Review: Dave Smith Instruments Mopho

Mopho

Dieses Review ist eigentlich kein Review, denn genau wie die ersten Artikel über die Strokes in deutschen Musikmagazinen besoffene Fanschreibe von Volkmann und Co. waren, ist auch dieser Text im Eindruck eines langen Arbeitstages, eines Kompositions-Rausches, einer Flasche Wein entstanden. Also erwartet keine Details, ich biete stattdessen fast pure Begeisterung für ein tolles Instrument.

Der erste Kontakt

Als die Mophos bei uns im Laden eintrafen, hab ich ca. 3 Minuten daran rumgeschraubt und dann sofort die EC-Karte gezückt. Auch wenn unser örtlicher MaxMSP Freak und mexican sound man sofort meinte, ich hätte keinen Geschmack, schließlich sei die Kiste häßlich, beirrte mich das nicht. Der Mopho klingt einfach gut! Jahrelang hab ich Juno 60, SH-02, Jen SX1000 uvm durch die Republik geschleppt, doch diese Minikiste gibt mir einen guten, druckvollen Basssound für 379EUR und wiegt nur ein Paar Gramm! Und verstimmt sich nicht!

Ok, die aufgeklebte Beschriftung ist hässlich, kein Stil, kein Gefühl für Schriftsätze, doch die Folie läßt sich gottseidank abnehmen, so dass der eigene Paintjob nicht weit ist. Problem solved!

Presets Baby

Doch was passiert, wenn man die Presets durchsteppt? Man hört bei vielen den eingebauten Sequenzer, der ein Paar schöne Grooves auf Lager hat. Einige davon wird man bestimmt sehr bald auf Platte wiederfinden, shame on you, preset users!

Der Klang

Tiefer als Virus, Nord und Konsorten, aber eher modern digital bratzig im Vergleich zu Vintage Synths. Für Roland-Filter-Smooth Fans entweder schrecklich oder genau dass, was gefehlt hat. Ich zumindest liebe den Sound. Der Audio-In reagiert im Feedback-Modus nicht so krass wie ein Moog oder SH-02, bringt aber Laune in das Modul. Gutes Filter, krachige OSCs, ordentlicher Headphone-Out.

Die Bedienung

Schlaue Presets bei den meisten Sounds für die vier frei definierbaren Regler, gute Wahl der fest eingestellten Regler (Cutoff, Resonance, Attack, Release). Ohne Blick ins Handbuch weiss ich nicht, wie ich meine Sounds abspeichern kann, ansonsten versteht man das Wichtigste in einer langen Synthese-Nacht.

Fazit

Ungehört kaufen, einen befreundeten Künstler bitten, das Teil neu zu bemalen, endlich den perfekten Synthesizer für die endlosen Hotelzimmer besitzen.

Love,
DasDAS

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8 Antworten auf “Review: Dave Smith Instruments Mopho”


  1. 1 Arne 04. November 2008 um 22:36 Uhr

    haste den Editor gecheckt ? Ich wollte ja, aber die Dinger werden einem ja hier förmlich aus den Händen gerissen…

    +
    wie ich heute gelernt habe kann man den kleinen auch vom Prophet 08 aus programmieren.

  2. 2 DasDAS 05. November 2008 um 2:46 Uhr

    Super, der Editor! Hab ihn mir gerade gezogen und freu mich auf Morgen, wenn ich ihn ausprobieren kann. Bisher bin ich hauptsächlich vom Klang und Spaßfaktor begeistert. Schön knarzig und gute Presets.

  3. 3 Micha 06. November 2008 um 11:26 Uhr

    Hammersound das Ding!
    Was haltet Ihr von den Potis ?
    Bei (sehr) schnellen Drehungen bleibt der Wert schon mal stehen bzw. springt auch kurz in die andere Richtung!
    Sonst klasse Teil!!!

  4. 4 DasDAS 06. November 2008 um 17:55 Uhr

    Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen – sah das aber als Übungssache. Hast du schon die neue Firmware drauf?

  5. 5 Micha 06. November 2008 um 19:33 Uhr

    Neue Firmware hab ich noch nicht gefunden … ?!
    Meiner zeigt Version 1.0 beim Start
    Serial 00420
    Die Potis reagieren auf schnelle Drehungen etwas träge bzw. auch gar nicht oder mit unkontrollierten Wertesprünge. Wenn man erst etwas langsam „andreht“ und dann schneller weitermacht geht es besser. „Komisch“ ist es aber schon find ich.

  6. 6 DasDAS 06. November 2008 um 20:31 Uhr

    Komisch, meinte ich hätt gestern ein Update gesehen. Wahrscheinlich verguckt, da die Editor-Software auf Version 1.21 ist, dachte ich, das OS müßte damit gleich mit auf 1.21 geflasht werden. ERROR ERROR 101100011

  7. 7 Schietbert 13. November 2008 um 13:12 Uhr

    Hey! Mach doch mal ein Soundbeispiel rein bitte!

  1. 1 Dave Smith Tetra « DIGITAL AUDIO SERVICE Pingback am 07. August 2009 um 8:45 Uhr
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