Sommerloch, versenk mich in dem Sommerloch

The Doors

Der Spiegel füllt das Sommerloch mit der sensationellen Behauptung, das Jim Morrison seinen Tod nur vorgetäuscht habe:

London – Der schillernde Ruhm und die gewaltigen Drogenexzesse sollen ihn mürbe gemacht haben: Jim Morrison, Sänger der US-Rockband „The Doors“ („Light My Fire“), habe deshalb seinen Tod 1971 angeblich nur vorgetäuscht. Diese Vermutung äußerte der damalige Keyboarder Ray Manzarek im Gespräch mit der „Daily Mail“

Jim Morrison: Müde von seinem Ruhm und den damit einhergehenden Exzessen?
Der legendäre Musiker, der im Alter von 27 Jahren starb, lebe heute heimlich und unerkannt auf den Seychellen, sagte Manzarek. Morrison selbst habe 1970 die Idee aufgebracht, seinen eigenen Tod zu inszenieren und sich ins Ausland abzusetzen. Er sei von seinem Ruhm und den damit einhergehenden Exzessen müde gewesen sei, wird der 69-Jährige zitiert.

Das dieses Gerücht nun ca. 37 Jahre alt ist und sich die Legenden um einen „Mr. Mojo Risin“ sich ähnlich häufen wie Elvis Erscheinungen, wußten die fachlich versierten Kollegen vom Kulturteil wohl einfach nicht. Das ihnen der entscheidende Satz des Original-Interviews zu Gunsten einer reisserischen Schlagzeile entging, ist aber schlicht unverzeihlich:

Manzarek says: ‚There are all sorts of conspiracy theories, but in my heart, I know that the story about him faking it is just an urban legend – isn‘t it?‘

Das kommt davon, wenn man sein „Vermischtes“ Texte direkt vom Deutschen Depeschen Dienst auf die Seite lädt, ohne den Inhalt zu kontrollieren. Gerade bei „weichen“ News ist das eine gängige Praxis, doch ich fühle mich an die letzte Titanic erinnert, in der Stefan Gärtner die Inhaltsstoffe des Spiegels mit „Qualitätsjournalismus: 5 Seiten“ angab.

No one here gets out alive,
DasDAS

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1 Antwort auf “Sommerloch, versenk mich in dem Sommerloch”


  1. 1 max müller 08. Juli 2008 um 12:19 Uhr

    der spiegel ist mittlerweile zum volksverdummer nr. 1 im magazinbereich abgestiegen.

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