Archiv für Juli 2009

Apple Logic 9 – No Grace Period

Wie DasArne berichtete, hat Apple hat sich Logic zur Brust genommen und eine neue Versionsnummer drangehängt. Genaueres zu den neuen Feaures findet man bei Apple.

Schade nur, daß Apple scheinbar die „Grace-Period“ vergessen hat. Wer also grade Logic 8 gekauft hat, muß ebenso für das Update zahlen, wie alle, die es jetzt kaufen, denn es ist nach wie vor erhältlich.

Also genau hinschauen, was im Warenkorb liegt, bei uns natürlich schon die 9:

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EMI verkauft nicht mehr an Indie-Plattenläden (Gastkommentar: Michelle Records)

Emi logo

Die folgenden Schock-Meldung ging durch die Blogs die letzten Tage:

The music industry knows how to hang out itself, even if it lacks the correct length pf rope. EMI, certainly reeling from declining physical album sales like the other Big 4 record labels, is now apparently telling independent album retailers that it will no longer sell them CDs.

That’s right, EMI apparently told them over the phone a few weeks ago, an oddly perverse means of notification, that henceforth it will no longer sell them physical albums and that they must go to “one stops” like Wal-Mart or Best Buy to buy product like everybody else to then in turn sell.

via Zeropaid

EMI verkauft also keine CDs mehr an Indieplattenläden in den USA – wie sieht es in Deutschland aus? Dazu habe ich Andre Frahm, Mitinhaber von Michelle Records in Hamburg und Schlagzeuger bei u.a. Olli Schulz um einen Kommentar gebeten.

Was für eine Frechheit, denkt sich vielleicht der/die Leser/in über eine solche Aktion aus dem Hause EMI.
Aber das ist die Realität des Schwachsinns in der heutigen Musikwelt. Aktienfirmen, gesteuert und ausgerichtet auf Maximierung der Ertäge, regieren über die Kunst und der dazu gehörigen Präsentation. Da verwundert es mich, als Betreiber eines Schallplattenfachhandels nicht, daß solche Maßnahmen aus dem Hause EMI beschlossen werden.

Völliger Verlust der Bodenhaftung, auch hier in Deutschland zu beobachten und zwar seit Jahren:
wir von Michelle Records dürfen nicht mehr telefonisch betreut werden, bekommen keinerlei Rabatte von EMI und Sony, und das nach 20 Jahren Zusammenarbeit. Die tolle Firma Edel Records hat gerade vor ein paar Monaten an diverse Läden/Einzelhändler ein Anschreiben verschickt, in dem darauf hingewiesen wird, daß wir ab sofort nicht mehr bei Edel bestellen dürfen!

Wir kapieren dieses Verhalten von EMI, EDEL und Konsorten zwar nicht, aber besorgen uns die Ware natürlich über andere Wege. Bei EMI kommt man ja leider nicht drumm herum. Bei der Firma Edel Records aus Hamburg, ist das nicht schlimm, die sollen ihren Schrott woanders ablagern, aber was macht Motor Music eigentlich dann als Independant-Label noch bei Edel-Records?

Wir müssen uns jeden Tag mit diesem Schwachsinn auseinandersetzen, kostet zusätzlich Kraft und Mühe, aber macht das Ganze auch wieder spannend. Bei so viel Dekadenz und Dummheit fehlen einem aber trotzdem oft die Worte.

Mehr über Michelle-Records erfahrt ihr hier. Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch derkostenlosen Schaufensterkonzerte:

05.08. Tish Hinojosa 18h
09.09. Wye Oak 18
18.09. Ray Pink Moth 18h

DasDAS

DIY Roland TR 808

808 clone

Circuit-Bender, Musiker und Künstler Eric Archer fragte sich angesichts der horrenden Preise für Rolands alte Schätze ob es denn nicht menschenmöglich ist eine identische Klangerzeugung zu konstruieren die dem Original nahe kommt. Natürlich ist das möglich. Haben auch schon Leute vor Ihm gemacht. Was Archers Schaltung von den anderen unterscheidet ist die Einfachheit. Im Prinzip kann sich jeder aus der (sehr guten) Dokumentation die auf Archers URL angeboten wird eine kleine 808 zimmern. Die Bauteile sind Standard und im normalen Elektonikversand erhältlich. Löten sollte man können, aber sonst muss man nicht viel wissen. Andere Clones waren nie so gut dokumentiert oder einfach zu komplex. Gut – hier gibt es auch nur Bassdrum, Snare und HiHat aber was soll´s.

Klasse Sache, wenn das Wetter nicht so schön wäre und ich nicht die Bude voll hätte mit Projekten… aber der Winter kommt bestimmt.

EricArcher.net

analog breadboard attack !
Arne

Schönberg

Jeder noch so gestrenge Komponist der frühen Moderne wird massentauglich, wenn Katzen sein Werk interpretieren.

Play him off, Schönberg Cat,
DasDAS

Wenn Marvin eine Band wäre…


…dann wäre er Cybraphon: ein Musikroboter zusammengesetzt aus verschiedenen Klangelementen, der mit einem Mood-Meter ausgestattet ist. Leider ist seine Stimmung ähnlich mies wie die von Marvin aus Per Anhalter durch die Galaxis, doch im Gegensatz zu dem orginalen „paraniod android“ ist er ruhmsüchtig: ständig mit dem Internet verbunden, machen ihn Facebook Invites, Myspace adds und plays für kurze Zeit glücklich, so dass er fröhlichere Musik spielt. Doch ruhmsüchtig wie er ist, braucht er immer mehr und fällt schnell in tiefe Löcher, voller trauriger, melodramatischer Musik.

Die Erfinder sehen ihn als typisches Modell einer modernen Indie-Band.

Danke für den Fisch,
DasDAS

via Gizmodo

Summer NAMM 2009: Universal Audio: UAD Software 5.4 und neue Plugins

Die wohl meistverkaufte DSP Karte diesseits von ProTools, die UAD, geht in Softwareversion 5.4 und schlägt wieder diverse Bugs tot. Spannend sind die neuen Plugins, mit denen die Karte aufwartet: den Quasi-Studiostandard Bandmaschinensimulator/Kompressor Fatso, das frühe Hallgerät EMT 250 und ein neuer Neve EQ bringen Freude in die Herzen von UAD-2 Besitzern. Eine Träne dürften UAD-1 vergießen, denn nur der Neve läuft bei ihnen. Time to upgrade, Folks! Nur noch heute heute und morgen gibt es übrigens eine UAD-2 Solo KOSTENLOS zum Kauf eine LA-610 MK2 Preamps/Kompressor hinzu. Möchten sie mehr wissen?

Let’s do the Twist!

Ist es zuviel, was Roy Head an Bühnenperformance zu seiner USA Top 2 Single „Treat her rightt“ performed oder sind seine Moves einfach nur fantastisch und passen zum Song?

Zeit für einen Poll!

Every click counts,
DasDAS

via wtd

Summer NAMM 2009: Empirical Labs Mike-E MicPre

Empirical Labs

Neu von Empirical Labs, die uns den must-have Kompressor Distressor beschert haben, kommt der Preamp „Mike E“:

The Mike-E™ from Empirical Labs is a modern digitally controlled Microphone Preamplifier chocked with unusual features to warm and soften the source, along with an excellent compressor/limiter. Mike-E offers an incredible performance transformer-coupled mic preamp, whose noise floor is far below any microphone’s self noise.The one-of-a-kind ‘CompSat’ section is an uncompromising compressor and saturator circuit that offers versatile ‘coloring’, and classic knee compression.

Mic Preamp Section – This is a super low noise transformer input amplifier section, with the gain digitally controlled. This section comes standard with a shielded Lundahl transformer, but provides for a Jensen transformer also.
The signal to noise far exceeds any microphone in existence, typically over 130 dB with the input shorted and 40dB of gain. Having used many mic preamps over the years, we have implemented a unique stepped gain control that should be impervious to the normal flakiness that age causes to pots and detented switches.
Counting the output gain of 14 dB, a total 74 dB of gain is available to the user with the CompSat section bypassed.
A 48 Volt Phantom power is provided for condenser mikes.

Exclusive CompSat™ Section – This unique circuitry sets the Mike-E apart from all other mic preamplifiers. It has four sections:
1) Saturator – This is a multi-stage soft clipping circuit. At lower levels, a triode type saturation affects the signal. As the level increases, a second unique clip circuit that includes Germanium semiconductors starts to more severely flatten out the peaks. An LED named “BAD!” indicates harder un-musical clipping.
2) Compressor – This is an uncompromising compressor/limiter circuit that allows detented control of attack and release for easy repeatability. You adjust the amount of compression with the DRIVE knob, which adjusts the level going into the compressor. In ways it is Distressor-like, but has other differing characteristics including a much longer available attack time, and additional circuitry. Four ratios are provided, 2:1 being the gentlest with a long 20dB knee, good for subtle compression such as while tracking or on the Buss. Ratios 4:1 and 8:1 are steeper but still very smooth with long knees. Nuke is very steep (limiter like) and has a different attack & release shape.
3) Emphasis – The Emphasis is actually two circuits that surround the compressor and saturator, as shown in the block diagram. The Pre-emphasis boosts the high frequencies before the compressor and saturator (CompSat), soft clipping them sooner than normal, while a de-emphasis cuts the frequencies complementary after the CompSat. Emphasis has the added perk of improving signal to noise, and is the reason analog tape decks used emphasis to begin with.
4) Mix Control – The modern recording engineer often employs the technique of mixing between the compressed and the dry (or uncompressed) signal. This can often help maintain transients and a sense of dynamic range while enhancing the low level nuances. Mike-E has a built in mix control to submix in the uncompressed signal to the compressed signal. As the user rotates the MIX control from full right to full left, he goes from the full compressed signal to the full dry signal (absent of any compression or saturation).

Wessen Augen nicht von der blauen LED „BAD“ Leuchte weggefetzt werden (Kenner erinnern sich an den „Nuke!“ Button des Distressor), bekommt mit diesem Beastie Boy sicher einen rockenden Preamp, der bei uns für 1699EUR über den Ladentisch geht.

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John Leckie: The Making of Radioheads „The Bends“

John Leckie

John Leckie, einer der profiliertesten Produzenten unser Zeit und mitverantvortlich für Platten von Muse, The Fall, The Verve, XTC und viele weitere meiner Lieblingsalben gibt auf Gearslutz ausführlich Infos über vergangene Produktionen. Besonders inhaltsreich ist der Artikel zu Radioheads „The Bends“, eine der wichtigsten Platten der 90er:

When I worked with [Radiohead] it was totally absorbing day to day and we really ‚lived‘ the songs. I met them at a gig in Gloucester in early 1994, I think they were supporting James and then I had all the demos and I went to a rehearsal on fruit farm out in the wilds near Oxford. Sitting in the room were myself, two managers, A&R Parlophone UK and A&R Capitol USA all to hear the new songs. The band played 30 songs…all played with passion and lot of flaying of heads and hair. The object was to choose a single to record for follow up to Creep, which of course the band hated. All the songs they played were stunning and it was difficult to pick that ‚commercial hit‘. We settled on doing 4 songs being Nice Dream, The Bends, Just and My Iron Lung.

We then got the bus to RAK in London and set to work for what would take us nine weeks with just a few days off. I‘d worked before with Nigel [Goodrich] as my assistant on crazy projects like Denim and I knew RAK Studio 1 since it opened in 1978 when i produced The Skids and Bill Nelson. Its API, Studer and Neuman and nothings really changed there since 1978…its just got better and is always a place for music. However its not without its shortcomings and you do have to work hard to get a sound.

Monitoring was pretty shit being two Tannoy Golds in Lockwood cabinets hung high in front of you and all the frames rattled etc or we used the battered NS10s on desktop or my old B&W DM1200s. I probably recorded and mixed seven albums on those speakers and its a case of if you can make it sound good on them it‘ll sound good anywhere. Don‘t use them much now though.

Lest den Rest auf Gearslutz.

Gravity always wins,
DasDAS

Wu-Tang: Da Mystery Of Chessboxing

Original

und Lego:

Wu-Tang Lego: Da Mystery of Chessboxin‘ from davo on Vimeo.

Oh brave new world, that has such sights,
DasDAS

Native Instruments Kontakt 3.5

Kontakt 3

Mitten im Sommerloch und fernab von drögen Service-Updates bringt NI Kontakt 3.5 raus:

    - 64 Bit Support unter Windows --> keine Speicherlimits mehr
    - neuer sog. Memory Server unter Mac OSX sprengt auch hier alle Speichergrenzen und das sogar im Betrieb mit 32-Bit Applikationen

Also gebt euren eingestaubten RAM-Riegeln was zu tun und was DFD angeht kann man nun getreu dem Motto von Peter Lustig „einfach mal abschalten“.
Registrierte User erhalten 3.5 kostenlos über die NI-Page, später wird es dann auch über das Servic Center verfügbar sein.

Mehr Power !
Arne

OT: Utter Nonsens

Good night, nighthawks!
DasDAS

via wtd

In eigener Sache: Tonstudio in HH

Tonstudio

Thomas, unser Technikchef und Akustik-Guru möchte sich wieder in ein Studio bauen und sucht nach Räumen in Citynähe von Hamburg:

Es ist an der Zeit, das ich mich musikalisch mal wieder austobe!
Konkret suche ich:
18m² oder grösser, evtl auch zwei autarke, zusammenhängende Räume in der Stadt zur Miete (bis ca 250 Euro / Monat, wenn die Räume entsprechend gut sind). Nicht im Hamburger Umland, keine Proberaummitbenutzung o.ä, sondern eigenständige, abschliessbare Räume. Gerne mit DSL-Anschluss oder der Möglichkeit dazu.
Ich möchte den Raum akustisch optimieren, von daher kommen auch renovierungsbedürfte Locations prinzipiell in Frage, nur feucht geht nicht. Ich kann mir auch Räume innerhalb eines bestehenden Studios vorstellen, das sich verkleinert o.ä.
Für Hinweise bin ich dankbar!

Wenn ihre einen Tipp habt, schreibt ihm doch unter support[a]digitalaudioservice.de.

Thx a lot!

A room of one’s own,
DasDAS

Dreams are my reality

Dreams are my reality

Es bleibt, dem jungen Mann alles Gute auf seinem Lebensweg zu wünschen – Rock on, bro, rock on.

DasDAS

via wtd

Native Instruments Audio DJ 2

Native Instruments wandelt sich in den letzten Jahren von einer Synthesizer/Hardwareschmiede zum Lifestyle-Unternehmen: anstatt mit Tech-Specs aufzuwarten, lassen sie ihre Audiointerfaces von Skater schreddern oder von Parcour-Künstlern durch die Straßen tragen, um ihre Portabilität zu demonstrieren.

The AUDIO 2 DJ fills the need for a high quality, ultra-mobile audio interface for digital DJs using TRAKTOR or other DJing and performance software. Even though it’s the smallest DJ USB soundcard in the world, it still has enough punch to rock the world’s biggest clubs!

The AUDIO 2 DJ is Native Instruments‘ entry level solution for DJs who want ultimate portability with no compromise on audio quality. If you‘re a digital DJ who doesn‘t require audio recording or timecode control, the AUDIO 2 DJ is made for you.

Hook It Up

The AUDIO 2 DJ connects to your computer via the USB 2.0 cable. The two 1/4 inch output channels can either be used to route stereo signals to an external mixer, or as a master out and headphone monitor for using the internal mixer of your DJ or performance software. The included cables make hooking up to any system a breeze- all you need is your AUDIO 2 DJ and laptop.

Sounds Supreme

Amazing sound quality is guaranteed with super high-end Cirrus Logic® AD/DA converters. Ultra low-latency drivers, hi-gain output levels (providing up to 9.7 dBu on both channels), and the ultra-wide frequency response affirm the AUDIO 2 DJ’s professional credentials. The uncompromising sound quality and clarity will reveal every detail of your music.

Mit einer UVP von 99EUR steht der kleinste Spross der DJ Familie in Konkurrenz zum Audiofire 2, unserer bisherigen Empfehlung in dem Bereich Tiny DJ Gear. Wer den Kampf der Zwerggiganten gewinnt, erfahrt ihr sicher bald hier im Blog.

NI Infos

Tiny is the new frecking huge,
DasDAS