Archiv für Juli 2009

Apple rettet das Album mit Apple Tablet

Apple Tablet

Laut der Financial Times wird der im September erscheinende Ipod Touch ein 10″ Tablet Rechner werden, mit dem sich Album Artwork wieder anständig darstellen lassen wird:

The device will “probably” have a ten-inch screen and come without a cell connection. Somewhat bizarrely, the FT describes it as being pitched at rejuvenating sales of the multi-song music album. “It’s all about re-creating the heyday of the album when you would sit around with your friends looking at the artwork, while you listened to the music,” a source told the FT. How will this happen? Liner notes and artwork on the big 10-inch screen.

This attempt to turn back the business clock for the music industry is codenamed “Cocktail”, and will tempt consumers to buy albums rather than just picking the songs they like. Unfortunately, it seems to have escaped the music execs that people bought albums because it was the only way to get the tracks you wanted, unlike today where you can pick and choose, discarding the chaff.

Wired.com

Ob man nur über das Artwork die untergehende Kunstform „Album“ retten kann, sei dahingestellt. Ich bin als Jahrgang 1978er noch ein firmer Albumkäufer, während die meisten Sub-Zwanziger wohl kaum daran interessiert sind, ihre Playlists derart vollzustopfen.

Abseits dieser merkantielen Dimension birgt ein Apple Tablet PC für uns Musikschaffende uneendliche Kontrollmöglichkeiten – schon jetzt läßt sich dank Iphone die meiste Musiksoftware fernsteuern. Mit 10″ ist natürlich eine Menge mehr an Fadern und Reglern möglich. Ich harre der kommenden Apps!

Touching you, touching me,
DasDAS

Downtime wegen Serverumzug

The Devil never sleeps – am Wochenende sind wir auf einen neuen, leistungsfähigeren Server umgezogen. Leider dauert der Umzug etwas länger, so dass unsere Shop-Webseite bis zum frühen Nachmittag offline ist. Natürlich sind wir unter der 0404711-348-11 weiter für euch da!

Attack of the Modular Synth Robots

Voltage from Bam Studio on Vimeo.

Was für ein fantastisches Video: Isaac Assimov gestylte Androiden aus Modularsystemen feiern eine Patchcord Swingerparty! Das brazillianische Animationsstudio Bam hat sich damit einen Platz im Herzen aller Synthnerds erschaffen.

Schönes Wochenende euch!
DasDAS

via CDM

D-Touch Drum Machine

Wer am Wochenende noch nichts vor hat, sollte hier mal reinschauen und sich eine Drummachine zum anfassen bauen.

Bis dann,
Arne

Neu : Apogee GiO Interface

Im Zuge der Logic Pro 9 Vorstellung bietet Apogee nun ein Gitarreninterface im Pedal-Board-Format an.
Das Ganze bietet Transporttasten, Schalter zum bedienen der neuen Stompboxes in Logic, einen Instrumenten-Eingang sowie einen
Audio-Ausgang zum Monitoring. Kontakt mit dem Rechner wird per USB hergestellt. Ist abgestimmt auf Logic Pro 9, MainStage 2, GarageBand 09
und soll im September in den Verkauf gelangen. Als Preis wird 395 $ angegeben.

Schick ist´s – aber bevor die Gitarrenzunft dies annehmen wird müssen sich die neuen Amps in Logic wohl erstmal beweisen….

Wir sind gespannt.

Step on it !
Arne

Apple stellt Logic Pro 9 vor

Logic9

Soeben kam die Meldung durch das Apple allen Unkenrufen zum Trotz mit Logic in die 9. Runde geht. Neu an Bord sind angeblich über 200 Features unter anderem:

  • Elastic Audio (Audio Quantize, Varispeed, Speed Fades)
  • Drum Replacer
  • ein neuer Gitarrenamp-Simulator (25 Amps, 25 Cabinets, 30 Stompboxes)
  • Bounce InPlace (Regionen können separat gerendert werden)
  • Evolution statt Revolution also , ist der Konkurrenz dann damit Austattungsmäßig wieder ebenbürtig. Das in den nächsten Monaten dann wieder die klassische Diskussion losgeht ob und in wie fern die Engine verändert wurde und wie sie denn klingt ist wohl auch so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Laut den Specs geht das ganze nicht mit PPC – erste Usertests behaupten allerdings das Gegenteil – danke an Jan für den Hinweis.
    Tiger geht definitv nicht.

    Erhältlich demnächst, UVP 499 Euro

    Plan 9 From Outer Space,
    Arne

    Darth Vader Dance

    Can‘t touch Darth!
    DasDAS

    via BB

    Untergegangene Instrumente: Millioniser 2000

    Ich bin sprachlos ob der Brillianz dieses Videos aus dem Jahr 1979 – zu Schade, dass der Millioniser 2000 heute kaum mehr bekannt ist. Peter Kirn hat die komplette Story.

    Tröt tröt,
    DasDAS

    Freeware: Ohmforce Cohmpost

    Cohmpost Ohmforce

    Und der Preis für das beste Userinterface in einem Freewareplugin geht an: Ohmforce!

    Ich bin etwas spät dran, das Plugin hier zu posten, doch ich versuche ja alle Plugs zu testen, bevor ich euch damit belästige. Dazu bin erst jetzt gekommen, mit Begeisterung! Die Französischen Hardcorecoder, mit denen wir den Weihnachtsohm-Contest veranstaltet haben, schenken uns ein neues, aberwitziges Plugin, dass die Chance bietet, eure Hochtöner zu schmelzen und Tieftöner zu zerschießen. Ein Feature, dass heutzutage viel zu selten angboten wird. Im Ernst: wer gerade in einem Kreativloch steckt, wird die fiesen Sounds schätzen, die das Gerät produziert.

    You just NEED some Cohmpost in your music. Get it in AU for Mac, VST for Mac , RTAS for Mac or VST for Windows. For your information, no kittens were harmed while creating the Cohmpost (just a bit ruffled, promise). Lawyer warning : Please do not use Ohm Force Cohmpost Mac version unless you totally agree with the license agreement. Waiting for your tunes made with, send us the links and we’ll post it here…

    Zum Download

    Planet Power,
    DasDAS

    Moogerfooger MF-105M MIDI MuRF

    Murf M Moog

    „Es gibt sie noch, die guten alten Dinge“ sagt der Lieblingskatalog meiner Mudder. Die Moogerfooger-Reihe von Moog könnte auch dort erscheinen: Bodentreter mit Holzverschlag, voll-analog und mit schönem, großen Sound. Seinen es der Phaser, Ringmodulator oder das Delay, alle Geräte sind uneingeschränkt empfehlbar. Mit dem Kontrollboard kann man sich sogar ein Modularsystem für unterwegs zusammenschrauben, wie z.B. Frusciante von den Chili Peppers.
    Die letzte noch von Bob Moog entwickelte Maschine ist der MURF- ein Filter mit Stepsequenzer der sich hervoragend für kreatives Zerhacken allen möglichen Materials eignet. Zunächst gab es zwei Versionen, einen für „normale“ Menschen und eine für bassfixierte Verrückte (Bassisten, Dubproduzenten, mich), nun sind sie vereint im MURF M:

    - MuRF and Bass MuRF Filter Bands
    - MIDI Clock Sync
    - Tap Tempo
    - MIDI CC Control
    - Pattern Editor

    Available August 2009

    Can’t decide between the MuRF and Bass MuRF? Get both in one package!

    The evolution of the MuRF continues with the MF-105M MIDI MuRF. The MF-105M combines Bob Moog’s classic MuRF and Bass MuRF to make one powerful Moogerfooger. Its warm, resonant, 100% analog Mid and Bass filter bands bring you everything from shimmering timbral morphing and rhythmic stuttering to deep bass grooves, and like all Moogerfoogers, it’s built like a tank to stand up to the toughest touring and studio use.

    Besonders die bisher für Moogerfooger einmalige Midi-Kontrolle machen dieses Pedal auch für digital-Headz auf Suche nach taktiler Sounderfahrung (oh my, was ein Satz) interessant. Wir haben auch immer Bundle-Angebote, just ask.

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    Blog Tipp: Designing Sound

    Half life

    Aus der Familie von Peter Kirn „Create Digital“ Blogs (CDM1 , CDM2) kommt ein neues, ganz hervorragendes Blog zum Thema Film & Gamesound. Der Inhalt ist bisher hauptsächlich eine Sammlung unterschiedlicher, spannender Artikel von diversen anderen Webseiten, doch die Texte und die Auswahl ist auch hohem Niveau.

    Hier ein Paar Lesetipps:

    How to create a spooky Half-Life Monster sounds in Logic
    David Toop Interview
    How to make a sound design demo reel

    Die Postingfrequenz ist vergleichbar mit meiner hier, also sollte sich da Blog zu einer veritablen Resource für Game & Movie Komponisten entwickeln – in meinem Feedreader ist es jedenfalls schon!

    Follow Freeman,
    DasDAS

    Brent Averill 1272 Redesign

    Über die vortreffliche Schönheit des Klanges eines BAE1272 MicPreamps könnte hier einen kleines Essay schreiben, in dem Worte wie „Honig“, „tief“, „warm“, „Neve-esk“ und „mach mir ein Kind“ vorkommen, doch ich lass es lieber und rate euch zum 10-Tage kostenlos Test (Call 040 4711 348 11).
    Ein Kritikpunkt bei aller Klangschönheit war die Optik: die Geräte sehen so aus, als kämen sie direkt aus einem Mischpult (und können auch genau so verwendet werden). Bei Menschen, die ein Nevepult nur von Bildern her kennen und 19″ gewohnt sind, stieß das auf wenig Gegenliebe. Deswegen haben Brent Averill aufgehorcht und eine sauber verschlossene Rackversion hergestellt, die ab nächster Woche bei uns zu haben ist:

    1272 Brent Averill

    In dieser Preisklassse und weit darüber hinaus ist der 1272 einfach der vollste und satteste Preamp für Mics und DI-Signale, den es gibt. So gut, dass ich ihn nach Dauereinsatz meinem Studiorack jetzt auch ins Liverack geschraubt habe, um meine Synthiebässe „larger than life“ zu machen. Wenn ich die Zeit finde, mach ich gern ein vorher/nachher, z.B. von einem Mopho, solltet ihr das wünschen.

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    Bass Culture,
    DasDAS

    Gyraf: Vollröhrenklang der Extraklasse vom DIY-Forum-Papst aus Dänemark


    (Sorry für den Ton des Videos, beim nächsten Mal nehmen wir ein Mikro mit, versprochen. :) )

    Seit 15 Jahren arbeitet der Däne Jakob Erland im Pro-Audio-Recording-Business und ist daher mit allen technischen Facetten vertraut. Durch die Anforderung, zu jeder Zeit im Handumdrehen Lösungen für die technische Realisierung künstlerischer Vorstellungen anzubieten, wurden die Grenzen des vorhandenen Equipments schnell deutlich. Also blieb als logische Folge nur die Entwicklung eigener Maschinen, denn wenn die erhältlichen Prozessoren nicht den Sound liefern, den der Aufnahmetechniker haben will, baut man sich ihn eben selber. Klar.

    Zuerst wurden die Neuentwicklungen für die Aufnahmesituationen des Studios maßgeschneidert, bis sich herausstellte, daß jeder gerne mit den neuen Geräten arbeitete. Der extrem kurze Entwicklungszyklus begünstigte dabei die schnelle Optimierung. Neue Geräte wurden on-the-fly getestet und innerhalb weniger Stunden optimiert, angepaßt und wieder getestet.

    Nach ein paar Jahren kontinuierlicher Arbeit und Mund-zu-Mund-Propaganda zeigte sich, daß auch externe Techniker den Klang der Gyraf-Geräte kennen und schätzen gelernt hatten. Im Keller des Studio 2 in Aarhus mußte eine kleine Werkstatt eingerichtet werden, gerade groß genug, um 5 Einheiten gleichzeitig zu fertigen.

    Nebenbei etablierte Jakob die führende Anlaufstelle für DIY-Projekte. Auf der Gyraf-Homepage finden sich daher auch Schaltpläne für verschiedene Geräte, die gleichermaßen Einsteiger als auch Profis herausfordern. Er selbst ist in diversen Foren aktiv und sogar eigene Schaltlayouts werden zur Verfügung gestellt. Einzige Anforderung ist das Interesse, sich mit der Elektronik auseinanderzusetzen. Wer schon immer mal einen SSL-Mixbuskompressor löten, oder einen 1176 selbst zusammen schrauben wollte, ist herzlich eingeladen.

    Heute ist Gyraf immer noch klein und versucht dem steigenden Bedarf nach gut und eigen klingendem Audio-Equipment gerecht zu werden. Gerade DAW-gestützte Musikproduktion, in deren Umfeld sich heute wenige, dafür sehr hochwertige Geräte finden, hat enormen Bedarf nach musikalischem Charakter. Gyraf steht seit Jahren für diesen Charakter.

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    Charter Oaks SCL-1: Revolutionäre Kompression



    (Sorry für den Ton des Videos, beim nächsten Mal nehmen wir ein Mikro mit, versprochen. :) )

    Der Charter Oak SCL-1 ist wahrscheinlich weltweit der erste Kompressor/Limiter, mit dem Pumpen praktisch nicht machbar ist. Dabei bringt die einzigartige Schaltung des SCL-1 das Material besonders transparent auf einen konstanten Ausgangslevel, unabhängig von Eingangspegel oder Frequenz.

    Michael Deming, der Gründer von Charter Oak hat 2 Jahre an dem Design gefeilt und ein vollkommen neuartiges Schaltungskonzept entworfen, das unserer Meinung nach ein neues Kapitel im Bereich Kompressor/Limiter aufschlägt. Dabei griff er für das Layout zunächst auf günstige Komponenten zurück, um sie schließlich durch hochwertige Bauteile zu ersetzen und sich so seinem perfekten Ergebnis zu nähern. Und zwar ohne „Magic Black Boxes“ oder andere esoterische Elektronik.

    Das Schlüsselwort lautet hier „parabolic average charge curve“. Dabei generiert der SCL-1 aus dem Eingangssignal einen durchschnittlichen Programm-Pegel und gleicht diesen gemäß der besonderen Parabol-Charakteristik der Schaltung mit dem anliegenden Material ab. Die Kompression fällt deshalb nicht auf 0 zurück, sondern benutzt als Referenz den sich anpassenden, durchschnittlichen Pegel. Typische Kompressionsartefakte wie Atmen und Pumpen werden somit effektiv umgangen.
    Das macht das Gerät zur ersten Wahl in Bereichen, in denen man die Kompression nicht hören soll, wie VoiceOver, Klassik und Jazz, sowie akustische Musik aller Spielarten.

    Das revolutionär einfache und saubere Elektronikdesign bedarf dabei keines HighPass-Filters im Sidechain, um z.B. Kickdrums zu filtern, die den Mix mit jedem Schlag herunterdrücken und pumpen lassen würden. Der SCL-1 kann auf zusätzliche signalverändernde Komponenten und andere elektronische „Hilfestellungen“ verzichten und klingt somit besonders natürlich. Die Musik regelt sich in gewisser Weise selbst.

    Durch kurze Attack- und dem dynamischen Verlauf angepasste Release-Zeiten, zusammen mit der fein justierbaren Knee-Charakteristik („static threshold“) schweißt der SCL-1 Produktionen auf natürliche Art zusammen. Dabei sorgt der Auto-Recovery Modus bei Stakkato-Spitzen für schnellen Release, ohne die anderen Teilen der Musik hörbar zu beeinflussen. Der SCL-1 bearbeitet Legato-Passagen z.B. automatisch mit langer Release-Zeit und stellt gegen Ende der Musik sogar eine sehr lange Release-Zeit ein, um jegliche Überkompensation zu unterbinden. Ein manuelles Nachregeln der Release-Zeit entfällt somit und es müssen keine Kompromisse bei der Abstimmung von Release-Zeit und Kompressionsartefakten gemacht werden.

    Der SCL-1 ist dabei nicht angetreten, um andere Kompressoren zu ersetzen. Er ist einfach in der Lage, Dynamik in einer völlig neuen Art zu bearbeiten und den Klang eines Mixes auch in schwierigen Situationen sehr natürlich zu beeinflussen.

    Charter Oak empfiehlt nicht ohne Grund, den Limiter sogar bei klassischer Musik ohne Angst anzufahren: „It WILL NOT pump or gasp.“

    Da der SCL-1 im Stereo-Mode oder als Dual-Mono betrieben werden kann, ist ein flexibler Einsatz beim Mixen möglich. Um euch ein eigenes Bild zu machen, könnt ihr bei uns natürlich Demo-Geräte testen oder für eure Produktion leihen.

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    Hier ein Audiobeispiel, der SCL-1 wurde auf der Drum und Bass Subgruppe verwendet:

    Original Processed

    Die Files sind dem Song „I‘m on the run“ von dem Album „PRIMA“ von ‚In Public feat. Rick Smitt‘ mit freundlicher Genehmigung entliehen.

    Gonzales ist: Superproducer

    Dandy-Musik-Mogul Gonzales mimt den Superproducer in dieser herrlichen Comedyserie auf Daily Motion. Die Recordingsession mit dem christlichen Sänger erinnert mich an die South Park Episode, in der Cartman eine christliche Rockband gründet: er nimmt „normale“ Liebeslieder und tauscht das „Wort“ Baby durch „Jesus“ – hilarity ensues.

    Hey Man, don‘t touch the fix,
    DasDAS