Archiv für September 2008

Brent Averill: 1023 – der „Super 1073″

1023 brent averill

Die kalifornische Audiomanufaktur Brent Averill baut schon seit vielen Jahren die für unsere Ohren besten Neve- und API-Klone. Nun kommt ein neue Preamp/EQ auf Neve-Basis, der „Super 1073″, genannt 1023. Details sind rar, doch sieht auf dem Bild schon einen erweiterterten Hi-Shelf, der bis 24KHz geht. Wer den wunderbaren EQ des BEA 1073 kennt, dürfte jetzt schon Vorfreude und unkontrolliertes Zucken zum Geldbeutel bekommen.
Außerdem kommt ein neues 2HE rack für die Module, das „2CR“:

2CR

Wir werden beide Geräte auf der Tonmeistertagung im Gepäck haben – wer also den ersten Kontakt mit einem der feinsten Preamps/EQs dieser Erde haben möchte, lenke sein GPS bitte zu Stand Nr. CCL+1 E16.

Preise und Verfügbarkeit findet ihr bald hier.

Californication,
DasDAS

Theremin killed the Radio Star

Wie Kommentator Audionerve bemerkte, lieben wir Theremine. Unumstößlich. Da ändert auch dieses Video nichts. Nein, tut es nicht. Nein!

Oh no,
DasDAS

500 Beiträge: verpennt!

Da hab ich doch unser eigenes Jubiläum verpennt: dieser Eintrag war der 500ste! Hätt ich das gewußt, hätte ich einen großen Jubiläumspost gemacht, voller Witz, Charme, absurden Photoshops und Verlosungen. Tja, Chance verpasst. Dann beim 1000. Post.

Party like its your birthday,
DasDAS

A-Designs: Recording Dokus

A designs

A-Designs haben ein Paar Freunde eingeladen und eine Recording Session in den Sound City Studios veranstaltet. Zu den illustren Gästen zählen die Recording Profis Dylan Dresdow und Ronan Chris Murphy sowie Topmusiker wie George Pajon Jr. und James Lugo. Nach dem Anschauen dieser Videos ergeben sich für mich zwei Möglichkeiten:

1. Ich klau die Lunchbox mit den A-Designs Preamps und den Hammer EQ aus dem Laden und verbringe ein Leben auf der Flucht, voller schnell aufgenommener wunderbarer Aufnahmen in dreckigen Hotelzimmern und dunklen Proberäumen

2. Ich nehm unser super „Kauf 4 Lunchbox Module und bekomm die Lunchbox für lau“ Angebot war und verbringe die nächsten Monate in Askese, verliere 15 Kilo, produziere aber Hits am laufenden Bande, heirate Supermodels und genieße einen langen Lebensabend auf den Bahamas, mit Drinks aus Kokosnüssen mit Schirmchen.

Watch it (Quicktime Hi-Res)!

Acoustic Guitar
JCM 800
Male Vox
Piano
Sax
Female Vox

Plug me in, plug me in,
DasDAS

Chandler Ltd. Mix Control

Chandler lt.d

Einfache Idee, gut ausgeführt: die neue Chandler Mix Control ist nichts anderes als ein Wet/Dry Mixer, mit dem sich jedes Gerät um dieses Feature erweitern läßt. Da sechs Transformatoren verbaut sind, dickt das Gerät den Sound zusätzlich an – nichts für unsichtbare Klangbearbeitung. Aber das will ja eh keiner.

The new Universal Mix Control is inspired by the popular Wet/Dry feature used on our Germanium Compressor. Each channel of the UMC can function as either a Wet/Dry control or as a 2 × 1 summing mixer for those needing a high quality solution for combining multi mic’ed sources. Simply put, you can now add Wet/Dry to anything you want. Ever wanted some Dry signal on your EMI Limiter, 1176, Alan Smart, LA2s, 33609? How about a Fairchild 670 with a Mix Control :-)

Don’t stop with just compressors. Distortion with a Culture Vulture or Sans Amp, Transient Designer, Leslie Cabinet, Guitar Pedals. The list is nearly endless. No latency, saves channels, little patching, and a very high quality, transformer balanced, low noise discrete circuit that allows you to use it anywhere without concern. And of course, the sound is all Chandler. Tracking? A must have. Mix Buss? Absolutely. Mastering? Not a problem!

Preis und Erhältlichkeit erfahrt ihr wie immer bald hier.

We can do it in the mix,
DasDAS

Freeware: Bucketeer Mk 1

Free Delay

Eimerketteneffekte wie das Dynacord VRS 23 erzeugen wunderbar irreale Hallräume auf Basis aneinanderreihter Delayschaltungen. Gute Pluginvarianten dieser Technik sind mir noch nicht untergekommen, deswegen freut mich Daz Diamonds Bucketeer umso mehr.

Tech Spec:

* Pre and Post effect shelving filters

* Predelay with control over level and time

* Size and Time controls

* Width and Mix controls

* Central readout of knob values

* 17 Randomize buttons – ‘global’ and ‘local’

* Freeze Function

* Bypass switch for each bucket and slot

* Output level meter

* 8 presets

Das Reverb ist momentan noch in Beta und erzeugt einige schöne Glitches beim Preset-Umschalten, ist sonst jedoch schon voll funktionsfähig. Freeware, doch Spenden sind willkommen. Auf seiner Website gibt noch eine Reihe weiterer Badass Effekte, die aber eher der Kategorie „Zerstörer“ anhängig sind (die Studio-Uhr jetzt mal nicht dazugezählt).

I‘m hearing echoes of,
DasDAS

via CDM

Waldorf Blofeld Keyboard

Blofled

Awwwwww, hübsch! Der die Keyboardversion des Waldorf Blofeld sieht trotz Bananigem James Bond Namen angenehm smooth aus. Ich steh ja auf schlicht und funktional bei Synths. Auch unter der Haube legt die Kiste nochmal zu: 60MB Samplespeicher ist mit an Bord. Damit erweitern sich die Klangmöglichkeiten erheblich!

Nicht nur äußerlich hat er zugelegt, auch die inneren Werte haben eine beachtliche Steigerung erfahren: Neben der virtuell analogen Synthese und den klassischen Wavetables kommen ganze 60 Megabytes Speicher für Samples dazu.

Stellen Sie sich vor, einer typischen Wavetable-Fläche einen stimmähnlichen Rauschanteil hinzuzufügen, einen virtuell-analogen Soloklang um ein knackiges Anschlag-Sample zu ergänzen, oder andere Samples mit den unzähligen Oszillator- und Filtermodulationen zu verfremden.

Spielen können Sie Ihre Klangkreationen auf der hochwertigen Klaviatur, die nicht nur anschlagdynamisch ist, sondern auch auf Aftertouch reagiert. Pitchbend- und Modulationsrad stehen zu Ihrer Verfügung und ein Sustainpedal dürfen Sie selbstverständlich ebenfalls anschließen.

Das alles ist verpackt in einem schlanken Metallgehäuse mit großem grafischen Display, Endlosreglern aus Edelstahl und internem Netzteil.

Waldorf Music

Preis und sonstige Infos findet ihr bald hier.

Synth another day,
DasDAS

CreateSpace: Der Amazon Musik-Vertrieb

Amazon steigt ein in den Musikvertrieb, und zwar richtig! Via der neuen Plattform CreateSpace.com kann jeder seine eigene Musik als MP3 (DRM-frei) oder On-Demand CD-R über den Amazon Store verkaufen. Die Royalities liegen dabei zwischen 60-65 US Cent pro Track. Die Master-Rechte bleiben beim Künstler.

CreateSpace on Demand Publishing

CreateSpace on Demand Publishing is simple: we manufacture physical products when customers order so no pre-built inventory is needed. Through our service, you can sell DVDs, CDs, and books, for a fraction of the cost of traditional manufacturing, while maintaining more control over your materials.

With our services, you can make your books, music and video available to millions of customers by selling on Amazon.com, the CreateSpace Shop, and on your own website with a customized eStore.
Key Features

* No setup fees, no minimums, no inventory
* You set your price and earn monthly royalties
* Non-exclusive agreement preserves your rights
* One of the easiest ways to sell on Amazon.com
* Order bulk units at volume discounts

Momentan ist das Angebot auf den US-Markt beschränkt, doch wird es sicher auch bald hier aufschlagen. Falls Amazon es schafft, die Dominanz von Itunes zu brechen, wäre das eine mögliche Alternative für Indie-Musiker. Denn zumindest in Deutschland braucht man einen Vertrieb, um überhaupt bei Itunes gelistet zu werden. Der verlangt dafür auch wieder Geld, so dass man zweimal zahlt. Bisherige Alternativen wie der Brad Sucks Digital Download Store, den man kostenlos (bis auf Amazon S3 Traffic-Kosten und Paypalgebühren beim Verkauf) auf der eigenen Seite einbinden kann, bieten zwar unschlagbare Margen, doch eben nicht die potentielle Userbasis des Amazon-Stores.

I have seen the future and it works,
DasDAS

Tolle Wurst

Wurst

Heute ist ein wunderschöner Tag in Deutschland, die Sonne lacht, die Kühe läuten, das Knoppers versüßt den morgen und bei Tegut im Wurstlager spielt ein Streichquartett klassische Musik. Ach, die gute alte klassische Musik! Erst macht sie uns schlauer, wenn wir ihr zuhören, dann vertreibt sie Junkies von Hauptbahnhöfen und jetzt veredelt sie den Geschmack der guten Thüringer Wurst.

„Ein bis zweimal im Monat setzt sich ein Streichquartett in die Manufaktur der Tochterfirma Kurhessische Fleischwaren im thüringischen Frankenheim und spielt vier Stunden lang überwiegend Werke von Mozart oder Bach, wie das in Fulda ansässige Unternehmen mitteilte.“

Tegut-Chef Wolfgang Gutberlet sagt

„Er habe von vielen Versuchen gelesen, die bestätigten, dass klassische Musik Wachstum beeinflussen könne. Ob diese Klänge auch den Reifeprozess von Wurst tatsächlich fördern, kann er bisher nicht beweisen. Die beschallte Wurst schmecke ihm aber besonders gut.“

Als Vergetarier stell ich mir sofort die Frage, wann denn endlich jemand mal meine Sojawürfel oder mein Seitanschnitzel mit Monteverdi würzt.

I tasted music – it tastes like Wurst,
DasDAS

via the great nerdcore

Zurück zum Vinyl

Es gibt zwar nicht mehr viel Geld zu holen im Verkauf von physikalischen Tonträgern, doch da geht immer noch etwas: Vinyl-Verkäufe steigen laut diesem Artikel des Guardian:

[Vinyl Sales] virtually collapsed in the late 1980s with the advent of the compact disc. And despite the efforts of various subcultures of supporters — club D.J.’s, audiophiles, hardcore punks — to engineer a vinyl comeback, sales continued to wither as MP3s joined CDs as competition over the last decade. The industry had shipments of 3.4 million LPs and EPs in 1998 and just over 900,000 in 2006, according to the Recording Industry Association of America.

But shipments jumped about 37 percent in 2007, to nearly 1.3 million records. Three years ago Warner Bros. Records returned to the format when it opened becausesoundmatters.com, an online vinyl store stocked with reissues and new releases. At first, any vinyl release that sold 3,000 copies was considered a success, said Tom Biery, who oversees vinyl sales for the company. By comparison, the 2007 Wilco album, “Sky Blue Sky,” surpassed 14,000 copies.

Vinyl is suddenly chic, he said, even among people too young to have grown up with the familiar crackle of a needle carving through the grooves of an album. “I have friends who have younger kids — 13, 15 years old, even 10 — and all those kids want turntables,” he said. “Their parents are like: Wait a minute. What are you talking about?”

Davon wird natürlich keiner mehr reich, doch die Tatsache, das Vinyl als selbstragendes und Profit-generierendes Medium weiterbesteht, dürfte jeden Musiker freuen. Denn schließlich ist die LP immer noch das Königsmedium, wenn es um die ästhetische Präsentation der eigenen Musik geht. Bei meinen eigenen Veröffentlichungen freu ich mich zumindest über die LP am meisten und wenn es „nur“ Dubplates sind. Wenn’s bei ITunes steht, ist das zwar praktisch und nützlich, doch lange nicht so sexy wie das gute alte schwarze Gold.

Gentlemen, sharpen your needles!
DasDAS

via nerdcore

Tinnitus & Taubheit – Lösung in Sicht?

Mice

Musik wird oft als störend empfunden, da sie mit Lärm verbunden „Musik wird oft als Lärm empfunden,
da sie mit Geräusch verbunden“ (danke für den Hinweis) – wer von uns ist schon immer so vorsichtig, mit Ohrenstöpseln auf Konzerten herumzulaufen, den Amp beim Proben nicht auf 11 zu drehen oder den Kopfhörer auf Halbdampf zu fahren? Zumindest mit 15 war ich das nicht. Den Schulweg mit Walkman auf Tilt und nachmittags in den Keller und schön neben dem Crashbecken stehen und Filtersweeps durch Gitarrenamps jagen. Die armen Hör-Härchen im Ohr werden von uns Musikern/Tontechnikern/Produzenten durchgepustet wie New Orleans von Gustav, weswegen viele von uns entweder einen Tinnitus mit sich rumtragen oder schon lange einen unfreiwilligen Tiefpassfilter installiert haben. Bisher gab es außer technischen Hilfmitteln wie Hörgeräten oder Rauschgeneratoren kein funktionierendes Gegenmittel gegen akute Hörschäden. Wissenschaftler der Universität von Oregon haben nun zum ersten Mal funktionierende Haarzellen produziert:

“One approach to restore auditory function is to replace defective cells with healthy new cells,” said John Brigande, Ph.D., an assistant professor of otolaryngology at the Oregon Hearing Research Center in the OHSU School of Medicine. “Our work shows that it is possible to produce functional auditory hair cells in the mammalian cochlea.”

Science Daily

Zwar bisher nur in Mäusen, doch gibt das Forschungsergebnis Hoffnung, dass permanente Hörschäden noch in unser Lebenszeit rückgängig gemacht werden können.

piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiip,
DasDAS

via Audio Lemon

Dezzo: Rambrandt

Rambrandt

Kollege Dezzo, der hier immer mal wieder einen Beitrag verursacht, hat den von Arne gemoddeten C64 zu einer smashenden Verwendung gebracht:

RAMBRANDT

C64 Techno, der sich jeder Verspieltheit des Gamesound-Genre enthält und stattdessen hart pumpt – think Redshape meets Mario’s Slaughterhouse. Definitiv mehr maxo als micromusic. Show him some myspace-love!

UPDATE: Link funkioniert.

Chris Huelsbeck hat meine Jugend ruiniert,
DasDAS

P.S.: This post is relevant to my interests (C65!)