Charter Oaks SCL-1: Revolutionäre Kompression



(Sorry für den Ton des Videos, beim nächsten Mal nehmen wir ein Mikro mit, versprochen. :) )

Der Charter Oak SCL-1 ist wahrscheinlich weltweit der erste Kompressor/Limiter, mit dem Pumpen praktisch nicht machbar ist. Dabei bringt die einzigartige Schaltung des SCL-1 das Material besonders transparent auf einen konstanten Ausgangslevel, unabhängig von Eingangspegel oder Frequenz.

Michael Deming, der Gründer von Charter Oak hat 2 Jahre an dem Design gefeilt und ein vollkommen neuartiges Schaltungskonzept entworfen, das unserer Meinung nach ein neues Kapitel im Bereich Kompressor/Limiter aufschlägt. Dabei griff er für das Layout zunächst auf günstige Komponenten zurück, um sie schließlich durch hochwertige Bauteile zu ersetzen und sich so seinem perfekten Ergebnis zu nähern. Und zwar ohne „Magic Black Boxes“ oder andere esoterische Elektronik.

Das Schlüsselwort lautet hier „parabolic average charge curve“. Dabei generiert der SCL-1 aus dem Eingangssignal einen durchschnittlichen Programm-Pegel und gleicht diesen gemäß der besonderen Parabol-Charakteristik der Schaltung mit dem anliegenden Material ab. Die Kompression fällt deshalb nicht auf 0 zurück, sondern benutzt als Referenz den sich anpassenden, durchschnittlichen Pegel. Typische Kompressionsartefakte wie Atmen und Pumpen werden somit effektiv umgangen.
Das macht das Gerät zur ersten Wahl in Bereichen, in denen man die Kompression nicht hören soll, wie VoiceOver, Klassik und Jazz, sowie akustische Musik aller Spielarten.

Das revolutionär einfache und saubere Elektronikdesign bedarf dabei keines HighPass-Filters im Sidechain, um z.B. Kickdrums zu filtern, die den Mix mit jedem Schlag herunterdrücken und pumpen lassen würden. Der SCL-1 kann auf zusätzliche signalverändernde Komponenten und andere elektronische „Hilfestellungen“ verzichten und klingt somit besonders natürlich. Die Musik regelt sich in gewisser Weise selbst.

Durch kurze Attack- und dem dynamischen Verlauf angepasste Release-Zeiten, zusammen mit der fein justierbaren Knee-Charakteristik („static threshold“) schweißt der SCL-1 Produktionen auf natürliche Art zusammen. Dabei sorgt der Auto-Recovery Modus bei Stakkato-Spitzen für schnellen Release, ohne die anderen Teilen der Musik hörbar zu beeinflussen. Der SCL-1 bearbeitet Legato-Passagen z.B. automatisch mit langer Release-Zeit und stellt gegen Ende der Musik sogar eine sehr lange Release-Zeit ein, um jegliche Überkompensation zu unterbinden. Ein manuelles Nachregeln der Release-Zeit entfällt somit und es müssen keine Kompromisse bei der Abstimmung von Release-Zeit und Kompressionsartefakten gemacht werden.

Der SCL-1 ist dabei nicht angetreten, um andere Kompressoren zu ersetzen. Er ist einfach in der Lage, Dynamik in einer völlig neuen Art zu bearbeiten und den Klang eines Mixes auch in schwierigen Situationen sehr natürlich zu beeinflussen.

Charter Oak empfiehlt nicht ohne Grund, den Limiter sogar bei klassischer Musik ohne Angst anzufahren: „It WILL NOT pump or gasp.“

Da der SCL-1 im Stereo-Mode oder als Dual-Mono betrieben werden kann, ist ein flexibler Einsatz beim Mixen möglich. Um euch ein eigenes Bild zu machen, könnt ihr bei uns natürlich Demo-Geräte testen oder für eure Produktion leihen.

Zum Shop

Hier ein Audiobeispiel, der SCL-1 wurde auf der Drum und Bass Subgruppe verwendet:

Original Processed

Die Files sind dem Song „I‘m on the run“ von dem Album „PRIMA“ von ‚In Public feat. Rick Smitt‘ mit freundlicher Genehmigung entliehen.

  • Twitter

6 Antworten auf “Charter Oaks SCL-1: Revolutionäre Kompression”


  1. 1 audionerve 18. Juli 2009 um 1:09 Uhr

    Hast du dich jetzt mit den Soundbeispielen vertan, oder hör ich nicht richtig? Mir fehlt der entscheidende Unterschied.

  2. 2 DasHard 18. Juli 2009 um 9:40 Uhr

    Hey Audionerve,
    du hast recht, die Soundbeispiele wurden nicht eigens zu Demo-Zwecken angefertigt, sondern sind einer Produktion entnommen. Daher sind sie sicherlich mehr dazu geeignet, den praktischen Nutzen zu veranschaulichen. Meiner Meinung nach gewinnt der Sound an Klarheit, Fülle und Ausgewogenheit, alles sitzt besser und wirkt ein bißchen größer.
    Sobald es machbar ist, werden hier sicherlich noch ein paar plakativere Beispiele folgen.

  3. 3 audioCoYotE 04. August 2010 um 18:38 Uhr

    Hi,
    Ich persönlich finde den Unterschied recht gut hörbar. Der Kompressor ist bestimmt nicht sonderlich hart gefahren worden. – Nehme ich an. Aber besonders in den oberen Mitten und Höhen ist eine deutlichere „Luftigkeit“ & „Transparenz“ hörbar (auch gerade im Schlafzimmer beim hören auf Bose-PC-Speakern).
    Ich bin gespannt in wie sich der SCL-1 einigen meiner (Klassik-)Soundtrack und SFX-Produktionen anstellt.

  1. 1 Charter Oak SCL-1 – Wie klingts in HD? « DIGITAL AUDIO SERVICE Pingback am 04. August 2009 um 14:12 Uhr
  2. 2 Charter Oak: SA538B Mikrofon « DIGITAL AUDIO SERVICE Pingback am 04. August 2009 um 14:19 Uhr
  3. 3 Charter Oak: SA538B Mikrofon in use « DIGITAL AUDIO SERVICE Pingback am 04. August 2009 um 14:23 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.