Dr. DAS : Was ist DirectMonitoring ?

dr.das

Frage : Was ist DirectMonitoring ?

Antwort: DirectMonitoring (zu deutsch etwa: „direktes mithören“) ermöglicht es ein Signal welches zur Aufnahme in den Rechner geschickt wird „in time“ mit dem Playback (-> den bereits aufgenommenen Spuren) zu hören. Früher als es gang und gebe war auf Band aufzunehmen brauchte man das nicht, da ein Signal welches vom Mischpult zur Bandmaschine geschickt wurde von dort auch ohne nennenswertes Delay wieder zum Mischpult gelangen konnte. Bei der Aufnahme im Rechner ist dies meist technisch nicht möglich es sei denn man verfügt über ein DSP-gestütztes High End-System (z.B. ProTools HD oder Apogee Symphony). Ein Signal welches über ein Audiointerface in den Sequencer geschickt wird läuft dort einmal durch den Mixer und wird dann zusammen mit dem Playback auf den Hauptausgängen wiedergegeben. Dies erfordert hohe Rechenleistung vom Computer. In der Regel erscheint das Signal mit deutlichem Versatz zum Playback auf den Ausgängen. Abhilfe schafft man mit DirektMonitoring: So gut wie alle Interfaces verfügen über einen eigenen Mixer der es erlaubt das Eingangssignal direkt wieder an die Ausgänge zu schicken, d.h. ohne Verzögerung. Im selben Mixer kann das Signal auch mit dem Playback gemischt werden so das alles „in time“ ist. Wenn man dieses Verfahren anwendet muss man allerdings dafür sorgen, dass die Spur im Sequencer auf der aufgenommen wird stumm-geschaltet wird.

Vorteil : Auch auf Rechnern mit geringer Leistung oder in großen Arrangements kann verzögerungsfrei während der Aufnahme abgehört werden.

Nachteil: Es können bei der Aufnahme keine PlugIns verwendet werden da man deren Output nicht hören würde. Außerdem kann das Signal nicht direkt auf seine Qualität hin überprüft werden, man muss also die Meter im Auge haben um Verzerrungen zu erkennen.

Alles klar ?

DerDoc (vertreten durch DasArne)

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1 Antwort auf “Dr. DAS : Was ist DirectMonitoring ?”


  1. 1 Billigflüge 14. Dezember 2009 um 18:02 Uhr

    Alles klar. :-)

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