfach mail an drdas@digitalaudioservice.de und Dr. Das beantwortet Eure Fragen hier im Blog!

Benny Hill und das wahre Leben

Oh Benny Hill, du andere Seite des britischen Humor, dein Ruf reicht auch lange über den Tod hinaus!
DasDAS back on the Block

Neu : SSL X-Patch

xpatch

Neuer Versuch von SSL um externe, analoge Hardware flexibel ins DAW-Setup einzubinden. Der X-Patch bietet 16 Insertwege, die direkt aus der mitgelieferten Software geroutet werden können. Vorteil : Man spart sich lästiges Gestöpsel auf der Patchbay, krakelige Recall-Notizen (was war denn wo?) und eigentlich auch die ganze Patchbay selbst. Zumindest beim Mixen/Mastern. Das ganze sitzt in einer unscheinbaren 1HE 19″-Kiste und wird per Ethernet mit dem Rechner verbunden. Das gesamte Routing läuft per Software. Zur analogen Welt wird per Dsub Kontakt hergestellt, zwei Wege stehen aber zusätzlich als XLR/TRS-Combo auf der Frontblende zur Verfügung, für den fliegenden Wechsel zwischendurch. Pegelmäßig verträgt der X-Patch sowohl +4 als -10dBu – es können also auch Gitarrenpedale oder old-school FX eingebunden werden. Abgerundet wird das ganze durch das Vorhandensein einer MIDI-Schnitstelle – wer sich gerne zu Fuß durch seinen Gerätepark schaltet kann den Footcontroller seiner Wahl anschließen und Stepptanzen. Großes Fragezeichen beim Thema Latenzen und Preis – da müssen wir uns noch etwas gedulden. Ansonsten eine interessante Alternative zu Patchbay oder Multi-I/O-Interface.

Tipp: Zusammen mit der SSL MX4 MADI Karte, einem AlphaLink und einem 500er Rack kann man sich daraus ein schönes Mischpult zusammenstellen.

X-Patchworkfamily,
Arne

Kostenloser Workshop über Euphonix Series 5 MC

Am 15. Januar 2010 um 10.00 Uhr gibt für Tonmeister und Interessierte die großartige Gelegenheit, sich in der Regie 2 des Studio Hamburg ein hochmodernes Studiokonzept für Post-Production zeigen zu lassen.

Zunächst wird dabei das Controller-Konzept der Konsole erläutert werden. Im anschließenden Q&A bietet sich die Gelegenheit, den Tonmeistern der Regie Fragen zu stellen. Ebenso wird Mark Hosking von Euphonix anwesend sein, um Auskunft zu geben.

Gegen 12.30 kann bei einem gemeinsamen Mittagessen der Workshop ausklingen.

Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine verbindliche Teilnahmezusage per eMail oder Telefon (040 – 4711348-20 ) bei Thomas Römann erforderlich.

Adresse:
Studio Hamburg GmbH
Jenfelder Allee 80
22309 Hamburg

Beginn: 10.00 Uhr

Anwesend sein werden:

Peter Kaminsky (VDT)
Thomas Römann (d.a.s. / K&K)
Mark Hosking (Euphonix)
Christoph Metke (Studio Hamburg Post Production)

Studio Hamburg Website