Neue Macs – was nun ?

Mapple
Da macht man einmal im Jahr Urlaub und schon gibt es neues Zeug von unserer Lieblings-Computer-Sekte. Wie üblich überarbeitet Apple die Consumer-Abteilung um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen und alle Leute zu ärgern die in den Sommer- und Herbstmonaten noch neue Apples gekauft haben, die jetzt alt aussehen. Egal, ich gebe mal einen kurzen Überblick über die neuen Kisten und ihr Tauglichkeit für Audio.

Neues Mac Book
Nach dem Fehlstart des Alu-Unibody-MacBook welches später zum 13″ MacBook Pro mutierte gibt es jetzt das kleine weisse in runderneuerter Version. Neues Gehäuse, wesnetlich flacher und leichter als der Vorgänger. Die Batterie ist jetzt wie bei den anderen Books auch, fest installiert was bei Ausfall leider den Gang zum Service notwendig macht. Multitouch Trackpad ist jetzt auch mit an Bord. Innendrin werkelt jetzt der 2,26 GHz Intel Core2Duo mit 1066MHz Frontsidebus und maximal 4GB Speicher (Standard sind 2GB) . Außerdem ist die dusselige shared-memory Graphikkarte immer noch drin. FAIL : Kein Firewire mehr. Apple verzichtet hier auf die Chance Musiker mit kleinem Geldbeutel (also alle ?) für sich zu gewinnen. Wer das kleine MacBook will, hat also auch USB-Audio zu wollen. Für die 1-2 Kanalaufnahme zwischendurch geht das auch aber professionelles Arbeiten sieht anders aus. Es sei denn man gönnt sich das RME Fireface UC – das kostet aber mehr als der ganze Rechner. Preis (2GB RAM, 250GB HD) 729 Euro.

Fazit: Für Audio eher nicht geeignet, da kein Firewire. Auch stehen in den Standardoptionen keine schnellen Festplatten zu Auswahl. Schade, die sonstige Konstruktion gäbe einiges her. 5 von 10 Äpfeln.


Neuer iMac
Der gute alte iMac, einst Rettungsanker der damals maroden Marke Apple. Heute Cinema-Display mit On-Board-Rechner ? So schlimm ist es nicht, der iMac ist besser als sein Ruf. Die neuen Modelle sind die ersten Apples die mit Intel Core i7 und i5 ausgeliefert werden, welche die Desktop-Brüder der im MacPro verwendeten Nehalem-Server-CPU sind. Das ist eine lohnende Neuerung, diese CPUs sind wirklich deutlich schneller als alles andere und werden im iMac mit 2 oder 4 Kernen angeboten. RAM-Speicher satt: Bis zu 16GB können eingebaut werden, 4GB sind Standard. Displays werden in 21,5″ oder 27″ angeboten. Schnelle 7200er Platten sind Standard, 500 GB im Einstiegsmodell, 1TB in den Größeren, 2TB als Option. Insgesamt stehen 8 Modelle zur Auswahl mit Taktraten von 2,66 bis 3,33 GHz und 3 verschiedenen Graphikkarten. Topmodell ist der 27″ mit 2,8GHz Intel Core i7 Quad und 1TB Festplatte für 1900 Euro – fast 300 Euro billiger als der kleinste MacPro und auch tatsächlich eine Alternative zu diesem. Minus : natürlich keine PCIe-Slots und nur ein Firewire-Port. Schränkt die Sache etwas ein, aber wer nicht wahnsinnig viele In/Outs gleichzeitig und externe DSP-Hardware verwenden will kommt mit dem Rechner gut aus. Die CPUs sind echt schnell – bekannt von unseren Windows-Maschinen und die Austattung ist sehr sinnvoll für Audio. Die günstigeren Varianten, inbesondere der Core i5 sind vom Preis/Leistungsverhältnis ähnlich gut.

Fazit: gutes Angebot, kann nicht alles aber vieles. 8 von 10 Äpfeln

War noch was ? Ach ja, es gibt einen neuen MacMini, der ist im wesentlichen identisch mit dem neuen MacBook allerdings hat er einen FirewirePort. Gute Sache, für kleine Produktionen und Edit völlig ok. Ist definitiv die Alternative für alle die auf Mobilität verzichten können. 522 Euro kostet er – allerdings mit winziger, langsamer Festplatte.

Fazit : Unterbewertetes Mac-Taschenmesser. 6 von 10 Äpfeln.

Fazit vom Fazit: Die neue Einsteigerklasse Apple sorgt leider dafür das Einsteiger auch Einsteiger bleiben. Die neuen iMacs dagegen machen ein ganz schönes Fass auf – mit Aktualisierungen der MacPro Reihe ist in absehbarer Zeit zu rechnen, damit der technische Vorsprung weiter gewahrt bleibt.

Mypods And Boomsticks,
Arne

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1 Antwort auf “Neue Macs – was nun ?”


  1. 1 Lounge Musik 30. Oktober 2009 um 14:59 Uhr

    Einfach immer wieder schöne Produkte aus dem Hause Apple!

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