Archiv für Oktober 2009

D.A.S. und HörZone: Seminare zum Thema Raumakustik

"Sie möchten ein Studio oder einen Hörraum akustisch ausstatten oder bestehende Räume akustisch optimieren?
Wir bieten Ihnen die technischen Grundlagen und das Know-How für optimale Ergebnisse in einem kompakten Seminar.
Einfache Tricks und die Vermeidung typischer Fehler entscheiden häufig über das Funktionieren und nicht funktionieren einer akustischen Umgebung.
Lassen Sie sich von Profis zeigen, was Sinn macht und was nicht."

So einfach kann es sein :)
Der Kursinhalt ist dabei sowohl für Heim- als auch Studioanwender geeignet, da grundlegendes Wissen ebenso wie praktische Anwendung zur Sprache kommen wird.

Das Seminar wird ca. 150 € pro Teilnehmer kosten und voraussichtlich Ende November stattfinden.

Optimize it!
Das Hard

HörZone
Vicoustic

Warum dein Mix stinkt

Nonsense Plug

Deine Steckdosen sind FAIL! Die taugen vielleicht für deinen Toaster, aber nicht für die notwendige Spannung zur Abmischung sensibler Sägezahnbässe mit Panflöten. Dafür brauchst du „audio-grade“ Steckdosen:

If you are building your own audiophile power cord to improve component performance, you need the WattGate 381 receptacle. Why build a performance power cable only to plug it into the same receptacle that’s been in use for almost 100 years? WattGate’s 381 is a no compromise solution for the demanding AV enthusiast. Construction of the 381 is top-notch and features glass-filled, nylon front and rear housings. Mounting strap, rivets and grounding strip are gold plated, solid brass for the ultimate in corrosion resistance and power transfer. Installation of the 381 is simple and efficient due to rear wiring and large, #10 brass terminal screws. Terminal clamps are gold plated, solid brass and shaped to better grip the conductors. Like the 330 and 350, the 381 leaves the competition behind with its contacts. Configured in a triple-wiper design allows the plug blades to be gripped at three separate points. Additionally, the heavy-duty contacts maximize the clamping spring-rate and ensure conductivity. A three-layer plating process is also completed on the 381: Oxygen free copper plating, electrolysis nickel, and finally 24k gold plating. Receptacle contacts are cryogenically heat treat hardened. Recepticle [sic!] is rated at 125 VAC, 20A.

Ich empfehle, die Kommentare zum Produkt zu lesen – ein Feuerwerk!

Kaufen/lachen

Scamlords Unite,
DasDAS

Neue Macs – was nun ?

Mapple
Da macht man einmal im Jahr Urlaub und schon gibt es neues Zeug von unserer Lieblings-Computer-Sekte. Wie üblich überarbeitet Apple die Consumer-Abteilung um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen und alle Leute zu ärgern die in den Sommer- und Herbstmonaten noch neue Apples gekauft haben, die jetzt alt aussehen. Egal, ich gebe mal einen kurzen Überblick über die neuen Kisten und ihr Tauglichkeit für Audio.

Neues Mac Book
Nach dem Fehlstart des Alu-Unibody-MacBook welches später zum 13″ MacBook Pro mutierte gibt es jetzt das kleine weisse in runderneuerter Version. Neues Gehäuse, wesnetlich flacher und leichter als der Vorgänger. Die Batterie ist jetzt wie bei den anderen Books auch, fest installiert was bei Ausfall leider den Gang zum Service notwendig macht. Multitouch Trackpad ist jetzt auch mit an Bord. Innendrin werkelt jetzt der 2,26 GHz Intel Core2Duo mit 1066MHz Frontsidebus und maximal 4GB Speicher (Standard sind 2GB) . Außerdem ist die dusselige shared-memory Graphikkarte immer noch drin. FAIL : Kein Firewire mehr. Apple verzichtet hier auf die Chance Musiker mit kleinem Geldbeutel (also alle ?) für sich zu gewinnen. Wer das kleine MacBook will, hat also auch USB-Audio zu wollen. Für die 1-2 Kanalaufnahme zwischendurch geht das auch aber professionelles Arbeiten sieht anders aus. Es sei denn man gönnt sich das RME Fireface UC – das kostet aber mehr als der ganze Rechner. Preis (2GB RAM, 250GB HD) 729 Euro.

Fazit: Für Audio eher nicht geeignet, da kein Firewire. Auch stehen in den Standardoptionen keine schnellen Festplatten zu Auswahl. Schade, die sonstige Konstruktion gäbe einiges her. 5 von 10 Äpfeln.


Neuer iMac
Der gute alte iMac, einst Rettungsanker der damals maroden Marke Apple. Heute Cinema-Display mit On-Board-Rechner ? So schlimm ist es nicht, der iMac ist besser als sein Ruf. Die neuen Modelle sind die ersten Apples die mit Intel Core i7 und i5 ausgeliefert werden, welche die Desktop-Brüder der im MacPro verwendeten Nehalem-Server-CPU sind. Das ist eine lohnende Neuerung, diese CPUs sind wirklich deutlich schneller als alles andere und werden im iMac mit 2 oder 4 Kernen angeboten. RAM-Speicher satt: Bis zu 16GB können eingebaut werden, 4GB sind Standard. Displays werden in 21,5″ oder 27″ angeboten. Schnelle 7200er Platten sind Standard, 500 GB im Einstiegsmodell, 1TB in den Größeren, 2TB als Option. Insgesamt stehen 8 Modelle zur Auswahl mit Taktraten von 2,66 bis 3,33 GHz und 3 verschiedenen Graphikkarten. Topmodell ist der 27″ mit 2,8GHz Intel Core i7 Quad und 1TB Festplatte für 1900 Euro – fast 300 Euro billiger als der kleinste MacPro und auch tatsächlich eine Alternative zu diesem. Minus : natürlich keine PCIe-Slots und nur ein Firewire-Port. Schränkt die Sache etwas ein, aber wer nicht wahnsinnig viele In/Outs gleichzeitig und externe DSP-Hardware verwenden will kommt mit dem Rechner gut aus. Die CPUs sind echt schnell – bekannt von unseren Windows-Maschinen und die Austattung ist sehr sinnvoll für Audio. Die günstigeren Varianten, inbesondere der Core i5 sind vom Preis/Leistungsverhältnis ähnlich gut.

Fazit: gutes Angebot, kann nicht alles aber vieles. 8 von 10 Äpfeln

War noch was ? Ach ja, es gibt einen neuen MacMini, der ist im wesentlichen identisch mit dem neuen MacBook allerdings hat er einen FirewirePort. Gute Sache, für kleine Produktionen und Edit völlig ok. Ist definitiv die Alternative für alle die auf Mobilität verzichten können. 522 Euro kostet er – allerdings mit winziger, langsamer Festplatte.

Fazit : Unterbewertetes Mac-Taschenmesser. 6 von 10 Äpfeln.

Fazit vom Fazit: Die neue Einsteigerklasse Apple sorgt leider dafür das Einsteiger auch Einsteiger bleiben. Die neuen iMacs dagegen machen ein ganz schönes Fass auf – mit Aktualisierungen der MacPro Reihe ist in absehbarer Zeit zu rechnen, damit der technische Vorsprung weiter gewahrt bleibt.

Mypods And Boomsticks,
Arne

Dr. Dre in Serbien oder der ultimative Car-Bounce-FAIL

Homies!
DasDAS

Freitag Abend Horror Special: Gunter Gabriel vs. Radiohead

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAArgs!

DasARGS vis Nc

Chiptunes ohne Chip: Commodore GPL Synth

Commodore PSG

Ich hätte nie gedacht, das Chiptunes sich auch noch 9 Jahre nach Miki Mikrons „SYS49152″ (übrigens auch für einige Zeit DAS-Mitarbeiter) einer derartigen beliebtheit erfreuen. Ständig erscheinen neue VSTs, Cover-Compilations und Hacks für die alten Brotkästen. Der Commodore PGL Synth von Chiron dürfte in diesem Kontext der Heilige Gral oder zumindest ein Stück von Jesu Kreuz werden:

It features a two-octave keyboard layout, selectable note length, many selectable octaves, selectable pulse-width, vibrato, distortion, and noise or „drum mode“ depending on how you use it. All this without adding or hacking the Commodore PET in any way. Plus, it’s compiling from C, so it’s FAST – with very low latency.
This computer does not use a SID 6581 music chip at all! This program was designed, tested, and refined on a real life fully working stock Commodore PET 4032 computer, and the sound is heard coming out of the built-in piezoelectric on the PET 4032 . It does not involve hacking the computer in any way, or adding any extra sound cards. It does not involve taking sound from the tape port. It also does not implement a DAC to create sounds.
It’s also GNU GPL v2 open source software – so if you like it, you can go hack it yourself. Or pay someone to make it the way you want it. Like me ;)
There’s nothing that sounds quite like it. It’s got a huge sound, and no noise. Really, when I plug it into my mixer, there’s no noise at all! I can hardly find any no matter how high I turn it up!
The drum sounds are also crazy weird. You can also set the vibrato so high it sounds more like a laser gun or alien telephone.
All this from the finest in 1-bit sound on the Commodore PET.

Wer hat denn überhaupt noch so eine Wargames-Kiste? Wer eine auftreiben kann, dürfte schnell Heldenstatus erreichen.
Petsynth Homepage
Level up,
DasDAS

The Yes Dance (NSFW)

Schönen Sonntag, Party People!
DasDAS via BB

D.A.V. Electronics – S.I.P.P. M/S Stereoverbreiterung und Parallelprozessor

D.A.V.S.I.P.P.M.S. – Bei so vielen Abkürzungen wird einem ganz schwindelig. Dabei ist die Auflösung ganz einfach: D.A.V. Electronics haben ein schönes Ding zusammengeschraubt, mit dem sich das Stereobild verändern läßt und auf analoger Ebene parallele Bearbeitung ermöglicht wird. Auf gut Deutsch: Stereo Imaging Parallel Processor. Kurz S.I.P.P.. Und weil das im Mid/Side-Verfahren geschieht, wandern eben auch noch M und S in den Abkürzungswahnsinn.

Das Gerät ist natürlich 2-kanalig aufgebaut und bietet jeweils XLR-Ein- und Ausgang, sowie einen XLR-Insert-Weg. Auf der Frontseite finden sich jeweils ein Input-Gain-Regler und ein Poti, das das Verhältnis zwischen direktem und parallelem Insert-Signal regelt. Außerdem gibts kleine rote Knöpfe, die zwischen M/S und L/R Modus umschalten, eine LED zeigt den Modus an. Die grauen Knöpfe schalten den Insert auf Bypass.

Technisch betrachtet ist der S.I.P.P. grundsätzlich ein Line-Signal-Router. In der L/R-Betriebsart spaltet der S.I.P.P. pro Kanal das Signal und man kann in New-York-Style einen Kompressor in einen Signalweg einschleifen und parallel komprimieren. Oder verzerren. Einfach den Effektanteil regeln, ohne Phasenprobleme wieder zusammen mischen und ab in die DAW.

D.A.V. benutzt den S.I.P.P. zum Beispiel auch als Dual 2-Weg Splitter, indem man die Insert-Wege als Outputs benutzt und ebenfalls mit dem AD-Wandler verbindet. Bei der Vocal-Aufnahme kann dann in einem Weg ein Kompressor eingeschleift werden, man hat aber trotzdem auch das unkomprimierte Signal zur Bearbeitung im Sequencer.

Wie der erste Teil des Namens verheißt, kann der S.I.P.P. eben auch das Stereofeld bearbeiten. Und zwar nicht einfach nur breiter machen, sondern eben auch z.B. im Side-Weg per Insert einen Kompressor und EQ für mehr Höhen einbinden, während im Mid-Kanal die Kickdrum noch ein Pfund Bass mehr bekommen kann.

Mehr Ideen gibts auf der Website, wo sich unter anderem auch ein detailliertes PDF zur Theorie des M/S-Processing findet.

Wer also immer schon mal mit Stereoverbreiterung experimentieren, auf analoger Ebene schnell und einfach parallel bearbeiten wollte oder zur Sicherheit eine unbearbeitete Aufnahme-Variante an Bord haben will, sollte sich den D.A.V. S.I.P.P M/S mal genauer ansehen.

Es lebe Widescreen-Audio,
DasHard

Sampling für Dummies: Smack my bitch up

Anhand von Prodigys „Smack my bitch up“, etwas Papier und viel Charme wird am lebenden Objekt erklärt, wie Sampling funktioniert. So kann ich auch meinen Eltern eine der wichtigsten Kunsttechniken der letzten Jahrzehnte nahelegen.

Outta Space,
DasDAS via torsun

Just Fun.

Ok. Es ist VW, ich weiß. Aber die Idee ist einfach so schön, daß ich mir schon vorstellen kann, wie ich ohne schwarze und weiße Tasten auf den Stufen hüpfe. @DasDAS: gibts noch keine iPhone App dafür -> Augmented Reality?

BigFish Audio 2for1 Aktion


Zwischen dem 1.10. und 31.10.2009 gibts beim Sample-Library Spezialisten BigFish Audio eine Promoaktion.
Wer 1 BigFishAudio-Produkt kauft, kann sich ein weiteres maximal gleich teures Produkt aussuchen und Geld sparen. Geht auch bei mehreren Produkten. Also zum Beispiel 3 kaufen und 3 zusätzlich aussuchen. Oder 4 und 4. Bedingungen: jedes Produkt darf nur einmal pro Käufer gekauft werden und Vir2 Produkte sind ausgenommen.

Zum Store.

Time to save money,
DasHard

Ebay des Tages: Luft-EQ

Man kommt sich ja schon leicht dement vor, wenn man den Sound eines Gerätes als „warm“, „tief“, „kehlig“ oder sogar „erdig“ bezeichnet. Die Kollegen von der audiophilen Community gehen da meist weiter, dort wird es „sphärisch“, „silbrig-seiden“ und „kristallblau“, bis einem der Gehörgang zugekleistert ist. Ganz wohltuend technisch dagegen die Beschreibung des neuen must-have für alle 100.000 Euro aufwärts Hi-Fi-Fetischisten, der Luft-Equalizer:

Equalizer für die elektrischen Felder in der Luft über Prägung durch blaues Licht. Diese Lampe nutzt die Hybrid-Tuning-Chip-Technologie. Mit einer LED blau als Leuchtmittel und einer Leistungsaufnahme von 1 Watt, het die Lampe eine mittlere Haltbarkeit von ca. 20.000 Stunden. Die LED ist fest mit Lampe verbunden und nicht austauschbar

Ebay des Tages

Wer jetzt nach „Hybrid-Tuning-Chip-Technologie“ googelt, ist schon in ihren Fängen!

Boombox for life,
DasDAS via DasArne

Mobile Musikproduktion: 5 Top Iphone Apps (Jasuto, TouchOSC, Thereminator, Star6, Ellatron)

Apple erweitert die Fronten: Das Iphone und der Ipod Touch übernehmen gerade den Gamesmarkt und machen Sony und Nintendo Konkurrenz, dank innovativer Spiele für ganz kleines Geld. Auch Amazon bleibt nicht verschont, die Iphone-App zu Nick Caves Buch „The Death of Bunny Monroe“ verschmilzt Hörbuch und Buch auf brilliante Art und Weise und läßt den Kindle alt aussehen. Das Touchinterface und der Tiltsensor eignen sich einfach hervorragend, um mit jeglichen Medien zu interagieren und ermöglicht gerade auch für Musikproduktion neue Wege. Natürlich gibt es jede Menge nonsens-apps, z.B. „I am T-Pain“-Autotune Quatsch, doch einige Instrumente bieten wirklichen Nutzwert für die Musikproduktion. Hier meine eigene, persönliche Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber im Einsatz geprüft.

TouchOSC

1. TouchOSC Controller

Schlicht gesagt, hat man mit TouchOSC einen flexiblen Touchscreen Controller für das Studio, ähnlich dem Jazzmutant Lemur. Das einfache, schicke und deutlich im Lemurstil gehaltene Interface verbindet sich mit Musiksoftware für Mac oder PC über OSC (Open Sound Control) und bietet Fader, Buttons und XY-Felder, mit denen sich hervorragend fernsteuern läßt. Vorausetzung dafür ist eine WIFI-Verbindung, die sich Computer und Ipod teilen, sowie eine Software, die OSC versteht. Doch mittels Tools wie Osculator (ca.30$) lassen sich auch OSC-unkundige Umgebungen fernsteuern – die Software wandelt die einkommenden Daten in Midi um. In 10 Minuten konnte ich so Ableton Live kontrollieren. Leider gibt es noch keine automatische Erkennung von TouchOSC als Kontrolloberfläche in Live und die Workarounds sind was für serious Nerds. Ich hab es in einer halben Stunde nicht geschafft und damit war mein Zeitbudget erschöpft. Aber wenn man sich die Buttons ohnehin selbst zuweisen will, ist TouchOSC fantastisch. Für Max/MSPler und Processing Freaks ein muss, alle anderen können sich überlegen, ob ihnen die zusätzliche Investition in eine Extra-Software genehm ist. Livetauglich ist die Remote leider nur bedingt, denn ein WIFI in der Venue ist Pflicht. Hier würde ich mir Bluetooth wünschen.

Mit Apple Laptops (und einigen Win laptops auch) kann TouchOSC auch in clubs/venues verwendet werden. Einfach ein Computer-zu-Computer Network auf dem Laptop erstellen und TouchOSC direkt damit vebinden. Sogar die (schon von haus aus geringe) Latenz wird dadurch noch kleiner da kein Umweg ueber nen WiFi-router gemacht wird. Happy controlling!

Bob, via den Kommentaren.

Rating: 4 von 5 Fadern

Link

2. Thereminator Synthesizer

Leicht zu erraten, der Thereminator simuliert ein Theremin. Dank eingebautem Delay, Auto-Aim Funktion und wahlweiser Steuerung über Bewegungssensor oder Touchscreen eine gut klingende und absolut spielbare Version eines der wichtigsten Instrumente der Neuzeit. Schön auch die Glitches, die bei gleichzeitiger Verwendung beider Steuermöglichkeiten entstehen – bitte hier keinen Bugfix!

Rating: 5 von 5 Ufos

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3. Jasuto Modularsynthesizer

Jasuto

Hier tue ich mich schwer: ich konnte den Modularsynthesizer Jasuto nur einen Tag testen, dann hat das letzte Ipod-Update das Programm zerschossen. Ein Bugfix (Version 1.1.2) wurde vor einer Woche an Apple geschickt und steckt dort in der Pipeline ist jetzt downloadbar! Ich erwähne Jasuto hier trotzdem, weil er unter allen Synthesizern im App-Store die meisten klanglichen Möglichkeiten hat. Ähnlich wie bei einem Reactable werden hier verschiedene Synthesebestandteile beweglich auf eine Oberfläche gelegt, die dann untereinander agieren. Im Unterschied zu ähnlich gelagerten Apps wie Synthpond ist hier aber noch die gute alte Verkablung vorgesehen, so dass sich viel komplexere und für Insider lohnendere Patches erstellen lassen. Ich konnte in dem kurzen Zeitraum nur die Presets variieren, war aber ob der umfangreichen Schaltungs-und Moduloptionen beeindruckt. Klanglich überzeugt Jasuto auch, er hat einen eigenen Klang, der sich so kaum woanders herstellen läßt, was an der Verbindung von Interface und Engine liegt.

Wertung: wenn er läuft, 5 von 5 Patchkabeln

Link

4. Ellatron Sampleplayer

Dadum

Das Ellatron emuliert den ersten Sampler überhaupt, das Mellotron. Dieses Band-basierte Gerät ist bekannt durch z.B. die Flötenklänge bei „Strawberry Fields“ und findet auch heute noch in einem großen Teil moderner Produktionen Raum, meist aber nur aus einer Sample-Library. Die Originale sind teuer und erfordern Wartung, noch dazu ist ihre Latenz beim Spielen enorm (dafür ist das Spielgefühl wunderbar lebendig – dutzende spulende Bänder unter den Fingern zu haben ist toll!). Ellatron ist klein, trashig und klingt wie eine Lomo-Aufnahme von einem Mellotron. Es hat wenig „Grundwärme“ und eignet sich nicht als Hauptinstrument. Doch im Mix macht es sich sehr gut und bietet besonders mit den Chören eine schöne Auffüllung des Klanges. Quick and dirty, aber charmant!

Wertung: 3 von 5 Bandwechselrahmen

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5. Star6 Sampleplayer/MPC

Star6

Zum Schluß die Killer-App, die sicher schnell Einzug in viele Liveauftritte und DJ-Sets finden wird: Star 6 von Jason Forrest und Agile Partners. In quietschbunten Farben auf großen Flächen gehalten, bietet das Programm 6 Sample Slots, in die je 2MB große Loops passen. Darunter befinden sich sechs Effekt-Knöpfe wie Gate, Speed, Pitch etc, die auf den aktuellen Loop eingreifen. Ihre Intesität wird über den Bewegungssensor gesteuert, so dass große Geste möglich sind und man nicht seine Augen auf dem Bildschirm haben muss. Die Engine lässt sich von Sync (vergleichbar Abletons Beat-Modus) zu Grain umschalten, so dass die Sounds schön in Einzelteile zerstäubt werden. Panikknopf, globale Effekte (Delay, Filter, Distorsion) und einfacher Sample-Import runden diese fantastische App ab. Ob als Noisegenerator, DJ-Tool oder gar mini-MPC, Star 6 ist brilliant designt und herrlich roh im Sound.

Wertung: 5 von 5 Ecstasy Pillen

Link

Das waren meine Favoriten zur mobilen Musik – falls ihr eigene Lieblinge habt, droppt sie doch in den Kommentaren!

May you live in interesting times,
DasDAS

AES 2009: Arnds Kurzbericht

AES 2009 New York

Arnd, unser Mann vor Ort auf der AES 2009 New York hat das Wochenende damit verbracht, alle interessanten neuen Produkte zu sondieren und bringt hier einen atemlosen, umfassenden Kurzbericht. Die interessantesten Neuheiten werden wir hier nachbereiten. Wenn ihr Fragen habt, stellt sie in den Kommentaren und wir werden sie beantworten.!
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Hallo liebe Leser,

hier mein Kurzbericht von der AES – ist gerade Halbzeit hier, aber ein erster Eindruck ist schon da. Die Messe ist nicht groß, gerade mal 8 Reihen in einer halben Halle, doch es sind auf aller kleinstem Raum über 300 Austeller vertreten. Es ist also die Zeit der kleinen Firmen – die großen Firmen sind kaum vertreten.

Dafür ist der Andrang schier unglaublich: – zig tausende Besucher drängen sich durch die kleinen Gassen und stehen Schlange, um sich mit den neusten Informationen zu versorgen.

Insgesamt gibt es auf der Messe bestimmt ungelogen 30 neue 500 Formate – ob Dual -Preamp in einer 500 Einheit bis hin zu DI-Boxen und vielen Kompressoren, in Amerika geht der Trend weiter zu den 500 Formaten. Verschiedene Hersteller bieten neue Lunchbox-Lösungen, wir werden in Zukunft sicher einige interessante Alternativen anbieten können.

Hier nun eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuerscheinungen:

1. Apogee hat ein Gitarren- Interface auf dem Markt, das GIO
2. Novation hat günstigen neuen Keyboards der Nocturn-Serie vorgestellt
3. Telefunken Elektroakustik haben ein neues ELAM 251 Mikrofon auf dem Markt.
4. A-Design haben einen neuen Poppfilter für laute Schallquellen entwickelt – Premiumklasse und in der Spülmaschine waschbar! Außerdem gibt es zwei neue 500 Formate und es kommt der A-Design “ The Nail “ auf den Markt. Ein toller Stereokompressor mit Paralellompression im Klang Stiel des Neve 33609 – bloß niemals matschig klingend und im Vergleich wesentlich günstiger! Das ist super !
5. Charter Oak haben den PEQ – also den neuen Equalizer noch mal verbessert und er klingt unglaublich sauber – komplett ohne Phasenprobleme und Inteferencen in benachbarten Frequenzbereichen. Eine tolle Sache – für alle die keine Färbung sondern eine Klangkorrektur vornehmen wollen.
6. Die Firma Endless Tapeless, hat über VST/ AU und RTAS eine Möglichkeit geschaffen innerhalb der DAW komplett die Bandmaschine zu steuern. Es ist also möglich, in Pro-Tools zu schneiden – zu loopen etc. und alles wird dann auf die Bandmaschine übertragen – ich werde mir heute mal eine Demo dazu geben. Das Team ist nett und jung – das Tool wird aber preislich nur für anspruchsvolle Studios etwas sein – die haben ja auch noch Bandmaschinen!
7. Phoenix Audio hat einen achtkanaligen DSR-1 rausgebracht, den DSR-8 Mikrofonvorverstärker
8. Radial hat neben dem Workhorse Serie 500 Rack auch eien neue Serie von ganz vielen günstigen 500 Modulen auf dem Markt.
9. Purple Audio hat ebenfalls zwei neue EQs: einen parametrischen und einen graphischen .
10. API hat unter seiner Fimierung JDK den R22 auf den Markt gebracht – einen Stereokompressor im Armi-Look !
11. Shure hat seine neuen Ribbons ( vormals Crowley & Tripp ) vorgestellt
12. CAD stellt das Equitek 100 in silber vor – das goldene läuft aus und das silberne soll wohl ähnlich dem TLM 103 klingen – ist also auch intern neu gestaltet worden.
13. Sony stellt als Kompaktrecorder den PCM -M 10 vor
14. Prismsound kaufte SADIE – und nun kommt SADIE auch nativ !
15. Sonnox stellt die neue Restore -Plug-Ins vor
16 . Waves erweiteret die Artist Collection
a) Jack Josheip Puig
b) Chris Lord-Alige
c) Tony Maserati
d) Eddie Kramer
17 . Toft bringt neuen Summierer – 16 Kanal mit Aux-Wegen und Fadern etc. – sieht heftig robust aus und soll fantastisch klingen. Außerdem gibt es die ATB- nun auch als 4 Kanal-Version – quasi zum Verschicken für Testkunden – tolle Idee !!
18. Steinberg stellt SyncStation vor- für uns nichts neues. aber trotzdem erwähnenswert
19. Neumann stellt DMI-8 Digital Mic Interface vor
20 Lynx stellt den Aurora 16 in der VT -Version vor – nun können die Pegel In/Out analog angeglichen werden
21. Tascam stellt den HDS-P 82 vor – 8 Kanal Feld Recorder für Profibetrieb
22. Daking stellt 500 Mic-Modul vor und ebenfalls den Daking FET3 Dual Channel Compressor
23. Theromionic Culture Little Bastard Valve Mixer erhältlich
24. Die Firma „Orosys “ hat ein neuen Gitarren-Amp Simulator auf Basis einer modifizierten Convoulsion-Schaltung vorgestellt – die Leute sind abgegangen wie sonst nirgendwo !!!
25. Korg toller neuer Sampler – siehe unser Blog, und SV-1 Stage Piano
26. Tascam stellt US-100 USB 2 Interface für unter 100 € vor

Insgesamt eine tolle Auswahl an neuem Equipment und viele spannende Neuentwicklungen, besonders der 500er Serie Boom, A-Designs „The Nail“ und die „Orosys“ Produkte sorgen für Freude! Mehr erfahrt ihr bald hier.

Liebe Grüße aus Harlem,
Arnd

AES 2009 : Lexicon PCM Native

PCM Native

„This year we´re going to change the way you think“ oder so ähnlich orakelte die Lexicon-Hompeage tagelang. Jetzt ist die Katze aus dem Sack, es handelt sich um [drumroll] ein PlugIn ! [/drumroll] Für den eingefleischten Hardware-Hersteller ist das eine kleine Revolution. Das Plug In soll die Qualität der Lexicon Hardware besitzen und kommt mit 7 Reverbtypen für alle gängigen Plattformen. Laut Systemanforderungen ist das Ganze auch noch relativ resourcenschonend, ein G5 mit Mac OSX 10.4 respektive ein 1.6GHz Rechner mit WinXP sollen aureichen. Das heißt aber auch das hier definitiv keine Faltungstechnik benutzt wurde sondern old-school Algorithmen sonst wäre das alles wesentlich hungriger. Na dann frage ich nur noch was das kosten soll….

Revolution Vs. Convolution,
Arne