AKAI MPK 49: Review

Akai Mpk 49

Jetzt habe ich seit 6 Wochen das Midicontroller-Keyboard MPK 49 von AKAI im Bühnen- und Probeneinsatz gehabt, weswegen ich jetzt ein Paar Worte dazu verlieren kann.

Erster Eindruck:

Mann, ist das Ding schwer! Verglichen mit Plastiktüten wie dem GarageKey bringt das AKAI ein Paar Pfund auf die Wage und man sollte sich ein Gepäckstück besorgen, welches diesen Plastik/Metallklotz sicher transportiert (und andere Geräte schützt). Gleichzeitig: hübsch! Retro-80er Big Plastic Stil, orangenes Knopflicht, Blauer LCD Screen, nice! Nur die unförmigen „Akai Professional“ Logos wurden sofort überlakiert.

Haptik:

Das Keyboard war zu Beginn etwas hüpfig, das heißt es sprang ein wenig zu neu zurück, doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und ein bis zwei Sonaten pro Abend spielte es sich ein. Die Touchpads sind die gleichen wie aus der MPC500 und verlangen in der Standardeinstellung starkes Hämmern, bis sie reagieren. Mittels des übersichtlichen Menüs kann das aber schnell angepasst werden – eine Empfindlichkeit von 10 ist für mich ideal.
Die Drehregler und Fader sind griffig und geben einen guten Widerstand, wertig nennt man sowas in der Werbersprache. Auch fallen sie nicht sofort ab, wenn man an ihnen zieht, was man leider schon als großes Plus ansehen muss, wenn man sich die Konkurrenz so anguckt.

Verbindung:

Einfacher geht es nicht: USB Kabel ran, Vista/MacOS 10 erkennen es, in Ableton auf AKAI MPK49 gestellt, fertig! Es gibt ein paar Presets, von denen ich das Live-Template am meisten benutzt habe. Dank des guten Screens und des übersichtlichen Routing-Menus lassen sich schnell komplexe Steuerungen von z.B. Ableton Drum Racks realisieren, so dass bald echtes MPC Feeling aufkommt.

Bonus Features:

Ein wirklicher Schatz ist der toll-groovende Arpeggiator und der Note Repeat Modus für die Pads – damit lassen sich on the fly Remixe erstellen oder neue Ideen entstehen. Gerade mit Ableton sind die Möglichkeiten unbegrenzt und man bekommt das Gefühl, endlich richtig mit dem Programm zu Arbeiten. Trick: umschalten der Pad-Bänke während ein Pad gehalten wird – dadurch fehlt der Note-Off und das angetriggerte Sample läuft weiter. Wer dem Controllerism verfallen ist, kann damit bestimmt ordentlich zaubern.

Verarbeitung:

Das Gerät hat bei mir einiges wegstecken müssen – Lehmbröckel von der Theaterbühne, Transport mit der Bahn und das Spielen der Pads mit meinem Kopf durch einen zwei Meter großen Schauspieler, der mein Haupt darauf klatschen lies und sich an den Klängen erfreute – 6 Wochen Probezeit, 6 Aufführungen bis dato. Dabei ist mir die Metallwanne, die Pads hält, durchgebogen und diese rückten ängstlich tiefer ins Gehäuse hinein, was sich aber erfreulicherweise von Hand wieder geradebiegen liess. Ein als Gegendruck installierter Schaumstoffblock beugt nun dem Problem vor. Zudem hilft der veränderte Velocity-Wert der Pads, weswegen nun weniger Druck auf meinem Kopf liegen muss, um Klang zu produzieren. Schlau ist man leider immer erst später. Aua aua.
Was:Ich:Sagen:Wollte: Das Ding hält was aus! Built like a Schützenpanzer und leicht zu reparieren. Bühnentauglichkeitstest bestanden!

Fazit:

Wer auf der Suche nach einem robusten, gut zu bedienenden und schicken Livecontroller ist, findet mit dem AKAI MPK 49 seinen Traumpartner. Word.

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Ain‘t no business,
DasDAS

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3 Antworten auf “AKAI MPK 49: Review”


  1. 1 Manu 18. Februar 2012 um 16:25 Uhr

    Kannst du mir sagen obs zu dem Controller ne Art Alternative zu Novations Automap gibt?
    Ich würde mit dem Keyboard nämlich gerne Ableton Live sowie externe Plugins steuern und ich hab noch keinen Weg gefunden wie das ohne Automap geht.

    Über Hilfe würde ich mich freuen!

  1. 1 Akai MPK 49 - Akai - Gimahhot Pingback am 22. Juni 2009 um 15:25 Uhr
  2. 2 AKAI Mini-Controller: LPK 25/LPD8 « DIGITAL AUDIO SERVICE Pingback am 16. Juli 2009 um 10:28 Uhr
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