HOT SHIT: Charter Oak SCL-1 Discrete Processor Limiter/Compressor

Charter Oak SLC 1

Ganz ganz frisch bei uns im Programm und schon jetzt der absolute Renner: der Charter Oak SCL-1! Ein schicker Kompressor/Limiter, der das Signal ohne Pumpen und schlucken aufs Heftigste komprimieren kann. Die Technik dahinter nennt sich „waveform differentiation and integration“, und hier würde ich jetzt einen Techniker des Hauses bitten, mir zu erklären wie das funktioniert. Arnd ist auf alle Fälle schon schwer begeistert:

[Der SCL-1] ist eine komplette Kompressorrevolution – ich war auf der Messe komplett platt !!!
Schaut Euch ihn mal an – kein Pumpen mehr – riesige Kompressionsraten ohne Klangeinbußung -Wahnsinn!
Ich würde sagen dass ist eine News wert!

Kosten wird er 2699EUR incl. MwSt, was verglichen mit der Leistung ein Schnäppchen ist. Wie nehmen jetzt Vorbestellungen an, also sichert euch schnell ein Exemplar.

The CharterOak SCL-1 Discrete Compressor Limiter will provide a constant output level regardless of input level or frequency, without the familiar pumping and gasping effect that is inherent in most compressors and limiters.

This can be attributed to the design of the circuit, which combines the features of waveform differentiation and integration. This allows for fast attack times without overcompensation and a release characteristic that is a function of dynamic range and average program level.

The device achieves this by employing a rectifier circuit that possesses a parabolic average charge curve. The end result of the circuit is a quick release that releases to a continually changing average level, which is determined by the parabolic charge curve of the storage capacitors.

The CharterOak SCL-1 circuit design is straight forward, and employs NO MAGIC BLACK BOXES OR OTHER WALLET SHRINKING COMPONENTS. All of the components used in the design of the CharterOak SCL-1 are readily available items and are employed in a manner so as to provide plenty of headroom for years of reliable operation.

The CharterOak SCL-1 is designed to fit any standard 19″ rack. The unit may be used as a stereo unit, or as two independent limiters in the dual mode. This feature enables the end user to employ the device in one or two track production applications.

Do not be afraid to drive the limiter, even with classical music formats. It WILL NOT pump or gasp.

The processor is delivered with a lifetime warranty on all parts and labor and easy access to factory technical support.
Specifications
Frequency Response 20Hz-22kHz
Harmonic Distortion Less then 1% with 20dB of gain reduction @ +20dBm output.
Maximum Output +22 dBm
Signal to Noise Ration -85dB referenced to +10dBm
Attack Time Adjustable from 100us to 5ms
Hold Time Less than 2ms. Unit provides a soft clip. (Less than 3% total harmonic distortion @ 3dB clip)
Release Time Adjustable from 20ms to 2 seconds
Cross Talk -90dB
Input Impedance 600 Ohms balanced
Output Impedance 600 Ohms balanced
Sync Tracking Control circuits are matched to within less than .25dB over the entire gain reduction range
Power Requirements 117VAC or 230 VAC

There’s no limit,
DasDAS

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3 Antworten auf “HOT SHIT: Charter Oak SCL-1 Discrete Processor Limiter/Compressor”


  1. 1 Arne 24. Oktober 2008 um 0:00 Uhr

    …na, einer Technker des Hauses sagt dazu folgendes:

    Einen seriösen Kommentar zur Schaltung kann ich natürlich erst geben, wenn das Gerät bei mir auf der Werkbank steht. Arnds erste Eindrücke über den Klang des Geräts lassen aber vermuten das hier neue Wege beschritten werden.

    Um einschätzen zu können was sich hinter der Formel „waveform diferrentiation and integration“ verbirgt kann ich quasi als „teaser“ für den kommenden, detailierten Bericht einmal kurz und grob veranschaulichen wie ein Kompressor arbeitet:

    Ein Kompressor verändert die Dynamik eines Audiosignals mit Hilfe eines Regelverstärkers. Damit der Regelverstärker unterscheiden kann an welchen Stellen er das Audiosignal tatsächlich verstärken muss und an welchen Stellen nicht, benötigt er ein Steuersignal.

    Dieses Steuersignal gewinnnt der Kompressor direkt aus dem Audiosignal welches am Eingang des Gerätes anliegt. Das Signal wird also hinter dem Eingang abgezweigt und läuft auf den sogennanten „Sidechain“. Am Ende des Sidechains sitzt der sogennante „Detector“ der aus dem Signal dann das eigentliche Steuersignal macht welches sich dann mit den Parametern Attack, Release und Ratio noch von aussen beeinflussen läßt. Weitere Einzelheiten spare ich der Übersicht halber hier mal aus…

    Zurück zum Sidechain. Beispiel: Jeder kennt das Problem, den ganzen Mix durch den Kompressor geschickt und am Ende pumpt alles ganz arg im Takt der Bassdrum.

    Warum ?

    Eben weil der Detector aus dem Audiosignal im Sidechain das Steuersignal macht und dabei unserer energiereichen Bassdrum eine tragende Rolle zukommen läßt. Mehr Energie bedeutet hier: stärkere Regelung. Manchmal ein cooler Effekt, oft aber auch nervig.

    Was tun ?

    Unser Signal auf dem Sidechain ist ein ganz normales Audiosignal und kann als solches mittels Filter bearbeitet werden. Das ist eine gängige Methode, viele Kommpressoren haben auch die entsprechende Austattung an Bord. Oftmals sind mehrere Hochpässe schaltbar (API2500), andere bieten nur eine einzelnen (Drawmer 1968), wieder andere haben weitgehend durchstimmbare Hoch- und Tiefpässe (Safe Sound Dynamic Toolbox). Meistens gibt es auch Eingänge mit denen man ein u.U. komplett anderes Signal von außen auf den Sidechain schicken kann. Dieses kann dann vorher individuell bearbeitet werden.

    Nachteil aller dieser Lösungen ist, das die Filtereinstellungen natürlich fix sind. Man könnte natürlich ein externes Sidechainsignal mit einem Software-EQ bearbeiten und diesen automatisieren (ausprobieren!) oder einen Assistenten an die Regler setzen der dann alles gibt beim Final Mix…

    …und jetzt kommt Charter Oak mit „waveform diferrentiation and integration“ !

    Was heißt das ? Grob (!) gesagt handelt es sich um Filter, denn

    - Integration meint Tiefpass-Filter
    - Differenzierung meint Hochpass-Filter

    Wenn man es dann so hinbekommt das die Filtereckfrequenzen nicht statisch sondern Signalnabhängig sind, was Charter Oak damit zweifelsohne andeutet ist das ein Schritt nach vorne.

    Wie ich der Pressemitteilung und Arnds Test entnehme kommt hier also der erste Kompressor mit dynamischen Filter im Sidechain.

    Mit anderen Worten, ich bin gespannt wie das im einzelnen realisiert ist (und ob ich mit meiner Interpretation der Ankündigung nicht verhauen habe )

    Achtet auf den Test demnächst hier.

    Arne

    P.S.

    Wer in meinem kleinen Exkurs Fehler findet möge sich melden… es ist spät geworden heute ;-)

  1. 1 Kommentare zu Blogposts: Kompressor 101 « DIGITAL AUDIO SERVICE Pingback am 25. Oktober 2008 um 11:44 Uhr
  2. 2 MaxvaX » Kommentare zu Blogposts: Kompressor 101 Pingback am 01. November 2008 um 1:39 Uhr
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