Das die alte Tante EMI in Trouble ist, seit sie von einem Equity Fond (auch Heuschrecke genannt) über nommen wurde, wissen wir alle. Doch nun droht ihnen der Verlust Rolling Stones, die mit dem Konzertveranstalter Live Nation anbandeln:
Aside from having recorded some of the best rock songs of all time (see below), the Rolling Stones are the kings of the live music industry, with some tours grossing nearly three quarters of a billion dollars. Under terms of the deal, according to The Observer, Live Nation would run those tours in addition to handling the band’s recorded music business.
Not only would the deal involve future albums and tours, but could also encompass the group’s back catalog, according to The Observer, which misreported on Sunday The Rolling Stones‘ EMI tenure as being 31 years. Listening Post learned that EMI acquired the band’s post ’71 catalog in the early ’90s when it purchased Virgin, which had itself acquired the catalog in the late ’80s. The New York Times speculates that the albums, which typically earn EMI about $3 million per year, would stay with EMI if the deal is signed.
Live Nation haben schon Madonna unter Vertrag und scheinen damit für die Biggies wesentliche bessere Verträge anbieten zu können, als die herumhaspelnden Majors. Ein kleiner Paradigmenwechsel ist damit wohl im Gange: ging man früher auf Tour, um das Album zu promoten, ist jetzt das Album das Promotool für die Tour.
Woah, mal ein Hype der keine kurzbelockten Jungs in engen Hosen hochschiebt: Sony BMG hat drei katholische Priester gesigned und dafür rund 1.5 Millionen locker gemacht (wieviel den seit der Kindheit singenden Priestern nach den üblichen Abzügen noch übrig bleibt, soll uns mal nicht interessieren).
The Priests heissen die Herren, die uns entfremdeten und gottlosen Konsumenten die Heiligkeit wiedergeben sollen und ich will verdammt sein, wenn das nicht ein ähnlicher Hit wird wie die gregorianischen Gesänge Mitte der 90er.
Einen kleinen Studioreport gibt es auch, wobei mir das eher wie ein Übungstudio aussieht.
Korg bringt mit der Nano-Serie Controller für Laptop-Musiker/VJs raus, die leicht, klein und schick ist.
# nanoKEY: 25 keys, transmitting either as MIDI notes or (via a separate mode) Control Change (CC) messages. Octave shift (natch). Pitch, modulation. And it’s supposed to be velocity-sensitive, too, although we’ll have to get our hands on one to see how sensitive it is.
# nanoPAD: 12 pads, supposedly inheriting the terrific sensitivity and feel of the padKONTROL, which is pretty much the favorite pad controller round these parts. Chord Trigger. Control Change mode (as with nanoKEY). There’s even an X/Y touch pad with roll and flam mode, favorite features of the padKONTROL.
# nanoKONTROL: 9 faders, 9 knobs, 18 switches, transport controls. (No, really.) MIDI notes, 168 CC messages. There are even attack and decay times for the switches, allowing them to work as faders, filter controls, effects settings, and the like
CDM
Alle Geräte sind USB-Powered, so dass auch die hässliche Wandwarze entfällt. Korg steht mit der Nano-Reihe zwar nicht allein auf weiter Flur, schließlich gibt es den hervoragenden Nocturn, die Faderfoxes und Kentons teuren Killamix, doch eine derart perfekt aufeinander abgestimmte Reihe ist ein erfrischend neues Konzept.
Bisher ist die Nano-Reihe nur in Japan erhältlich, doch es sollte nicht allzu lange dauern, bis die Minicontroller auch bei uns einfallen. Mehr Bilder und Japanische Info findet ihr hier.
Wie ich schon letzte Woche prophezeit habe, veröffentlicht Waves ein Fairchild 660/670 Plugin und dazu noch zwei Pulteqs.
Für alle Mercury User ist das Update kostenlos, sonst 800$.
Neu ist, das Waves „Signature Series“ jetzt auch im Namen führt. Nachdem Chris Lord Algae schon Presets zur SSL Collection beigesteuert hat, ist jetzt Jack Joseph Puig namensgebend für die Fairchilds/Pulteqs.
Ich für meinen Teil könnte gut auf derartige Endorsements verzichten und hätte mir gewünscht, den Namen Puig nicht in meinem Plugin-Folder zu haben. Fühlt sich irgendwie Second Hand an, and not in a good way. Aber egal, die Plugs sind toll, da verzeih ich auch das Branding.
Hier und jetzt erklär ich diesen Song zum Sommerhit 2008 – fantastische Sänger, seltsame Texte, lockerer Beat und ein Video, dass das Thema Zensur piktographisch verhandelt. Norman Cook, you just stopped sucking! (NSF uncool W)
Jetzt wo die lahmen Massenmusikstores das Tenori-On neben Waschbrett und Waldhorn verkaufen, ist es an der Zeit für alle echten Styler, auf einen neuen Hype aufzuspringen: das TUIST!
Der portugiesische Daniel Düsentrieb Rui Pereira hat mit dem Tuist („transformable über interface for stardom“) ein Instrument für alle nicht-Musiker dieser Welt gebaut, die aber bei Guitar-Hero locker 100.000 Punkte um Co-Op Mode schaffen. Jeder soll das Instrument in die Hand nehmen können und sofort Musik kreieren können, One-Man-Band Style.
Technisch ist das Tuist ein riesiger Ribbon-Controller mit Looper und Klangerzeugung für Bass, Drums und etwas, das wie eine lebend-Katzenhaargitarre klingt.
Das er das ganze nicht so ernst nimmt, erkennt man schon in seiner Projekt-Beschreibung:
Tuist is an emotionally driven multi-mode musical interface for ’super-star‘ wannabe’s incapable of playing musical instruments.
Project Description:
Tuist is an emotionally driven interface taking on our inner desires and fantasies of instantaneously becoming superstars and on our instinctive imitation of the musical performers gestures as expressions of sounds.It is a multi-instrument minimal interface featuring multi-track gesture recording/ playback allowing for ‚one-man-band‘ performances. Its three different instrument modes can be selected by positioning Tuist without any physical transformation.
Hier seht ihr das Gerät in Aktion mit Einzelsounds:
Und die völlig demente Demo gibt Eindrücke in die herrliche verdrehte Musik-Welt des Pereira: auf „Demo“ klicken
Das Tuist sieht aus wie lustiges Bühnengimmick und könnte auch ein idealer Controller für Softsynths werden, vorausgesetzt es hat Midi/USB. Die Bender unter euch werden damit sicher alle Freude habe.
Das in der Werbemusik nicht unbedingt klassische Komponisten vor der Berliner Philharmonie stehen und ihr Werk dirigieren, dürfte den meisten klar sein. Mit der weitverbreiteten „mach mal X Demo-Betten“ Politik ist der Griff in die Samplebank die einzige Möglichkeit, den Anforderungen der Marketingabteilungen Herr zu werden. Schließlich ist ja nicht jeder Brian Eno, der einst den Windows 95 Startup-Sound sehr aufwändig komponierte:
Brian Eno: The thing from the agency said, “We want a piece of music that is inspiring, universal, blah- blah, da-da-da, optimistic, futuristic, sentimental, emotional,'‘ this whole list of adjectives, and then at the bottom it said “and it must be 3 1/4 seconds long.'‘
I thought this was so funny and an amazing thought to actually try to make a little piece of music. It’s like making a tiny little jewel. In fact, I made 84 pieces. I got completely into this world of tiny, tiny little pieces of music. I was so sensitive to microseconds at the end of this that it really broke a logjam in my own work. Then when I‘d finished that and I went back to working with pieces that were like three minutes long, it seemed like oceans of time.
Wenn die Agentur aber ausgerechnet das Bett nimmt, dass eins zu eins von einer Sampling-CD stammt (Symphony of Voices) kann man nicht mehr von Komposition sprechen, sondern eher von Selektion oder vielleicht noch Design. Schlimm wird es aber, wenn noch ein verschleierndes Gewäsch hinzukommt, das dem simplen, 10 Jahre altem Preset eine Aura technischer Brillianz geben soll:
Die Töne stammen aus einer Originalaufnahme eines englischen Jungenchores aus den 90er-Jahren. Dabei wurde der Solopart einer Knabenstimme extrahiert und für das Sound Logo technisch aufbereitet.
Extrahieren = CD einlegen
technisch aufbereiten = Taste drücken, Hall drauf, fertig.
Aber dennoch, Chapeau für den Sounddesigner von Jung von Matt für seine Chuzpe.
Allerdings stellt sich die Frage, inwieweit das Logo überhaupt geschützt werden kann. Schließlich ist die Lizenz zur Nutzung der exakt gleichen Phrase an viele tausend User übergegangen. Ein feines musikrechtliches Problem, das einige Anwälte sicher glücklich machen wird.
Lululuuuu,
DasDAS
Update: Offizielles Statement von Spectrasonics
Hi DasDAS,
Yes, that’s correct. We are very proud to report that Mercedes licensed that sample of the boy singing from our Spectrasonics Symphony of Voices library as their exclusive new sound logo. BTW, they were fully aware that it was already available in this sample library for a long time and had been used many times in famous scores, but they liked it so much that they wanted it for their corporate audio logo. So it was a completely legitimate transaction with a special license we arranged for them to use the sample as their corporate audio logo.
Best regards,
Eric Persing
President/Creative Director
Spectrasonics
Tony Belmont von Gearslutz heitzt die Gerüchteküche an: neue Waves Vintage Modelling Plugins kommen!
Nach den hervorragenden SSL, Neve und API Klonen bin ich sehr gespannt, was sich Waves einfallen lassen. Ein Fairchild wär schön, oder Calrec EQs oder ein Distressor….
Die Initiative „One Laptop Per Child“, der wir den Kurbel-Laptop verdanken, weiss, dass Hardware allein nicht glücklich macht. Deswegen geben sie jetzt 10GB an Samples jeglicher Koleur für umsonst dazu.
Over 10GB of FREE Samples – for The Children of the World
Loops, Grooves, Licks, Stings, Hits, Pads, Melodic Motives/Themes/Phrases, Sound-Effects, City and Country Soundscapes, Motors, Machines, Toys, Guns, Explosions, Swords, Armor, Cars, Jets, Pot & Pans, Acoustic and Synthetic Noises, Acoustic and Electronic Drums, Voices, Western and World Instruments, Real and Human Animals, Industrial and Natural Ambiences, Film and Game Foley, and more, more, more! This huge collection of new and original samples have been donated to Dr. Richard Boulanger @ cSounds.com specifically to support the OLPC developers, students, XO users, and computer and electronic musicians everywhere. They are FREE and are offered under a CC-BY license for downloading and use in your teaching, your demos, your research, your music, your remixes, your songs, your games, your videos, your slideshows, your websites, and your XO activities. Each of the 7000+ samples is 16-bit, WAV, Mono, normalized to -3dB, and provided at 3 sample rates – 44.1K, 22.5K and 16K.
Die Samples sind für jeden frei erhältlich, der die 10GB laden kann. Doch wofür gibt es Bittorrent?
Wer seine Theremin-Skills über das Niveau dieser mittlerweile Net-Famous Katze heben will, der sollte im Herbst in Lippstadt am Theremin-Workshop teilnehmen. Zuoft wurde dieses feine Instrument nur für Wui-Sounds missbraucht, als dass man daran vorbeigehen sollte.
WITHOUT-TOUCH 2.0
CONCERTs AND WORKSHOPs
12.-14.September 2008
mit
Lydia Kavina, Barbara Buchholz,
Carolina Eyck, Wilco Botermans
und Teilnehmern
and participants
Eine Veranstaltungsreihe der/ organized by
Conrad-Hansen-Musikschule der Stadt Lippstadt
Digidesign hat einen Pre-release (was heisst, auf eigene Gefahr zu installieren) von ProTools rausgebracht, der Leopard 10.5.3 ready sein soll.
Pro Tools Pre-release Available for Mac OS X Leopard User
Digidesign is pleased to announce the immediate availability of a pre-release version* of Pro Tools® software that provides expanded Mac OS X 10.5.3 Leopard compatibility for many Pro Tools users. Pro Tools 7.4.2pr software is provided as a convenience for Mac-based Pro Tools 7.4 users who may wish to begin their transition to Leopard before a fully tested and qualified version of Pro Tools becomes available.
Pro Tools 7.4.2pr software is available as a download only, and requires Mac OS X 10.5.3. Pro Tools 7.4.2pr is not compatible with earlier versions of Leopard.